Kraut und Unkraut

Der Löwenzahn wächst aus der noch Winternassen etwas verschlafenen Erde langsam in den Frühling. Der Name Löwenzahn kommt von der Form der Blätter. Die übrigens keines wie das andere ist. Die Pflanze hat Pfahlwurzeln und ist sehr widerstandsfähig.

Die ersten zarten Blätter kann man schon pflücken und für Salat oder Gemüse verwenden. Ein gutes Mittel zur Blutreinigung und Frühjahrsentschlackung.

Wenn dann die Blüten aufgehen, ist das wie kleine Sonnen in der Natur, und es hellt die Seele auf.

Auch wenn viele Leute den Löwenzahn nicht mögen und ihn ausreissen, ist er doch ein altes Heilmittel. Schon in Heilbüchern des 16. Jahrhunderts wurde erwähnt, das Löwenzahn gut für die Seele sei, um Erstarrungen und Stauungen aufzulösen.

Bei Regen verschliesst sich die Blüte, und man kann manchmal nicht erkennen, ob sie nur zu ist oder schon verwelkt.

Nach kurzer Zeit verblüht der Löwenzahn und verwandelt sich in weisse zarte Kugeln, und der Wind trägt die weissen «Schirmchen» in die Welt hinaus.

Für die Heilkunde werden Blüten, Blätter und Wurzeln verwendet, auch die weisse Milch in den Stengeln.

Der Löwenzahn wird bei Leberfunktionsstörungen angewendet. Auch bei Gallenbeschwerden, Rheuma, Gicht, Stoffwechselkrankheiten und vielem mehr.

Zum Schluss noch ein Rezept für Löwenzahnhonig:

Etwa vier gehäufte Handvoll Löwenzahnblüten in einer Schüssel mit einem Liter Wasser bedeckt über Nacht stehen lassen. Am Morgen einmal kurz aufkochen und absieben.

Dem Sud ein Kilogramm Zucker und den Saft von zwei Zitronen beigeben. Auf kleinem Feuer zwei bis drei Stunden eindicken lassen.

Abgefüllt in gereinigte Gläser hält sich dieser Honig gut ein Jahr. Er hilft auch gegen Husten.

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