Naturschutz kennt keine Gemeindegrenzen

Thalheim – ein Dorf ohne Naturschutzverein? Herzlich willkommen bei uns – Naturschutz kennt keine Gemeindegrenzen!

Wir sehen die Natur noch aus einem anderen Blickwinkel…


An der GV vom 14. Februar wurde nach 20 Jahren Absenz der Wiederbeitritt zu Birdlife Zürich und Schweiz beschlossen.

  • Sponsoring Naturunterricht für Primarschule: auch dieses Jahr schenken wir jeder Primarschulstufe in Altikon wieder einen Naturunterricht von Pro Natura, unterschiedliche Themen (Wildbienen, Ameisen, Schmetterlinge, Biber, Fliessgewässer, Grossraubtiere, Wald) stehen für die Lehrer-Innen, angepasst an den Lehrplan, zur Auswahl .
  • Flussregenpfeiferschutz: auch dieses Jahr werden Fide Meyer und Jutta Killing die Brutplätze auf den Kiesbänken von April bis ca. Mitte Juli markieren und absperren. Grosse und kleine HelferInnen sind herzlich willkommen, auch nur zum Schnuppern: fide.meyer@natur4ort.ch.
  • Aktuelles Programm auf www.natur4ort.ch: gemeinsame Homepage der Naturschutzvereine Altikon, Bertschikon, Dinhard und Rickenbach.
  • Neu: Naturspaziergänge: in den Sommermonaten immer am 4. des Monats ab 18:30 Uhr im Turnus der «natur4ort»Gemeinden, Dauer ca. 2h, Details siehe www.natur4ort.ch
  • Botanik-Grundkurs::Letzte Plätze!!! Beginn 3. AprilAnmeldung bei Cyrilla Schnell Tel. 052 337 48 92 oder mail: cyrilla.schnell-baumann@natur4ort.ch

Zaunkönig ist Vogeldes Jahres

Der Zaunkönig, ist einer der kleinsten Vögel Europas . Der unscheinbare Vogel, der sich die meiste Zeit in dichtem Gestrüpp versteckt, sich eher hüpfend als fliegend durch das Unterholz bewegt, macht vor allem durch seine laute Stimme auf sich aufmerksam. Sein laut schmetternder Gesang, den er bevorzugt von erhöhten Singwarten aus vorträgt, kann eine Lautstärke von bis zu 90 Dezibel erreichen und ist damit fast so laut wie ein Presslufthammer. Mit dieser gewaltigen Stimme ist der winzige Zaunkönig auf eine Distanz von bis zu 500 Meter hörbar.


Für den Bau seiner kugelförmigen Nester ist das «Haagschlüferli», wie der Zaunkönig im Dialekt auch genannt wird, auf dichtes Unterholz und liegendes Totholz im Wald angewiesen

Der König der Vögel

Der kleine, unscheinbare Vogel kam bereits bei den Griechen um rund 600 vor Christus zu seinem ehrenhaften Titel als «König der Vögel». In einer Fabel des Äsop wird berichtet, dass die Vögel beschlossen, einen Wettbewerb durchzuführen und denjenigen unter ihnen zum König zu ernennen, welcher am höchsten fliegen könne. Erwartungsgemäss flog der Adler höher als alle Vögel vor ihm, doch als auch ihm die Kraft ausging, da erhob sich der gewiefte Zaunkönig, welcher sich in seinem Gefieder versteckt hatte, flog noch ein kleines Stück höher und rief: «König bin ich!».

Steil aufgerichteter Schwanz, spitzer Schnabel

Charakteristische Merkmale des Zaunkönigs sind seine geringe Grösse und sein steil aufgerichteter Schwanz sowie sein spitzer, leicht gebogener Schnabel, welcher ihn als Insektenfresser ausweist.


Mit Vorliebe ernährt er sich von Spinnen, Weberknechten, Motten, Fliegen und anderen Insekten. Männchen und Weibchen sind gleich gefärbt: Das Gefieder ist rostbraun mit einer dunklen Querbänderung, über dem Auge trägt der Zaunkönig einen weissen Streifen.

Bewohner unterholzreicher Wälder mit Totholz

Im Wald bevorzugt der Zaunkönig unterholzreiche Wälder mit viel Totholz, da er seine Nester gerne in Asthaufen, in Wurzeltellern, unter Reisig oder in Höhlungen von Baumstrünken und Stämmen baut.Im Winter trifft man den Zaunkönig auch entlang von Flüssen und Bächen, weil er dort am ehesten Insekten findet. Falls man in einem Garten die eine oder andere Ecke der Natur überlässt, so kann man den Zaunkönig auch inmitten von Siedlungen beobachten

Ein kleiner Casanova

Im Frühjahr baut das Zaunkönigmännchen etliche Nester im Rohbau und versucht dann mit seinem Gesang ein Weibchen anzulocken. Das Weibchen inspiziert das Nest, falls es ihm gefällt kommt es zur Paarung. Das Weibchen polstert den Rohbau dann mit Moos, Haaren und Federn aus und legt 5-7 Eier.


Während das Weibchen beschäftigt ist, macht sich das Männchen daran, weitere Rohbau-Nester zu erstellen und versucht, jedes sich nähernde Weibchen anzulocken. So wurden bei guten Lebensraumverhältnissen schon Paarungen mit bis zu 5 Weibchen in einer einzigen Brutzeit beobachtet.

Schutzmassnahmen: weniger ist oft mehr

Im Wald profitieren der Zaunkönig und mit ihm eine Vielzahl anderer Tiere, wenn etwas «weniger» getan wird, z.B. wenn Asthaufen oder umgestürzte Bäume liegen gelassen oder abgestorbene Bäume nicht gefällt werden. Ein solch naturnaher, totholzreicher Wald beherbergt eine enorme Artenvielfalt, weshalb der Zaunkönig auch ein Botschafter für die laufende SVS-Kampagne «Biodiversität – Vielfalt im Wald» ist.


Präsidentin: Fide Meyer, Feldi / Altikon Tel. 079 / 318 99 98, mail: fide.meyer@natur4ort.ch

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