Gedankenflug: Ob das Amulett gewirkt hat?

Bei einer Tasse Kaffee hat mir kürzlich meine Freundin Franziska von einem Erlebnis erzählt, das sie von einer Sekunde auf die andere in eine tiefe Nachdenklichkeit gestürzt hat: Sie war unterwegs in der Stadt und hatte sich eben geärgert über eine unfreundliche Verkäuferin und darüber, dass es das gesuchte Ersatzteil für ihre Küchenmaschine nicht mehr gab. Es hatte geregnet. Als sie über den Petersplatz ging, rutschte sie auf liegen gebliebenen nassen Blättern aus und schlug mit dem Kopf hart auf dem Boden auf. Sie blieb liegen und konnte sich nicht rühren. Vor Schreck – oder weil sie am Ende eine Rückenverletzung hatte? Sie wusste es nicht. Rasch standen Menschen um sie herum, die versuchten sie zu beruhigen. Die Ambulanz kam, man verpasste ihr sorgfältig einen hohen steifen Halskragen, legte sie auf eine Transportbahre und schob sie in das Krankenauto. Alles nahm seinen Lauf, sie hatte dazu nichts zu sagen. Um es kurz zu machen: Sie hat Glück gehabt. Eine dicke Beule, ein paar Schrammen am Ellbogen, Schmerzen im Kopf und am Hals, aber keine ernsthaften Verletzungen. Körperlich jedenfalls nicht. Doch in ihr drin sah es anders aus.

Wie hatte sie sich ein paar Minuten vor dem schmerzhaften Sturz noch geärgert über Kleinigkeiten des Alltags. Als sie da am Boden lag, durchkreuzten ganz andere Gedanken ihren Kopf. Was wenn ich eine Verletzung im Rücken habe und gelähmt bin? Was wenn ich einen Schädelbruch habe und nachher nicht mehr richtig ticke? Wenige Tage später, als das Gstürm vorbei war und sie wieder normal funktionierte, erinnerte sie sich an diese ersten Gedanken. Und sie verfolgen sie seither. Wie schnell geht es, dass sogenannt «Wichtiges» wie ein Ersatzteil für die Küchenmaschine gänzlich nebensächlich wird. Da merkt man schlagartig, was wirklich zählt. Von einer Sekunde zur anderen kann alles ganz anders sein.


Und noch etwas sagte mir Franziska: «Weisst du, eigentlich glaube ich ja nicht an Dinge wie Amulette und Schutzengel. Aber ich hatte an diesem Tag ein winziges Amulett in der Tasche, das mir vor Jahren eine gute Kollegin von Einsiedeln mitgebracht hat. Keine Ahnung, warum ich es gerade in diese Tasche gelegt, und warum ich gerade diese Tasche dabei hatte. Ob das kleine Amulett doch gewirkt hat? Oder vielleicht auch der weisse Schutzengel, welcher seit wenigen Wochen bei mir auf dem Schrank sitzt? Auch ein Geschenk von einer Freundin, damit er auf mich aufpasst. Ob Schutzengel doch nicht nur Filmfiguren sind?» Franziska sieht nämlich fürs Leben gern romantische Filme mit Schutzengeln, mit Verstorbenen, die zurück auf die Welt kommen – dabei vergiesst sie dann zwei, drei Tränen. Tja, und wenn es sie doch gibt, die Schutzengel?


Ursy Trösch

Termine von November bis Februar 2011

November 2010

Fr 26.

Erscheinungsdatum der Dorfposcht Nr. 114

Fr 26.

Mittagstisch im Restaurant Kreuzstrasse in Altikon

So 28.

1. Advent

So 28.

Abstimmungssonntag

Dezember 2010

So 5.

2. Advent, 9.30 Uhr, Gottesdienst in Thalheim, Mitwirkung der Blockflötengruppe «Brimbasg»

So 5.

Konzert u. Gedichte zur Weihnacht: Fabio di Casola, Klarinette; Alena Cherney, Klavier; es liest M. Hopsch

Mo 6.

Samichlaus

Di 7.

Blutdruckmessen, Spitex, 14-15 Uhr im Chileträff, im Soussol des Gemeindehauses

Do 9.

Gemeindeversammlung, Politischen Gemeinde 20.15 Uhr, anschliessend ref. Kirchgemeinde, in der Aula

So 12.

3. Advent, Kolibri-Weihnachtsfeier, 17 Uhr in der Kirche Thalheim

So 19.

4. Advent, 9.30 Uhr, offener Sing-Gottesdienst in der Kirche Thalheim

Fr 24.

Beginn der Weihnachtsferien (Schule)

Fr 24.

