Eingesandt: Puzzle-Geschichte

Ein Puzzle mit tausend Teilen hat es unserer Familie angetan. Der Basteltisch wird schnell abgeräumt, gesäubert und dann kann es auch schon losgehen.

Es wird systematisch vorgegangen. Zuerst werden die Randteile auf einen Haufen gelegt. Du meine Güte, so viele kleine Teile!

Doch noch am selben Tag ist beinahe der ganze Rand zusammengesetzt und wir haben den Umfang des Bildes vor Augen. Voller Motivation machen wir uns fast jeden Tag an die Puzzlearbeit, vergessen dabei die Zeit und die andere Arbeit bleibt liegen.

Zu zweit macht es am meisten Spass. Zu dritt wird es eng und zu viert zu unruhig. Teile fallen zu Boden, die man sofort finden und wieder auf den Tisch oder in die Schachtel legen muss, ansonsten gehen sie bestimmt verloren. Nun wird es immer mühsamer ein passendes Teil zu finden. Die anfängliche Euphorie lässt deutlich nach. Für Wochen bleibt das Puzzle unberührt. Ein passender Karton wird organisiert und das bis knapp zur Hälfte fertig gestellte Puzzle sorgfältig darauf gelegt. So wird es nun auf den Kasten verstaut. Dabei wird Acht gegeben, dass kein Teil verloren gehen kann.

Über ein Jahr bleibt es dort oben liegen. Danach wird es einmal heruntergehievt und es werden auch wieder passende Teile gefunden. Doch dann gerät die Angelegenheit erneut ins Stocken und man will den Tisch wieder für andere Arbeiten nutzen.

Für das Puzzle heisst das wiederum: ab in die Höhe! Ob diese Puzzlearbeit jemals ein Ende finden wird? Tja, und vor einigen Wochen geschah es dann. Nach einem kurzen Hin und Her lag das halb fertige Puzzle auf dem Kinderzimmerboden und es wurde wieder jede freie Minute gepuzzelt. Innert nur zwei Wochen wurde das letzte Teil gesetzt. Leider nicht das allerletzte Teil, denn dieses fehlt und wurde bis heute nicht gefunden …

Aber was für eine Freude, nach dieser langen Zeit doch noch ans Ziel gelangt zu sein! Das entstandene Bild ist für uns dadurch doppelt so schön, trotz «Loch» in der oberen rechten Bildhälfte.

Übrigens: ein anderes Puzzle mit tausend Teilen liegt bereits auf dem Kinderzimmerboden und wartet auf seine Vollendung …

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