Themenreihe: Licht und Lampen aus früherer Zeit

Das erste Licht der Erde war die Sonne. Ohne die Sonne wächst und gedeiht nichts und auch wir Menschen können nicht ohne das natürliche Licht leben. Die ersten Menschen lebten im Rhythmus der Sonne, denn im Dunkeln konnten sie nicht viel tun. Feuer gab es auf der Erde schon fast von Beginn der Erde an durch Blitze und Vulkane.

Wann der Mensch das Feuer als erstes für sich zu nutzen begann, ist nicht klar. Es wird aber vermutet, dass die Menschen herausfanden, wie sie die natürlich entstandenen Feuer, durch Blitze ausgelöste Wald und Buschbrände, selber nutzen konnten.

Irgendwann entdeckte man, dass beim aneinander schlagen von zwei Steinen (Pyrit und Feuerstein) ein Funke entsteht und so war sozusagen das erste Feuerzeug erfunden. Somit konnten sie mit Reisig oder Zunderschwamm (eine Pilzart an Bäumen) ein Lagerfeuer entzünden. Und so hatten sie auch etwas Licht, wenn die Dunkelheit schon da war und konnten noch Arbeiten verrichten. Fackeln wurden auch schon früh entdeckt, denn ein tragbares Feuer war von Vorteil. Dazu wurde einfach ein Holzstück, das nur an einem Ende brannte, aus dem Feuer genommen.

Auch wurden Holzscheite mit tierischen Fetten und Ölen bestrichen und angezündet.

Der Kienspan war im Mittelalter eine der wichtigsten Methoden, um Licht zu machen und wurde noch bis ins 19. Jahrhundert gebraucht. Kienspan kommt von der alten Bezeichnung für Kiefer, die Kienföhre genannt wird. Dieses gut brennbare Holz entsteht, wenn der Baum eine Verletzung hat. Er produziert dann mehr Harz und verkient, so wird das Verhärten des Holzes genannt. Diese Stellen wurden abgeschnitten und zu Spänen verarbeitet. Das so gewonnene, gut brennbare Material wurde in Schalen gelegt und angezündet. Der Nachteil war, dass der Kienspan innerhalb weniger Minuten verbrannt war und häufig gewechselt werden musste. Mit etwas Öl oder Fett konnte die Brenndauer erhöht werden.

Eine der ältesten Lampen sind die Schalenlampen. Diese wurden mit Ölen oder Tierfetten oder mit Holzspänen gefüllt. Als Docht diente ein Stoffstück oder ein Holzscheit, die hinein gesteckt wurden.

Die Schalenlampen wahren die Vorgänger der Kerzen. Die Römer hatten schon Kerzen, die dazu dienten die Häuser zu erhellen. Diese wurden meistens aus tierischen Fetten (Talg) hergestellt.

Als im Mittelalter Kerzen aus Bienenwachs aufkamen, war es viel angenehmer Kerzen im Haus zu haben, denn die stanken und russten nicht so stark wie diejenigen aus Talg. Doch das Bienenwachs war sehr teuer und es konnten sich nur wohlhabende Leute solche Kerzen leisten. In der Kirche fand man schon früh Bienenwachskerzen, die zu religiösen Zeremonien gebraucht wurden.

Im 19. Jahrhundert entdeckte der Chemiker Eugène Chevreul wie man Fettsäuren aus tierischen Fetten gewann.

Das Stearin das daraus entstand, war nebst dem, dass es schön sauber brannte, nicht verderblich und konnte lange gelagert werden. Erst um 1850 wurde das Paraffin erfunden, das in den heutigen Kerzen verwendet wird.

Für die Petrolllampe gibt es keinen Erfinder oder man weiss es nicht, denn Erdöl, im Englischen Petroleum genannt, kannten die Leute wahrscheinlich schon viel früher aber, es wurde wegen des starken Geruchs und der Russbildung selten benutzt.

Der Vorgänger der Petroleumlampe war die Öllampe, bis man herausfand, wie man das rohe Erdöl durch Verschiedene Verfahren in ein brauchbares Brennmittel raffiniert. Durch das Petroleum hatten die Menschen ein besseres und konstanteres Licht, als zum Beispiel Kerzen und so konnte auch der Gestank und Russ gemindert werden.

Heute können wir zum Dank der Erfindung der Glühbirne und der Elektrizität in jedem Raum den Schalter drücken und haben Licht.

rr

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