Heilig Abend, 22.30 Christnachtfeier in der Kirche Altikon

Sa 25.

Weihnachtsgottesdienst um 09.30 Uhr in der Kirche Thalheim

Fr 31.

Mittagstisch um 12 Uhr in der Winkelstube, Anmeldung an Brigitte Wettstein (052 338 10 20)

Januar 2011

Sa 1.

Neujahrsgottesdienst um 10 Uhr in der Kirche Thalheim

Sa 1.

Abendunterhaltung, Turnverein Thalheim

Di 4.

Blutdruckmessen, Spitex, 14-15 Uhr im Chileträff, im Soussol des Gemeindehauses

Fr 7.

Ende der Weihnachtsferien (Schule)

Sa 8.

Abendunterhaltung, Gemischter Chor Thalheim

So 9.

Winter-Kreisschiessen in Truttikon, SV Thalheim

Mi 12.

Redaktionsschluss, Dorfposcht Nr. 115.

Sa 15.

Skitag, Jugi und Meitliriege, TV Thalheim

Fr 28.

Erscheinungsdatum der Dorfposcht Nr. 115

Fr 28.

GV Gemischter Chor

Sa 29.

Skiweekend, TV / MR / SV

Februar 2011

Di 1.

Blutdruckmessen, Spitex, 14-15 Uhr im Chileträff, im Soussol des Gemeindehauses

Eingesandt: Biodiversität in der Landwirtschaft

Eine Silbermedaille im nationalen Wettbewerb «Biodiversität in der Landwirtschaft» ging nach Feldi zu Heinz Ernst, Fide Meyer und Andy Widmer mit dem Projekt «Hochstamm Obstsortengarten Feldi»

Was ist Biodiversität? Wie fördern wir sie im Obstsortengarten?

Der Begriff Biodiversität bedeutet «Vielfalt des Lebens» und umfasst somit alles, was auf der Erde lebt. Sie zeigt sich auf drei Ebenen: in der Vielfalt der Gene, der Arten und der Lebensräume.

Wir haben sie: Genetische Vielfalt im Obstgarten

  • 111 alte robuste Obstsorten (Äpfel, Birnen Kirschen, Zwetschgen), jeder Baum eine andere.
  • Sorte, eine zukünftige Gendatenbank für Pro Specie Rara.
  • Artenreiche Blumenwiese aus einheimischem Saatgut: 14 einheimische Gräser und 53 Blumenarten, wobei wir zusätzlich die bedrohten Arten Grasplatterbse, Felslöwenzahn und Knolliger Geissbart beigemischt haben. Vor etwa fünfzig Jahren war dieser Wiesentyp (die sogenannte Fromental-/Goldhafer-wiese) im Mittelland die klassische Heuwiese. Heute ist sie leider fast vollständig verschwunden.
  • 21 einheimische Wildrosenarten, d.h. 21 verschiedene Hagebuttensorten.
  • Wildsträucher in Heckenabschnitten aus Samen einheimischer Arten (Forstbaumschule Lobsigen), nicht aus Stecklingen. Dies erhöht die Vielfalt innerhalb einer Art: dadurch sind fünf Sträucher der gleichen Art nicht einfach identische Fünflinge, sondern so verschieden wie Geschwister derselben Eltern.

Wir haben sie: Eine grosse Artenvielfalt

Wir fördern sie aktiv im Obstgarten durch folgende Massnahmen

  • Wiesenmanagement: Keine Düngung der Wiese: d.h. langsam wachsende und kleinwüchsige Pflanzen haben so auch eine Chance. Keinerlei Einsatz von Pestiziden, auch nicht im Biolandbau erlaubte Mittel. Zeitlich und räumlich gestaffelter Schnitt der Wiese: dadurch verbleiben immer genügend Blütenpflanzen für Nektar suchende Insekten und Schmetterlinge, es bleiben Futterpflanzen für Raupen nach der Eiablage und für zahlreiche Lebewesen Schutz vor Fressfeinden. Wir lassen bewusst auch Altgrasstreifen stehen: der Schachbrettfalter braucht ältere Gräser zur Eiablage. Wir lassen mindestens 6-8 Wochen Abstand zwischen Heuen und Emden, damit für die Entwicklung der Heuschrecken von der Larve zum erwachsenen Tier (sie häuten sich mehrmals), ein genügend grosser Zeitraum bleibt. Wir mähen mit hochgestelltem Balkenmäher. Für diesen schonenden Wiesenschnitt erhält der Landwirt neuerdings Zusatzbeiträge. Die Blumenwiese entwickelt sich prächtig: Frühlingsschlüsselblumen im 2009 am 3 Orten, im 2010 am 13 Stellen, Klappertopf im2010 erstmals gefunden.
  • Wir haben zahlreiche Nistkästen für Höhlenbrüter aufgehängt. Einige Kästen kleben wir bewusst bis Mitte April zu. Zugvögel wie Trauerschnäpper und Gartenrotschwanz (beides Zielarten im Obstgarten), die später zurückkehren, sollen nicht alle Wohnungen schon besetzt von Meisen und Feldspatzen vorfinden.
  • Die sieben Heckenabschnitte enthalten einen hohen Anteil an Dornensträuchern. Wir fördern damit den Neuntöter und die Dorngrasmücke. Dornensträucher schützen wirkungsvoll gegen Katzen und Marder.

