Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Noch einmal möchte ich das Thema Wald in den Mittelpunkt meines Editorial stellen und kurz informieren und versuchen zu inspirieren.

Im vergangenen Jahr wurde die Gemeinde Thalheim vom ehemaligen Kreisförster, Erich Oberholzer angefragt, ob sich im Gemeindewald ein Marteloscop erstellen liesse. Unter einem Marteloscop versteht man einen waldbaulichen Übungsparcours auf einer definierten Fläche. Es werden alle Bäume nummeriert und kartiert, damit künftig fiktive waldbauliche Eingriffe durchgeführt werden können. Genaueres zum Thema Marteloscop erfahren Sie unter www.waldbau-sylviculture.ch.

Für mich als Praktiker war das Thema Marteloscop neu und fremd. Ich konnte mir erst nichts darunter vorstellen, doch liess ich mich auf das Thema ein. Zusammen mit dem pensionierten Kreisförster Erich Oberholzer, dem jetzigen Kreisförster Felix Cuny, Förster Oliver Bieri und Peter Manale Abteilung Wald Kanton Zürich begutachteten wir zwei interessante Waldflächen, die für das Projekt in Frage kommen. Schliesslich entschied sich die Gruppe für eine Waldfläche im Oberloo. Dort soll in absehbarer Zeit eine Übungsfläche für unsere Region errichtet werden. Dieses Waldstück befindet sich zwischen dem ehemaligen Schützenhaus und Grube Guggenbühl. Ein sehr schönes Waldstück. Ein Mischwald, wie man ihn sich auch als Förderbeispiel für die Zukunft an anderen Stellen vorstellen könnte. Machen Sie sich doch bei einem Spaziergang selbst ein Bild davon.

Auf meinen Recherchen über das geplante Vorhaben bin ich auf der genannten Webseite von Fachstelle Waldbau auf die Rubrik «Zitate» gestossen. Alle dort sich befindenden Zitate ergeben für mich ein Bild über das Zusammenspiel von Gesellschaft, Wald, Natur, und Waldbau. Stöbern Sie doch auch mal durch. Es lohnt sich! Zwei Zitate möchte ich für Sie ganz besonders hervorheben:

«Der Wald ist ein einheitliches, lebendiges Wesen mit unendlich vielen Organen, die alle zusammenwirken und miteinander in Wechselbeziehung stehen. In dem Raum zwischen den obersten Kronenspitzen und zwischen den äussersten Wurzelverzweigungen im Boden ist dieses Wesen beschlossen und alles, was in diesem Raum sich befindet, lebt und webt, gehört dem Organismus an. Dieses Waldwesen ist gedacht von ewiger Dauer. Es lebt, arbeitet und verändert sich.» (Alfred Möller, 1923, Forstwissenschaftler)

«Wer sich die Frage stellt: Wie viel Mensch braucht der Wald? Wie viel Wald braucht der Mensch? Und ehrlich antwortet merkt, dass wir uns viel zu wichtig nehmen.» (Karl Schwarz, 2014, Förster)

Mit diesen Weisheiten lasse ich Sie nun alleine und hoffe, Ihre Gedanken angeregt zu haben.

Guido Roggensinger, Gemeinderat


Liebe Leserin, lieber Leser

In dieser Dorfposcht berichtet Herr Paternak über sein Hobby. Es würde uns sehr freuen, wenn noch mehr Leser und Leserinnen Lust haben, über ihr Hobby zu berichten. Gerade in dieser speziellen Zeit ist es doch schön, wenn sich jemand mit etwas beschäftigt, was ihm und auch anderen Freude macht. In diesem Sinne: kommen Sie entspannt und zufrieden, aber vor allem gesund durch diese Zeit.

Ihr Redaktionsteam


Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 5. Mai 2021

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