Der Höhepunkt war die Fahrt zum Hohen Kasten

Auf dem Dorfplatz Altikon war um 9.30 Uhr Abfahrt für die Seniorinnen und Senioren angesagt. Zur gleichen Zeit besammelte sich der Turnverein für das Turnfest. So trennten sich die Wege von Jung und Alt. Als Luis mit dem Brandenberger-Car alle Feriengäste von überall aus der Umgebung aufgeladen hatte, ging es ins schöne Appenzellerländli. Die frisch gemähten grünen Wiesen mit ihren schmucken Häusern begrüssten uns und Ferienstimmung kam im Herzen auf. Nach dem Mittagshalt im Bergrestaurant «Hoher Hirschberg», wo uns ein riesiges Stück Käsefladen aufgetischt wurde, ging es hinab nach Appenzell ins Hotel «Hecht». Dort wurden wir mit einem Apéro herzlich willkommen geheissen und die ganze Woche auch fürsorglich betreut. Der Zimmerbezug war für einige etwas kompliziert. Lift hinauf, ganz nach hinten, Lift nach unten, um alle Ecken. Wie soll man da den Ausgang noch finden? Doch lachend meinten sie, dass sie das bis zum Ende der Ferien schon noch in den Griff bekämen.

Schon bald machten sich jene, die noch gut zu Fuss waren, auf einen Spaziergang der Sitter entlang, Richtung Weissbad, für den Heimweg konnten sie das Appenzellerbähnli benutzen. Übrigens stand uns dieses die ganze Woche gratis zur Verfügung mit der Touristenkarte, mit dieser war auch der Eintritt in Museen, ins Freibad etc. und für einige Bergbahnen frei. Wir machten Ausflüge in die näheren Aussichtsrestaurants der Umgebung. Auch gemütliches Bummeln durch Appenzell machte uns grossen Spass. Das «Lädelen» bereitete den Frauen ein Glücksgefühl.

Der Höhepunkt unserer Ferien war natürlich die Fahrt zum Hohen Kasten. Herrlich der milde Wind bei leichter Bewölkung. Der Blick ins Rheintal, zum Säntis, Ebenalp und zum Bodensee war eindrücklich. Die Bergblumenwiesen und Kräutergärten auf dem Rundgang waren bewundernswert.

Ein ganzer Tag stand uns zur freien Verfügung. Ja, was machen wir denn da? Einige fuhren mit dem Appenzellerbähnli kreuz und quer, andere zog es auf die Ebenalp. Wir fuhren nach Urnäsch, wo wir das Brauchtums- und Heimatmuseum besuchten. Der Einblick war sehr interessant, man konnte sich den ganzen Tag verweilen, Myrtha konnte sich kaum trennen und kam später heim.

Unter den Kastanienbäumen beim Landsgemeindeplatz lässt es sich gut bei einem kühlen Panaché verweilen. Die Führung durch Appenzell war interessant und kurzweilig, die anschliessende Käse-Dégustation im schönen kühlen Keller mundete vorzüglich und alle genossen es sehr.

Am Mittwochvormittag kam Christoph Waldmeier, unser Pfarrer angereist. Er berichtete uns über das Thema Notfallseelsorge, es war sehr interessant zu hören wie das alles funktioniert. Ich finde das ist eine gute Sache.

Das Wetter war bewölkt, ja regnerisch, doch beschlossen wir dennoch, auf den Kronberg zu fahren, es soll ja aufhellen. Ja, so war es, im Tal leicht bewölkt, aber eben der Kronberg sass grade in einer solchen Wolke. Ach, was soll es, das Dessert im wunderschönen Bergrestaurant gab gute Stimmung. Wir liessen es uns nicht nehmen und erklommen den Hohspitz im Nebel. Nur für kurze Zeit zeigte sich der Säntis, hin und wieder konnte man einen Blick ins Tal werfen. Lachend gab es noch ein Nebelfoto mit dem «Gipfelmast»

Der Ausflug zum «Lehmen», zu dem wir den «Publicar» benutzten, interessierte einige, man könnte von dort zum «Ahorn» aufsteigen, aber weil die Tagestemperatur sehr hoch war, beschlossen wir den Wasserfall ausfindig zu machen. Ja, er war an einem ganz besonderen Ort im Tobel eingebettet, dort rauscht der Wasserfall.

Am letzten Abend besuchten wir in der Kirche ein Konzert einer Appenzeller Streichmusik. Ja, die Appenzeller wissen wie sie sich gut präsentieren können. So gingen unsere Ferien im Flug zu Ende und der Brandenberger-Car stand wieder vor der Tür. Bei einem kurzen Mittagshalt in der Schaukäserei in Stein konnten wir unsere letzten Geschenke, Käse und Biberli einkaufen. Dann ging es heimzu. Es waren wieder schöne unvergessliche Ferien, die wir erlebten.

So möchte ich unseren Betreuerinnen im Sinne aller Ferienteilnehmenden einen herzlichen Dank aussprechen. Besonders Elisabeth Rosa Bachmann für ihre vorzügliche Organisation und Leitung. Wir fühlten uns gut aufgehoben mit euch, es waren erholsame Ferien. Ich kann nur sagen: «Alle die daheim geblieben sind, die hätten mitkommen können, haben schöne Ferien verpasst».

Annemarie Häusler

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