Es kreucht und fleucht im Obstgarten

  • Ein Biologe zählte mindestens neun Heuschreckenarten.
  • Zahlreiche Wiesenameisenhaufen. Ameisen sind nicht nur wichtig als Nahrungsquelle für Obstgartenvögel (für den Grünspecht sogar Hauptmenu!), sondern auch für die Verbreitung von Samen. Weiter brauchen Bläulinge, eine vielfältige Gruppe von Schmetterlingen, Ameisen für ihre Entwicklung: Die Raupe lässt sich nach dem Schlüpfen aus dem Ei von ihrer Futterpflanze fallen, lockt am Boden mit Duftstoffen Ameisen an, die das Räuplein in ihr Nest tragen und dort während der Entwicklungszeit zur Puppe «melken». Dabei merken sie nicht, dass die Raupe sich von der Ameisenbrut ernährt.
  • Viele Wildbienen-, Hummeln-, Wespenarten, Hornissen, Käfer, Nützlinge aller Art.
  • Viele Netzspinnenarten (sie gelten als Indikatorarten zur Bestimmung der Biodiversität).
  • Im Biotop: Wasser- und Teichfrösche, Bergmölche, die selteneren Teichmölche und sogar die sehr seltenen Kammmölche. KARCH Schweiz = Koordinationsstelle Amphibien und Reptilien Schweiz, besuchte uns deshalb. Diesen Sommer entdeckten wir den seltenen Grossen Wasserkolbenkäfer. Weiter fliegen 9 Libellenarten.

Wir haben sie: vielfältige Lebensräume dank Kleinstrukturen

Es sind dies Hecken mit Altgrasbeständen, Wiesenabschnitte mit Altgrasstreifen, zwei grosse Wildbienen-hotels, zwei grosse sogenannte Echsenburgen (Steinhaufen als Lebensraum für Amphibien und Reptilien), mehrere grosse Ast- und Heuhaufen, angrenzendes Biotop mit Naturgarten, Trockenmauer. Wichtig: ungeteerter unversiegelter Vorplatz, Kletterpflanzen, Nistkästen.

Biodiversität zahlt sich für Landwirte aus und ist Gold wert für uns alle

BirdLife Schweiz und die Vogelwarte Sempach waren massgeblich daran beteiligt, dass in der Ökoqualitätsverordnung 2010 der Strukturreichtum, der schonende Umgang bei der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Fläche und auch die angrenzende Umgebung mit all ihren Strukturen bei der Bewertung mit einbezogen wird.


Fide Meyer, Andy Widmer, Feldi

Titel: Wilde Saison

Früher jagten die Menschen die Tiere nicht nur der Nahrung wegen. Man verwendete auch Knochen, Fell und Hörner um daraus Werkzeug, Kleider und Schmuck herzustellen. Bis ins Mittelalter wurde die Jagd immer mehr zum Privileg des Adels. Aus dieser Zeit stammt auch die Unterscheidung zwischen «Hochwild» und «Niederwild». Hochwild, wie Hirsche und Wildsau waren dem Adel vorbehalten, Niederwild, wie Hasen und Rehwild dem gemeinen Volk. Heute dient die Jagd als Nahrungsbeschaffung von qualitativ hochwertigem Wildfleisch.

Der Sammelbegriff Wild wird nach dem äusseren Erscheinungsbild in Haar- und Federwild unterteilt. Gamswild, Reh, Hirsch, Wildschwein, Wildschaf und Wildkaninchen gehören zum Haarwild. Alle gefiederten jagdbaren Wildtiere wie Fasan, Rebhuhn, Truthahn, Wachtel oder Wildenten gehören zum Federwild. Das ausgezeichnete magere und würzige Fleisch ist sehr beliebt in der Wildküche.


