Aus der Natur

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Fische im Kanton Zürich

Im «Neuen Fischatlas des Kantons Zürich» sind insgesamt 29 aufgeführt. Einige davon sind vom Aussterben bedroht. Die verschiedenen Fischarten stellen unterschiedliche Ansprüche an ihren Lebensraum. Dementsprechend leben sie auch in verschiedenen Biotopen.


Nachdem ich in der letzten Ausgabe der Dorfposcht von den Problemen, mit denen die Fische in unseren Gewässern konfrontiert sind, geschrieben habe, möchte ich nun über die Fische selber schreiben. Bevor jedoch auf die einzelnen Arten eingegangen werden kann, sollen die verschiedenen Lebensräume etwas näher beschrieben werden.

Seen, Kleinseen, Bäche und Flüsse

Die augenscheinlichsten Unterschiede sind stehende Gewässer (Seen) und Fliessgewässer (Bäche und Flüsse). Die Fliessgewässer werden in verschiedene Regionen eingeteilt. Benannt werden sie nach den sogenannten Leitfischen.

Forellenregion

Die oberste Region (Quellgebiet) zeichnet sich aus durch klares, sauerstoffreiches Wasser mit starker, in den Berggebieten gar reissender Strömung. Die Temperatur liegt im Sommer bei zehn bis 18 Grad Celsius. Im Winter vier bis zehn Grad. Der Grund ist hauptsächlich steinig, kiesig und in den tieferen Kolken sandig. Dies sind die idealen Voraussetzungen für die Bachforelle.


Neben ihr leben hier auch Groppen, Elritzen und Gründlinge. Sie dienen der Forelle zum Teil als Nahrung. Je nach Beschaffenheit des Gewässers kommen hier auch andere Edelfische vor zum Beispiel die Regenbogenforelle und in den Alpengewässern der Saibling. Larven von Insekten, Flohkrebse, Anflugnahrung und kleine Schnecken sind das etwas spärliche Nahrungsangebot der Forellenregion

Äschenregion

Nach der Forellen- folgt die Äschenregion. Das Wasser ist hier tiefer mit Kolken und ruhigeren Buchten. Die Strömungsgeschwindigkeit ist geringer als in der Forellenregion. Bei Temperaturen von knapp über zwanzig Grad im Sommer und vier bis acht Grad im Winter ist das Wasser immer noch sauerstoffreich.


Obschon auch hier Forellen und Saiblinge leben, ist die Äsche der Leitfisch. Hier liegen auch die Laichgründe der Lachse (Auf diesen Punkt werde ich in einem späteren Bericht eingehen). Bei uns sind hier auch Weissfische wie Nase, Hasel und Alet in der Äschenregion zu finden. Seltener leben hier auch Hecht und Trüsche, die allerdings als Räuber verschrien sind und deshalb nicht so gern in dieser Region gesehen werden. Elritze, Schmerle und Gründlinge leben auch in dieser Region.


Fortsetzung folgt in der Dorfposcht Nummer 69.


jro

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