Computerecke: Shoppen im Internet

Computerecke

Einkaufen im Internet? Haben Sie so was schon einmal gemacht?

Wenn ja, gehören Sie vermutlich zu der Minderheit. Warum? Erstens, weil immer noch die Mehrheit der Leute keinen Internetanschluss haben und zweitens, weil viele Angst vor Sicherheitslücken haben.


Welche Möglichkeiten gibt es denn um Einkäufe im Internet zu tätigen? Die einfachste Variante ist das Ausfüllen eines einfachen Mail-Formulares (zu gut Deutsch: einen Brief schreiben) und dies dem Lieferanten zu senden.


In diesem Mail sind nur die Artikel angegeben und die Liefer-/Rechnungsadresse. Somit eigentlich keine verfänglichen Daten. Der Lieferant sendet seine Ware via Post, CargoDomizil oder irgend einen Kurier. Die Rechnung wird entweder gleich mitgesandt oder nachgeliefert.


Wer ist der Risikoträger? Beide! Bestellen kann irgendwer auf Ihren Namen und der Lieferant gibt sein Produkt auf «Kredit» heraus.


Was gibt es für weitere Mög­lichkeiten? Eine weitere ist z.B. mittels Kreditkarte. Ja, ja! Ich sehe bereits Ihren Adrenalinspiegel hochschnellen. Meine Kreditkartennummer via Internet bekannt geben? «Ist der denn vom Wahnsinn umzingelt?»


Nein. Ist er nicht! Sind Sie Besitzer einer Kreditkarte? OK! Sie gehen in ein Restaurant und bezahlen mit Ihrer Kreditkarte. Was macht der Kellner? Er nimmt die Karte und entfernt sich von Ihrem Tisch! Nennen Sie das sicher? Wenn ja, können Sie hier aufhören zu lesen, wenn nein


In Amerika gibt es sogar die Variante in den Hotels, dass Sie die Kreditkarte beim Einchecken abgeben und ein Blanko-Beleg wird mit Ihren Kreditkartendaten erstellt.


Spätestens jetzt sollten sich Ihre Nackenhaare endgültig aufgestellt haben? Nicht? Dann scheint Ihnen noch nie was passiert zu sein. Wenn doch, senden Sie und doch ein Beispiel dazu.


Nun gut, ich bestelle seit einigen Jahren immer wieder Artikel über das Internet. Dies sind vor allem Software-Produkte für meinen Computer oder spezielle Artikel, die es in der Schweiz meistens nicht gibt.


Alle Produkte, welche z.B. für die Erstellung dieser Dorfposcht und der zukünftigen Homepage der Gemeinde verwendet werden sind via Internet bestellt und bezahlt worden.


Schlechte Erfahrungen gemacht? Jein. Eine Fehlbuchung gab es bisher nur eine. Ich hatte eine Software bestellt und musste die ganze Bestellung mit einem Maus-Klick bestätigen. Soweit so gut. Nun gibt es Internet-Shops, welche die eingetragenen Daten sofort überprüfen wollen. Wenn man nun aus Versehen oder absichtlich nochmals den selben Maus-Klick betätigt ist es passiert. Der Computer kennt ja nur 0 oder 1, respektive Ja/Nein, und das war’s. Die Kreditkartenprüfung und Abbuchung ist zweimal aktiviert worden (nicht die Bestellung).


Der ganze Irrtum konnte aber via Kreditkarteninstitut korrigiert werden.


Einen weiteren kuriosen Fall, welcher aber nicht die Kreditkarte betrifft, hatte ich gerade neulich. Ich hatte einen Artikel in Argentinien bestellt. Mit dem Internet ist Argentinien ja so nahe, aber warum ruft mich jemand aus Graz an? Ganz einfach, weil die Argentinier aus mir unerklärlichen Gründen (Austria kommt im Alphabet vor Switzerland) das Paket nach Thalheim in Österreich gesandt hatten!


Ist nun die Bezahlung mit Kreditkarte über das Internet sicher? Sie erwarten doch nicht ein ja von mir? Grundsätzlich ist es sicher. Wie aber im ganzen Leben sind die Scharlatane in grosser Zahl vorhanden und es ist jeder Sicherheitscode, egal wie hoch die Verschlüsselung ist, anfällig auf Hacker. Es ist immer eine Frage der Dauer und des Aufwandes, welcher ein Hacker betreibt.


Sobald Sie eine Verbindung von Ihrem Computer in das World Wide Web aufbauen machen Sie eine Türe für potentielle Chaoten auf. Doch sind die an Ihnen interessiert?


Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei Ihnen eingebrochen wird, oder dass Sie im Urlaub ausgeraubt werden?


Es gibt immer ein Restrisiko! Wichtig ist die Vernunft walten zu lassen und das zu machen, was man für richtig hält.


Ich arbeite schon lange mit Computern und erledige seit den Anfängen des Internet-Bankings meine Zahlungen nur noch über den elektronischen Weg. Bisher gab es nie Probleme.


Was ich aber, zumindest in naher Zukunft, nie tun werde, ist meine Lebensmittel via Internet bestellen!


Wie schön rot sehen die Tomaten aus! Ach, wie leuchtend Orange sind die Karotten! Aber kann man auch via Internet daran riechen oder drauf drücken?


Ich gehe dazu lieber direkt in den Laden, auch wenn das Gemüse auch da manchmal keinen Geschmack mehr hat, weil es nie das braune Ding namens Erde gesehen hat, und zu jeder erdenklichen Jahreszeit zu kaufen ist


ebu

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