Wildfleisch ist etwas vom Gesündesten, was wir in Sachen Fleisch essen können. Die Tiere haben bis zum Schluss natürlich und frei gelebt. Selbst Treibjagden mit Hunden, so schauerlich sie sich mancher Stadtbewohner vorstellen mögen, stellen für unser Wild eine natürliche Situation dar, denn auch von Wölfen, Luchsen und Bären werden Wildtiere gehetzt. Ihr Fleisch ist fettarm und frei von Schadstoffen, dazu ist es reich an Mineralstoffen wie Kalium, Phosphor, Eisen, Kupfer und Zink und den Vitaminen B1 und B2. Fleisch von jungem Wild ist sehr leicht verdaulich. Junges Wild Geflügel ist sogar für Schon- und Diätkost geeignet, daher ein Teil einer zeitgemässen und gesunden Ernährung.

Nur etwa ein Prozent macht der Anteil von Wild am gesamten Fleischkonsum in der Schweiz aus. Davon stammen nur zwanzig Prozent aus der Schweiz, der Rest aus Nachbarländern, Osteuropa und selbst Neuseeland! Nur ein Prozent allen Wildfleisches aus der Schweiz ist Federwild.


Das beste an der Geschichte ist doch, dass wir hochwertiges Wildfleisch direkt vor unserer Nase angeboten bekommen.

Im Laufe dieses Jahres haben wir versucht, Ihnen, liebe Dorfposcht Leser- und Leserinnen, saisonale, hochwertige und feine Lebensmittel von unserer Region näher zu bringen.

Welch Glück wir doch haben, in einer Region zu leben, die uns so vieles Wertvolles bietet. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen eine wunderschöne Adventszeit, ein besinnliches Weihnachten und einen energievollen Start ins neue Jahr.


pr/cm

Turnfahrt des TV Thalheim

Samstag, 18. September 2010, besammelten wir uns um 5.15 Uhr in der Früh am Bahnhof Thalheim. Leider waren wir beim Treffpunkt nicht ganz vollzählig. Eine Person musste etwas Schlaf nochhohlen, daher konnten wir sie auch nicht per Telefon wecken und aus dem Bett locken. Und so ging die zwölfköpfige Truppe los.

Mit dem Zug und Bus fuhren wir nach Wilderswil, wo wir die Schynige Platte Bahn nahmen. Diese führte uns auf einer sieben Kilometer langen Strecke zur Bergstation Schynige Platte, 1967 Meter über Meer Natürlich durfte der morgendliche Kaffee nicht weggelassen werden, darum machten wir in Bern einen Zwischenhalt und gingen auf die Suche. Schlussendlich hatten nicht nur alle ihren Kaffee, Tee oder das zugehörige Gipfeli, nein auch eine Toblerone à 4,5 Kilogramm mit zwölf Zacken begleitete uns nun auf der Reise.

Noch zu erwähnen: getragen wurde sie, die ganze Reise durch, von einer Person! Zur Stärkung und Vorbereitung auf die erste Etappe zu Fuss mussten wir uns in der Schynige Platte Bahn stärken. Somit eröffneten wir unser Toblerone-Essen, was uns das ganze Wochenende begleitete. Angekommen auf der Bergstation ging es los.

Der erste Stopp war die Männdlenen Hütte. Dort gab es Suppe, Würste, Getränke und zum Dessert natürlich wieder ein Zacken Toblerone. Auf dieser ersten Teilstrecke konnten wir verschiedene Stein- und Felsformatonen beobachten und auf das Seebecken des Brienzersee schauen. Leider war die Sicht manchmal durch Nebel und Wolken verdeckt und so konnten wir nicht immer alles in vollen Zügen geniessen.

Der Weg weiter führte auf das Faulhorn, 2686 Meter über Meer. Zwischendurch konnten wir Eiger, Mönch und Jungfrau bestaunen. Diese auch immer wieder mit Wolken umhüllt. Angekommen auf dem Faulhorn genossen wir einen Gipfelwein und schon ging es weiter Richtung Unterkunft.

Fast nur noch Abwärts gelangten wir, vorbei am Ufer des Bachalpsee, zum Bergrestaurant Waldspitz, 1919 Meter über Meer, wo wir uns einquartierten und den Abend verbrachten. Allgemeine Angaben zum ersten Tag: 719 Höhenmeter bis zum Faulhorn aufwärts, 767 Höhenmeter abwärts zum Bergrestaurante Waldspitz, etwa 6½ Stunden Wanderzeit!

Sonntagmorgen, 19. November 2010, 10 Uhr ging es weiter auf unserer Wanderung. Zum Glück war der Nebel weg und es hatte nur noch wenige Wolken am Himmel. So starteten wir in einen wunderschönen Wander-/Bergtag.

