Zum Titelbild: Erdbeere

«Königin» der Beerenarten wird sie oft genannt zu Recht, denn sie ist eine der beliebtesten Obstsorten der heutigen Zeit. Sie ist keine echte Beerenart, sondern eine Scheinfrucht, gehört deshalb botanisch zu den Rosengewächsen. Die Erdbeere steht für Wellness und Wohlbefinden und deshalb Gesundheit weil sie voll gepackt ist mit Vitaminen und Mineralien. Sie kann mit ihrem Gehalt an Vitamin C mit der Zitrone konkurrieren, 60 mg pro 100 g. Die süsse, rote Powerfrucht kann man geniessen ohne Reue. Die Samen sind reich an Mineralstoffen die man bei der Erdbeere mitisst, es sind die gelblichen Nusskörnchen auf der Haut.

Mit ihren vielen guten Inhaltsstoffen ist sie ein guter Gesundheitsförderer.

Die kleinen Walderdbeeren sind die Vorfahren der heutigen grösseren Früchte die häufig Ananas-Erdbeeren genannt werden. Erste Funde der Walderdbeeren gehen bis in die junge Steinzeit zurück. Schon in der Antike wurde die Qualität der kleinen Walderdbeeren angepriesen.

Der botanische Name «fragaria» kommt vom lateinischen Wort «fragare» und heisst übersetzt «duften».

Ein schwedischer Botaniker hat noch das Wort «vesca» dazugefügt, dass vom Wort «versusa» (essbar) stammt oder vom lateinischen «vescus» (zehrend). Darum heisst die Erdbeere so, weil sie eine Frucht ist, von der man nicht satt wird, da sie sehr kalorienarm ist. Im Mittelalter kannte man nur die Walderdbeeren die immer noch ziemlich klein waren. Französische Siedler fanden, nach der Entdeckung der neuen Welt, entlang vom kanadischen Sankt Lorenz-Stromes Erdbeeren die gross waren und genauso gut schmeckten.

Sie wurden «Amerikanische Scharlacherdbeeren» genannt und verbreiteten sich schnell.

Unsere heutigen Erdbeeren stammen aus Übersee und entstanden aus der Kreuzung der amerikanischen Scharlacherdbeere und einer Sorte aus Chile, welche die «Schönen von Chile» genannt wurden. Diese «Schönen aus Chile» sahen ganz anders aus, sie hatten blaugrüne Blätter, behaarte Stengel und Früchte die so gross waren wie ein Hühnerei und göttlich schmeckten. Durch diese Kreuzung entstand die Ananaserdbeere die heutige Gartenerdbeere (fragaria ananassa).

Inzwischen gibt es über tausend Sorten, die unterschiedlich sind in Bodenansprüchen, haben verschiedenes Aussehen und jede einen anderen Geschmack. Leider ist es heutzutage nicht mehr so wichtig, dass der Geschmack gut ist, sondern je grösser und schöner von aussen desto besser, doch der Geschmack bleibt auf der Strecke. Viele traditionelle Sorten verschwinden aus dem Angebot weil sie zu empfindlich und nicht schön genug sind.

Die zarten Beeren müssen vorsichtig transportiert werden und kühl gelagert werden (am besten im Gemüsefach vom Kühlschrank). Wenn sie gewaschen werden, sollte man Stiel und Blätter erst danach entfernen, sie bekommen sonst einen wässerigen Geschmack. Frische Erdbeeren mit Zucker oder Schlagsahne gehören im Sommer zu den beliebtesten Desserts, man sollte jedoch die Erdbeeren erst kurz vor dem Servieren zuckern da sie so zu viel Saft verlieren und weich und matschig werden können.

Es lohnt sich auf jeden Fall zu warten bis die einheimischen Erdbeeren reif sind, weil sie richtig ausreifen können und so den besseren Geschmack habe

rr

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