Gemütliche Tage in Flims

Die Ferienwoche der Pro Senectute vom 29.6. bis 7.7.19 in Flims im Hotel Cresta

Die Feriengäste wurden von Luis mit dem Brandenbergerbus abgeholt und in guter Fahrt nach dem Ferienort Flims gebracht. Es war sehr heisses Wetter. Rebecca Schleuss, Vreni Dällenbach und ich fuhren aus verschiedenen Gründen erst am Sonntagabend nach Flims und trafen unsere Feriengäste beim Abendessen an, so konnten wir auch noch mithalten. Sie schwärmten uns vor, wie sie einen wunderschönen Ausflug mit der Bahn in die Rheinschlucht gemacht hatten. Es war sehr heiss und alle waren entsprechend durstig.

Das Hotel Cresta war sehr gemütlich, die Bedienung sehr freundlich und zuvorkommend. Das Essen war vorzüglich und liebevoll gebracht. Die Zimmer etwas klein aber gemütlich. Das Schwimmbad war idyllisch im Grünen angelegt, das Wasser angenehm erfrischend und einfach herrlich! Ich genoss es sehr.

Montag: Das Wetter war unbeständig, man wusste nicht was es will, so bot uns Elisabeth einen Filmnachmittag an. Da setzten wir uns in einen kühlen Raum und schauten zurück in die 70-er Jahre, wo die Frauen um ihre Rechte kämpften. Ja das waren noch Zeiten. Danach hatte das Wetter sich beruhigt, so konnten wir noch etwas unternehmen. Das Dorf Flims wurde nach seinen Läden auskundschaftet, einige machten einen Spaziergang und andere betrieben «Wirtschaftskunde». Nach dem Nachtessen sassen wir noch ein wenig beisammen und dann: «Gute Nacht.»

Dienstag: «Guten Morgen, hast auch gut geschlafen?», so war jeweils die Begrüssung. Herrlich das Morgenbuffet! Heute strahlte der Tag in seiner Frische, so war für ­Elisabeth klar, wir gehen auf den Berg. Wer will alles mitkommen? Einige haben schon eigene Pläne gemacht und zogen los. Für die Einen wäre es zu viel, die blieben daheim. Mit der Gondel schwebten wir über kleine Chalets, wobei noch viele Fensterläden geschlossen waren. Einen herrlichen Ausblick auf das Dorf Flims, das recht gross überbaut ist, bot sich uns. Bei der Zwischenstation Foppa stiegen Einige aus und nahmen den Rückweg über die Weiden hinunter zu Fuss.

Die andern schaukelten hinauf zur Bergstation Naraus. Einen herrlichen Ausblick genossen wir, hinüber zum 2228m hohen Grauberg, in die Täler, zum Valsertal. Viele Rinder weideten in duftigen Wiesen mit Bergblumen. Im Bergrestaurant vergnügten wir uns noch ein wenig, dann ging es wieder mit dem Sessellift hinunter, ein kühler Bergwind blies uns um die Ohren. Um so «tüppiger» war es auf dem Heimmarsch von der Talstation zum Hotel. Noch schnell ein kühles Bad und bald gibt es Nachtessen. (Weißt du noch was du am Morgen angekreuzt hast??) so neigte sich wieder ein schöner Tag zu Ende. Gute Nacht.

Mittwoch: Strahlender Sonnenschein!! Wie üblich trafen sich auch heute wieder Einige zum Morgenturnen, das uns Christine Jordi erteilte. So mag man das Morgen­buffet auch richtig geniessen.

Der Vormittag stand uns immer zur freien Verfügung, da wurde «g’Lädelet», spaziert und gebadet. Kannst auch den ganzen Tag frei sein, wenn du magst. Doch heute war die Wanderung zum geheimnisvollen Caumasee vorgesehen. Der Weg durch den kühlen Wald konnte auch mit dem Rollator begangen werden. Ein Lift erleichterte uns den steilen Abstieg. Doch dem Rösli Truniger war der Weg kein Hindernis, als es unten eintraf, leuchteten seine Augen, «wie es doch so schön war!»