Die letzte Strecke zu Fuss führte uns auf die Bergstation First, 2168 Meter über Meer Die Sicht auf die verschiedenen Bergketten war herrlich. Nach einer kleinen Stärkung ging es zum Firstflyer. Dieser führte uns in 45 Sekunden 765 Meter abwärts mit einer maximalen Geschwindigkeit von etwa 84 Kilometer pro Stunde, 45  Meter über dem Boden. Nun waren sicherlich auch alle wieder wach und voller Adrenalin.

Die Gondel brachte uns zur Zwischenstation Bort. Dort genossen wir ein herrliches Sonnenbad mit feinem Essen. Weiter führte uns nicht die Gondel oder unsere Füsse nach Grindelwald, 1009 Meter über Meer, nein wir nahmen das Trottinett.

Am Anfang etwas vorsichtig, doch mit der Zeit immer risikofreudiger, fuhren wir den Berg hinunter. Das Trottinett abgegeben und unser Rucksack wieder gefasst, welcher wir beider Bergstation Fist abgeben konnten, ging es noch den letzten Weg zu Fuss durch das Dörfchen Richtung Bahnhof. Die letzte Etappe mit dem Zug meisterten wir zufrieden und etwas müde. Angekommen in Thalheim konnten wir auf eine gelungene Turnfahrt zurück schauen und uns beim Organisator Chrigel Metzger bedanken. Allgemeine Angaben zum zweiten Tag: 249 Höhenmeter aufwärts zu Fuss, 1159 Höhenmeter abwärts mit verschiedenen Hilfsmittel, etwa zwei Stunden Wanderzeit!

Manuela Bär

Eine Auszeichnung am Bärencup

Am 31. Oktober 2010 fand in Thalwil der Bärencup (Kantonale Jugendmeisterschaft) statt.

Auch Charlotte Schneider und Stephanie Möckli haben sich entschieden ihre «Gymnastik zu zweit» nochmals zu üben und am Wettkampf teilzunehmen. Fleissig haben sie sich erneut hinter ihre Vorführung gemacht, nochmals ein paar Änderungen angebracht und reisten motiviert nach Thalwil.

Nach einem längeren Aufwärmen und Vorbereiten starteten sie als letzte Vorführung am Wettkampf und mussten so nicht lange auf die Rangverkündigung warten. Gespannt warteten sie bis ihre Kategorie dran war und durften eine Auszeichnung in empfang nehmen. Sie erreichten den guten zehnten Rang von 23 Vorführungen, herzliche Gratulation unseren jungen Turnerinnen.


Die Rangliste ist auf www.ztv.ch unter «Resultate» und «Oktober 2010».


Daniela Bär

25 Jahre gemischter Chor

Das war Anlass für eine gemütliche Feier in der Winkelstube, nach einer verkürzten Chorprobe am 5. Oktober.

Die erste Präsidentin des gemischten Chores, Berti Graber, hat in ihren Erinnerungen und Unterlagen gegraben und einen kurzen Rückblick verfasst:


«Der Männerchor Dorlikon wurde am 29. Januar 1888 gegründet. Seit 1911 gab es in Thalheim auch einen Frauen und Töchterchor, der jedoch während des ersten Weltkriegs aufgelöst und 1921 neu gegründet wurde. In den 70-er Jahren, als der Männerchor immer weniger Mitglieder hatte, probten die beiden Chöre zusammen. Der Frauen und Töchterchor übte jeweils die erste halbe Stunde alleine, die Männer trafen sich zu einem gemütlichen Schwatz im Hausflur oder vor dem Schulhaus (heute Gemeindehaus) auf der Treppe vor dem Eingang. Anschliessend wurde zusammen geprobt. Auch die Auftritte, Festlichkeiten und Reisen wurden gemeinsam unternommen, doch die getrennten Vereinskassen erforderten stets eine komplizierte Aufteilung. So wurde im Jahr 1985 rege diskutiert ob es nicht sinnvoller wäre, die beiden Chöre zu einem Verein zusammen zu schliessen. Am 8. Oktober 1985 trafen sich die Mitglieder beider Chöre zu einer ausserordentlichen Vereinsversammlung an der die Vereinigung der beiden Vereine ins Auge gefasst wurde.


