Dorfverein: Linard Bardill

Samstag, 4. November: ein neblig-kalter Herbsttag. Die Warteschlange vor der Turnhalle war lange, viel zu lange für die vielen Kinder, die es kaum erwarten konnten, Linard Bardill in Natura zu erleben. Die Organisatoren des Dorfvereins Thalheim-Gütighausen hatten alle Hände voll zu tun, bis die über 300 Kinder und 200 Mamis und Papis ihre Plätze gefunden hatten. Und da stand der Liedermacher auch schon vor ihnen und erzählte die Geschichte von Lukis Traum mit dem Bären, mit dem er im Zirkus auftritt. Um seinen Traum in Wirklichkeit zu versetzen, beginnt er am nächsten Morgen die Suche nach einem richtigen Bären. Mit dabei behilflich ist ihm seine Geiss «d Wilhelmine, schnell isch sie wie ne Lawine, hät bim Rätsel und Diktat d Lösig immer grad parat». Anstatt einen Bären treffen die beiden allerdings nur einen Esel, einen Tiger und – das gehört zu den Bündner Bergen – eine Schar muntere Murmeltiere, gestylt mit Armani-Sonnenbrillen. Die Zirkusvorführung findet nun mit Lukis Tierfreunden statt und jede Bange war umsonst, die Zuschauer sind begeistert.

Auch das Publikum in Thalheim liess sich durch das witzige und aufgelockert gestaltete Liederprogramm mitreissen. Sofort fand Linard Bardill den direkten Dialog mit den Kindern. Immer wieder konnte er die Kinder und Eltern zum Mitsingen und Mitmachen animieren. Die lustigen Pointen und Reime sowie die melodisch den Themen angepassten Lieder begeisterten Gross und Klein. Das kleine Missgeschick zu Beginn des Programms, als eine Gitarrensaite riss, überbrückte Bardill gekonnt mit seinen ausgeschmückten Erzählungen von Lukis Erlebnissen. Während er die Zuhörer in seinen Bann zu ziehen vermochte, hantierte er mit der Gitarre und schon sang er ein nächstes Lied. Dabei wählte er einen Mix aus seinem Repertoire: Lieder wie «Mini beide Hoseseck» oder die Geschichte vom «Herr Jöri». Zum Abschluss des gut einstündigen Programms durften so viele Kinder wie es die kleine Bühne zu fassen vermochte zusammen mit dem Künstler das Lied «Sunne … Sunne … Sunnestrahl» singen. Mit einem grossen Applaus fand das bunte Programm einen würdigen Abschluss.


msz

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.