Ein dunkelgrüner Caumasee lag vor uns, der weder Zufluss noch Abfluss hat. Die Leiterinnen liessen es sich nicht nehmen in den frischen Bergsee einzutauchen. Es gab auch einen idyllischen Weg um den See. Herrlich! Es hatte angenehm wenig Besucher an diesem Tag. Der Mann an der Kasse sagte: Am Sonntag hätten sie 3000 Eintritte verkauft. Stell dir diese Menschenmenge vor! Wir erlebten wieder einen schönen erholsamen Ferientag. Es lohnte sich einmal in die Kirche zu schauen, die neben unserm Hotel stand. Es ist eine grosse, sehr schlichte katholische Kirche, ohne Uhr, also kein Stundenschlag, nur zweimal hat es geläutet. Sie ist von überall her zu sehen, so wussten wir immer wo unser Hotel stand. Es gab ein herrliches Gewitter, das sich aber bald wieder verzog und mit einem stimmungsvollen Abendhimmel geht unser Tag zur Neige.

Donnerstag: Frohgelaunt, ob aus dem Bad oder vom Turnen, oder erst aus dem Bett gekrochen, füllten wir unsere Teller mit herrlich duftendem Brot, Gipfeli, Käse, Müesli, Früchten, alles was das Herz begehrt. Elisabeth gab uns die Meldung durch, wann und wo unser Dorfbus ins Bargistal abfährt. Die Strasse war sehr eng und hatte viele Windungen, nur der Bus fährt dorthin. Frisch war die Alpluft und spornte zum wandern an. Imposant der Anblick auf die steile Felswand, wo jeweils das Vieh in ­Einerkolonne auf die oberen Weiden getrieben wird. Das braucht äusserste Vorsicht, dass da kein Tier hinunter stürzt. Neben uns plätscherte ein munteres Bergbächlein, seltene Blumen wurden entdeckt, sogar Orchideen. Nach dem Fussmarsch und einem erfrischenden Drink bei der Hütte, sassen wir wieder im Bus, der uns heim brachte. Es war wieder ein wunderschöner Ausflug. Am Abend sassen wir noch in froher Runde zusammen und sangen Lieder. Zum Lachen brachte uns Myrtha, wie sie in ihrem Appenzellerdialekt Witze vortrug. Hei! war das ein lustiger Abend.

Freitag: Letzter Tag, da war noch «lädele» angesagt: man will doch unsern Lieben daheim etwas aus Flims heimbringen oder man vergnügte sich ein letztes Mal im herrlichen Bad, bei warmem Sommerwetter. Am Mittag gab es nochmals eine Überraschung; Pferdekutschen fuhren vor und wir kutschierten durch den grünen Wald zu der gut angelegten Aussichtsplattform. Gewaltig die Rheinschlucht, die tief unten zu sehen war. Beeindruckend die Naturgewalt. Auch da gab es ein Restaurant, da sassen wir vergnügt im Schatten der alten Bäume.

Die Kutschen warteten auf uns, wir durften die herrliche Fahrt durch den Wald mit seinen sehr hohen Tannen geniessen. Glücklich waren Myrtha und Walti auf dem Hochsitz beim Kutscher vorn. Sie kamen sich vor wie auf einer Hochzeitsreise. Daheim im Hotel Cresta empfing uns ein herzlicher Apéro im Schatten. Es wurde gedankt für die schönen Ferientage, wir dankten den Leiterinnen für die gute Betreuung. Es war eine wunderschöne Ferien­woche mit vielen Abwechslungen und Erlebnissen, man wird noch lange davon zehren. Alles hat sein Ende, auch unsere Ferien, denn am Morgen fuhr der Brandenberger-Car vor, lud alle Koffer ein und dann brachte er uns wieder zurück in den Alltag. Wir werden noch lange von diesen schönen Ferien erzählen.

Somit unsern herzlichsten Dank an unsere Leiterinnen, Elisabeth Rosa, Rebecca Schleuss und Christine Jordi. Danke!

Annemarie Häusler

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