Kurz danach wurde abgestimmt und die Gründung des Gemischten Chores in die Wege geleitet. Am 16. Nov. 1985 feierten die Sängerinnen und Sänger den Zusammenschluss im Restaurant Thurtal in Altikon» (Berti Graber)


Heute hat der Verein 30 Aktivmitglieder, singt sich quer durch alle Stilrichtungen und ist immer für Neues und vor allem für Geselligkeit zu haben …


Auch Erfolge sind aufzuweisen. Die Abendunterhaltungen erfreuen sich wachsender Beliebtheit und treuen Besuchern. Auch schon war der Andrang so gross, dass in der Mehrzweckhalle noch zusätzliche Tische und Stühle herbeigeschafft werden mussten. Schöne Resultate erzielten wir auch an manchen Sängerfesten. In bester Erinnerung bleibt das kantonalen Chorfest in Horgen, wo unser Liedervortrag mit der Bestnote bewertet wurde.


Den Erfolg verdankt der Chor grösstenteils dem Chordirigenten Thomas Gutermann. Seit über fünfzig Jahren schwingt der ehemalige Dorflehrer in Thalheim den Taktstock. An der Feier zum 25-jährigen Jubiläum des Gemischten Chores in der Winkelstube wurde Thomas Gutermann für seinen Einsatz geehrt und mit grossem Applaus zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.


An dieser Stelle nochmals einen grossen Dank an den langjährigen Dirigenten, aber auch an die drei Präsidentinnen, Berti Graber, Ursula Epprecht und Andrea Kammacher, die den Verein in den 25 Jahren seines Bestehens wesentlich mitgeprägt haben! Selbstverständlich geht der Dank auch an all die Vorstands- und Vereinsmitglieder, die unzähligen Veranstaltungen organisiert und mitgewirkt, wunderschöne Reisen organisiert und natürlich mitgesungen haben!


Übrigens lieber Leser, können Sie singen ? – Ja,unter der Dusche.

Können Sie Noten lesen? – Nein.


Halten Sie sich gerne an etwas fest, das Ihnen Halt gibt? – Ja?


Dann sind sie bei uns genau richtig. Wir proben jeden Dienstagabend um 20 Uhr in der Aula des Schulhauses und würden uns über neue Sängerinnen und Sänger freuen!


Wollen Sie lieber erst mal zuhören? Unsere Unterhaltung findet am 8. Januar 2011 in der Mehrzweckhalle Thalheim statt. Thema: Bauer, ledig,sucht …


Wir freuen uns auf ihren Besuch!


Barbara Keller

Ein rasantes Chürbisfäscht

Weil dieses Jahr nicht sicher war, ob die «Mühli» in Gütighausen zur Verfügung steht, fand das Kürbisfest in der Aula im Schulhaus statt.

Als wir um 11 Uhr noch die letzten Dekorationen verteilten, trafen schon bald die ersten Familien und Gäste ein.


Das Highlight dieses Jahr war auf jeden Fall die Strassenrally. Die Kinder vom Dorf präsentierten tolle Gefährte und Verkleidungen, denn nicht nur wer am schnellsten war zählte, sondern auch die Originalität wurde bewertet. An der Rangverkündigung wurden, dank Sponsoren, tolle Preise vergeben.


Neben der Strassenrally hatten wir neu auch einen Spielbuss mit verschiedenen Spielsachen, Velos und Pedalos gemietet. Und da das Schulgelände bekannt und weitläufig ist, konnten sich die Kinder auch austoben.


Das Schlangenbrot backen am offenen Feuer ist auch immer wieder beliebt für die Kinder. Auch wenn dann meistens die Eltern mit dem Brot am Feuer ausharren müssen bis es fertig ist. In der Aula wurde ab 15 Uhr ein Kind nach dem anderen von Alexandra Ehrensberger geschminkt.

Der Ansturm war gross und so wurden einige schöne Verzierungen, Halloweenmotive etc. auf glückliche Kindergesichter gemalt.


Während die Kinder mit Freude spielten, konnten sich die Eltern in der Aula oder dank dem schönen warmen Tag auch draussen gemütlich hinsetzen.


Den Hunger stillte man mit einer feinen Kürbissuppe, Chäshörnli oder einer Wurst vom Grill stillen, und zum Dessert verschiedene Kuchen.


Nach einem schönen, sonnigen Tag und mit vielen zufriedenen Kindern ging das diesjährige Chürbisfäscht auch schon wieder zu Ende.


