Tomaten – nicht nur ein schöner Farbklecks auf dem Teller

Die Tomate ist eine sehr alte Pflanze und gehört zur Familie der Nachtschattengewächse.

Sie stammt ursprünglich aus Mittel- und Südamerika. Von verschiedenen Völkern, unter anderem den Mayas wurde sie 200 v.Chr. bis 700 n.Chr. als sogenannte «xitomatl» kultiviert. Um das 15. und 16. Jahrhundert tauchte die Tomate dann vor allem in Italien auf unter den verschiedensten Namen: Pomi dòro (goldener Apfel), Mala aurea, pomi del Peru (peruanischer Apfel), pomme d'Amour, pommim amoris (Liebesapfel). Im 17./18. Jahrhundert war die Tomate vor allem als Zierpflanze bekannt.

Im Buch «The Complete Herbal» wird jedoch erwähnt, dass in Italien die Früchte gegessen wurden. 1873 an der Weltausstellung in Wien wurde die Tomate vorgestellt, und um 1900 fand man auf Wiener Märkten, die «Paradeiser».

Erst im Jahre 1945 hielt die Tomate in Deutschland Einzug.

Der Name Tomate ist erst seit dem 19. Jahrhundert bekannt und wird vom Namen «xitomatl» abgeleitet und heute wird die rote Frucht als Gemüse bezeichnet, die eigentlich eine Beere ist. Je nach Sorte ist sie klein wie eine Kirsche und sie kann bis zu einem Durchmesser von 13cm und mehr haben. Zum Beispiel das «Ochsenherz» oder die «Berner Rose» haben schon beachtliche Grössen.

Es gibt unzählige Sorten Tomaten: Fleischtomaten, Flaschentomaten, Strauchtomaten in verschiedenen Formen und Farben, es sind nicht alle Tomaten rot es gibt auch gelbe, dunkelrote, grün gestreifte, marmorierte, orange und noch viel mehr.

Viele Sorten werden neu gezüchtet, die noch haltbarer sein sollen um die langen Transporte zu überstehen.

In der heutigen Zeit werden Tomaten oft auch in unseren Breitengraden auf Hors-sol Kulturen angebaut. Das mag für die Grossverteiler ein Vorteil sein, denn diese Tomaten sollen länger haltbar sein. Oft geht es auf Kosten des Geschmacks.

Doch für mich ist eines klar, eine Tomate aus der Region, im Garten und in der Erde gewachsen, schmeckt mir besser. Wir in der ländlichen Umgebung haben dieses wertvoll Fruchtgemüse ja sozusagen vor der Nase.

Es gibt doch nichts Besseres als in eine sonnengereifte frisch gepflückte Tomate zu beissen.

Doch ob man sie frisch geniesst, als Salat oder ob man sie kocht, zu Sauce oder Suppe verarbeitet, sie ist auf unseren Speisezetteln fast nicht mehr wegzudenken.

Die Tomate ist aber nicht nur ein schöner Farbklecks auf unserem Teller, sondern hat nebst 95% Wasser auch noch Vitamine wie A, B1, B2, C, E, sowie Mineralstoffe und Spurenelemente.

Um die Tomate zu schälen, schneidet man sie kreuzweise ein und legt sie kurz in kochendes Wasser. Wenn sie ein wenig abgekühlt ist, lässt sich die Haut gut abziehen. Den Blütenansatz sollte man wegschneiden. Denn erstens sind die Teile hart und man sagt, dass sie für die Gesundheit nicht sehr gut sind.

Aufbewahren sollte man Tomaten nicht im Kühlschrank, sondern an einem feuchten, etwa 13 bis 18 Grad kühlen Ort. Auch sollten die Tomaten getrennt von anderem Gemüse gelagert werden, da diese durch die Ausscheidung von Ethen schneller verderben können. Ich wünsche allen Lesern und Leserinnen viel Freude beim Verarbeiten und geniessen der Tomaten. «Än Guete»

pr

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