Kraut und Unkraut: Efeu

Volksnamen: Eppig

Der Efeu ist eine immergrüne Kletterpflanze. In der ersten Phase rankt sich der Efeu am dunklen Waldboden entlang, und erst in der zweiten Phase klettert er mit seinen tausend «Füssen» an Baumstämmen hoch bis zu zwanzig Metern. Erst im Licht der Sonne ist er im Stande zu blühen und (giftige) Beeren zu entwickeln. Bei vielen Waldbauern wird der Efeu als Schmarotzer verschrien, aber heute weiss man, dass der Efeu den Stamm nur als Kletterhilfe benutzt und nicht die Nahrung aus den Stämmen saugt.

Im alten Ägypten galt der Efeu als Kultpflanze und wurde dem Gott Osiris geweiht. Im antiken Griechenland war er das Kennzeichen Dionysos, dem Gott des Weines, der Lebensfreude und der Lebenskraft. Efeu wurde schon damals gegen Angst und deren Überwindung angewendet. Schon im Altertum war man sich der Heilkraft des Efeus bewusst. In der heutigen Zeit wird dem Efeu nicht mehr so viel heilende Wirkung zugestanden. Doch ist anzunehmen, dass sich die Schulmedizin wieder vermehrt dem Efeu zuwenden wird.

Der Efeu wird auch bei Husten, Asthma, Halsentzündungen und Keuchhusten verwendet. Sowie bei akuten Entzündungen der Verdauungsorgane und auch bei rheumatischen Krankheiten. Verwendet werden in der Kräuterheilkunde die frischen Blätter. Am besten eignen sich die kurz vor der Blütezeit im Herbst. Im Winter bei frisch gefallenem Schnee fällt der immergrüne Efeu besonders auf.

Quelle: Das grosse Buch der Heilpflanzen von M. Pahlow, Kursunterlagen des Kräuterheilkurses der Drogerie Meier, Seuzach

pr

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