Vielen Dank auch den diversen Sponsoren und dem Dorvferein für ein schönes Fest.


rr


Die Rangliste des ersten Strassenrally am Kürbisfest in Thalheim 2010

  1. Fabian Müller mit dem Vehikel «Gartenzwerg»
  2. Alina Gut, «Jim Knopf»
  3. Yannic und Melina Edelmann, «Petterson und Findus»
  4. Kevin und Robin Gretler, «Panzer»
  5. Elia und Tim Müller, «Patrouille Suisse»
  6. Joel und Melanie Schleuss, «Speedies»
  7. Micha Gerber und Ramon Buchs, «Drachenflizer»
  8. Lisa Kläntschi, «Laroma»
  9. Jan Gutknecht, «Clown»
  10. Janik Wehrli, «Roter Flizzer»
  11. Kevin Silvestri, «Rennfahrer»
  12. Marco Gut, «Piranja»
  13. Felix Kläntschi, «Teenager-Lavaman»

Die Sponsoren des Kürbisfest 2010

Zürcher Landbank, Rickenbach
Rimmoplan AG, Thalheim
Landi, Dägerlen und Umgebung
VOLG Thaheim und VOLG Gütighausen
Petras Lädeli, Gütighausen
Knöpfel Reisen, Dinhard
SUVA, Winterthur
MPO Metallbau GmbH, Koni Müller, Ossingen
FLAWA AG, Flawil

Herzlichen Dank an alle Sponsoren!

Adventsfenster 2010

Mit etwas Stolz darf ich Ihnen auch dieses Jahr wieder einen vollständigen Adventskalender präsentieren. Es ist erfreulich, dass in einer so kleinen Gemeinde es immer noch Personen gibt, dank denen an jedem Abend ein anderes Adventsfenster leuchtet. Allen Mitwirkenden ein herzliches Dankeschön!

Der Lohn für die Mitwirkenden ist, dass die «Fenster» auch beachtet oder die offenen Türen genutzt werden. Unter «Offene Tür» finden Sie die Angaben, ob und wann eine offene Tür stattfindet. Nutzen Sie die Gelegenheit Ihre Nachbarn, Freunde, Bekannte oder Unbekannte zu besuchen.


Die Adventsfenster bleiben bis 6. Januar 2011 beleuchtet und sind jeweils mit dem entsprechenden Eröffnungsdatum gekennzeichnet.

Mit den Adventsfenstern werden wir auch dieses Jahr wieder eine schöne Tradition weiterführen und so die Vorweihnachtszeit erhellen.


für den Dorfverein Thalheim/Gütighausen
Barbara Edelmann

Wann?

Wer?

Wo?

Offene Tür
Mi 1.

Gemeinde Thalheim/Gütighausen
Organsisiert durch Dorfverein

Dorfplatz, vis à vis Volg
Beleuchteter Tannenbaum
   

Ab 18 Uhr

Suppe und Brot

Do 2.

Zafla (Kidsfun & Sportkleiderbörse)   

Breitestrasse 2

Gütighausen   

16–18 Uhr

Fr 3.

Familie R. und B. Starkemann

Oberdorfstrasse 37

Thalheim

Sa 4.

Familie B. und C. Frei

Ossingerstrasse 9

Gütighausen

Ab 18 Uhr

So 5.

Familie A. und R. Schleuss

Bergstrasse 6

Thalheim

Mo 6.

Bibliothek Thalheim

Schulhaus

Thalheim

Ab 18.30 Uhr

Di 7.

Familie Kläntschi Thurtalstrasse 108

Thalheim

Mi 8.

Spielgruppe Thurschnäggli

Eingang Turnhalle

Thalheim

Do 9.

Pingutreff, Spielgruppenraum

Schulhaus

Thalheim

14–17 Uhr

Fr 10.

Familie T. und C. Müller

Im Husammann 9

Thalheim

Ab 19 Uhr

Sa 11.

Familie A. und D. Wehrli

Dättwilerstrasse 10

Gütighausen

Ab 18 Uhr, Glühwein und Wurst

So 12.

Kolibri Thalheim

Gemeindehaus

Thalheim

17 Uhr, Weihnachtsspiel Kirche

Mo 13.

Familie A. und Ch. Siegenthaler

Beim Schulhaus 5

Gütighausen

Ab 17 Uhr

Di 14.

Familie B. und I. Widmer

Im Husammann 10

Thalheim

Mi 15.

Familie R. und B. Edelmann

Bergstrasse 23

Thalheim

Do 16.

Familie J. und P. Rieser

Ossingerstrasse 6

Gütighausen

Fr 17.

Familie S. u J. Gut

Oberdorfstrasse 3

Thalheim

Ab 18.30 Uhr

Sa 18.

Familie M. und R. Andreato

Mühlestrasse 20

Gütighausen

Ab 17 Uhr

So 19.

Freie Missionsgemeinde

Im Obmann 2

Thalheim

17–20 Uhr

Mo 20.   

Familie M. und T. Riegel

Im Husammann 5

Thalheim

Di 21.

