Eidgenössisches Schützenfest 2000

Fünf Jahre nach Thun war es wieder einmal soweit, das Eidgenössische Schützenfest in Bière stand als Höhepunkt des Vereinsjahres vor der Tür. Für viele ist dieser Ort (1500 Einwohner) bestens bekannt aus der RS-Zeit. Da die Reise uns in die Romandie führte, haben wir uns früh entschlossen, drei Tage zu investieren um anschliessend ein kleines Vereinsreisli anzuhängen.

Freitag 7.7.2000

Für einmal brauchte man keinen Wecker zu stellen, denn pünktlich zum Aufstehen um 05.15 Uhr rasselte ein Gewitter mit Blitz und Donner über unsere Region. Wahrscheinlich sind darum alle motivierten Schützinnen und Schützen rechtzeitig um 06.00 Uhr bei der Turnhalle erschienen. Dort stand der Bus der Guggenmusik Flaach mit unserem Chauffeur Christoph Graber bereit, für die Fahrt in den Waadtländer Jura. Dank Sponsor Roland Stirnemann (Zwicker Optik Winterthur) hatten wir auch ein neues Outfit in Form eines eleganten dem Design entsprechenden Pololeibchen, der Verein lässt herzlich danken. Nachdem die Schiessutensilien verladen waren, ging mit unserem ständigen sowie stimmgewaltigen Reiseleiter «Anton aus Tirol» die Post ab, gefolgt von drei weissen Tauben. Nach einem «Zmorgähalt» bei einer Autobahnraststätte erreichten wir Bière um 10.45 Uhr. Da unsere Rangeure erst ab 13.30 Uhr Gültigkeit hatten, konnten wir in aller Ruhe zur Waffenkontrolle gehen und das Mittagessen à la carte einnehmen.


Nun folgte der Hammer, nicht nur bei uns hat es frühmorgens gewittert, hier in Bière brauste zusätzlich ein kleiner Orkan über das Festgelände und zerstörte ausgerechnet jenen Zeltsektor in welchem unsere Scheiben standen.


Für einige war es nun vorbei mit der seriösen Vorbereitung auf den Kranz zum anhängen, aber für einen rund ums Auge reichte es allemal. So mussten wir uns in Geduld üben, bis am Abend kurz vor «Ende Feuer» die Gelegenheit kam, den einen oder andern Stich doch noch zu schies-sen. Ob die überlange Warterei, oder das Schonen der neuen Leibchen schuld war an der eher mässigen Kranzausbeute, möchte ich an dieser Stelle nicht beurteilen. Trotz dieser Laune der Natur, war es den Umständen entsprechend ein gelungener Auftakt des SV Thalheim an diesem ersten Tag. Um 20.00 Uhr bezogen wir in der Kaserne unsere Betten, danach stand das fakultative Nachtessen im Ausgangsrayon Bière auf dem Programm, mit dem anschliessenden wohl-verdienten Ausgang bis um halb-?? Uhr.

Samstag 8.7.2000

Da wir am Samstagmorgen endlich eine eigene (Matt?)-Scheibe hatten, erfolgte die Tagwache bereits um 6.30 Uhr. Glücklicherweise war nicht «Anton» der Feldweibel. Im Festzelt wurde ein Cafe complet angeboten. Ab 7.30 Uhr hatten die letzten Matcheure Gelegenheit doch noch zu reüssieren, und das Fest würdig zu beenden. Nach dem Mittagessen fand das obligate Fotoshooting statt, kaum waren die drei weissen Tauben im Kasten, wurde sämtliches Gepäck, auch jenes vom Fundbüro, im Bus verstaut. Nun war es wieder soweit, unser Steh-Auf-Reiseleiter «Anton aus Tirol» übernahm die Verschiebung auf den 1609 Meter hohen Chasseral. Nachdem wir uns frisch gemacht hatten, wurde das individuelle Nachtessen genüsslich verspiesen. Um den Abend humorvoll ausklingen zu lassen, jagte von nun an ein Witz den anderen bis um halb-?? Uhr.

Sonntag 9.7.2000

Da das Chasseralwetter auch nicht den besten Eindruck hinterliess, zogen wir es vor, uns von den diversen «Wettkämpfen» zu erholen, und blieben etwas länger im warmen Bett. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg an die Französische Grenze, genauer nach Réclère. Nach einem reichhaltigen und sehr feinen Mittagessen, besichtigten wir, unter Führung einer charmanten Dame von der unser Colonel so entzückt war, die bekannten Höhlen dieser Ortschaft. So um 15 Uhr galt es, langsam den Gedanken zu hegen die Heimreise anzutreten. Doch als die Ortschaft Zwingen im Kanton Baselland auftauchte musste «Anton» zwingend einen Stop einlegen, um sich ein letztes mal zu stärken. Nun ging’s aber zügig vorwärts, oder besser gesagt heimwärts. Denn bei der Filiale (Milchhütte) des Ex-Jungschützenleiters erwartete uns freundlicherweise der Turnverein Thalheim und spendierte einen Apéro. Anschliessend wurde im Restaurant Brückenwaage das letzte Geld, welches man im Auszahlungsstich gewonnen hatte, an den Mann gebracht. Übrigens, das nächste Eid-genössische Schützenfest soll, so fern man den vagen Aussagen glauben schenkt, im Jahre 2005 in Frauenfeld stattfinden.


M. Schmid

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