Familie M. und N. Gutknecht

Oberdorf 25

Thalheim

Mi 22.

Familie I. und I. Hasani–Lüthi

Husmann 11

Thalheim

Do 23.

Familie S. und C. Müller

Im Husammann 12

Thalheim

Fr 24.

Familie Jordi

Thurtalstrasse 30

Thalheim

16–19 Uhr

14. Thalheimer Dorfmärt

Es ist wieder einmal vorbei – der Thalheimer Dorfmärt ist geschehen, wird aber sicher nicht so schnell vergessen. Das Wetter hat sich auch brav gehalten und durfte die Märtbesucher und -betreiber mit ein wenig Sonnenstrahlen beglücken. Doch so schnell wie die Sonne weg war, so schnell kam dann auch die Abendkälte.

Nach so einem Tag am Stand stehen, kriecht einem doch irgendwann die Kälte unweigerlich in die Glieder, man kann machen was man will, aber am Märtschluss sind vermutlich die Meisten froh darüber ihre Füsse in einem der kleinen Beizlein aufzuwärmen, oder gleich nach Hause an den Ofen zu fahren.


Achtzig Stände und einige kulinarischen Anbieter wurden den zahlreichen, aber doch gut über den Tag verteilten Besuchern angeboten. Es gibt sicher immer wieder ein paar Unzufriedene, wenn zum Beispiel der Hunger quält und es Essenszeit ist, kann es halt vorkommen, dass kein Sitzplatz mehr frei ist. Man holt sich dann kurz was an einem Stand, um den Engpass zu überbrücken und sein Glück später noch einmal zu probieren.


Auch an anderen grösseren Märkten ist das Platzangebot nicht grösser und wenn es dann irgendwo immer freie Plätze hat, dann geht auch niemand rein, weil es da doch nicht gut sein kann …


Die Grösse ist ideal, rein schon vom Platzangebot würde eine Erweiterung nicht sehr sinnvoll sein. Man kann das Angebot mehrmals studieren, da es übersichtlich ist und man sich die Füsse nicht wund läuft.


Wie jedes Jahr werden die stimmigsten Stände prämiert und motivieren die Gewinner sicher sich auch nächstes Jahr im November wieder mit neuen Ideen zu präsentieren.


Auf den nächsten paar Seiten soll eine kleine Auswahl von Fotos einen Eindruck über den Märt geben.


Bis zum nächsten Märt 2011, wenn das unermüdliche Team des Dorfmärt-Verein uns wieder mit dem kleinen aber heimeligen Märt beglückt.


Erich Bucher


Einen herzlichen Dank den Dorfmärt-Sponsoren 2010

sie haben den Dorfmärt mit finanziellen Beiträgen oder mit Geschenkgutscheinen unterstützt.

  • CAM-Soft, H.R. Schär, Gütighausen
  • Carreisen Busbetrieb, Knöpfel, Dinhard
  • Dachfenster Keller GmbH, Gütighausen
  • Edelmann Ingnieurbüro AG, Thalheim
  • E. Bucher IT Consulting, Gütighausen
  • Ernst Basler und Partner AG, Zollikon
  • Erwin Peter, Holzbau, Dinhard
  • Finanzteam GmbH, Marthalen
  • Garage Reusser AG, Winterthur
  • Gemeinde Thalheim
  • Getreidesammelstelle GGT, Thalheim
  • Gross, Schreinerei GmbH, Aesch bei Neftenbach
  • Höneisen & Müller GmbH, Thalheim
  • Karl Erb, Spenglerei, Dinhard
  • Kirchgemeinde Altikon-Thalheim
  • Papeterie Fischli, Andelfingen
  • Praxis Yvosana GmbH, Gütighausen
  • Restaurant Winkelstube, E. Helfer, Thalheim
  • Rimmoplan AG, Reinle Immobilien, Thalheim
  • Schuhhaus Peyer, Andelfingen
  • Werner Vogt, Baumanagement AG, Thalheim
  • Zürcher Kantonalbank, Andelfingen

Durch das Sponsoring wird folgendes finanziert:

  • Werbung, Flyer und Inserate
  • Verkehrsregelung, Verkehrskadetten
  • Stromversorgung
  • Märt-Bus
  • Attraktionen
  • Ballonwettbewerb
  • Prämierung der schönsten Stände

Natürlich tragen auch die Märtleute mit ihrer Standplatzgebühr und die Märtwirte mit ihrem Beitrag einen Teil der Kosten. Diese Einnahmen reichen jedoch nicht aus, um sämtliche Kosten zu decken.


Verein Thalheimer Dorfmärt