Nachlese: Kürbisfest

Wieder einmal fand beim Schulhaus in Gütighausen der bereits berühmt berüchtigte Kürbiswettbewerb statt. Vom kleinsten Zierkürbis bis zum grossen Siegerkürbis sah man alle Arten, Farben, Grössen, Formen.

Mit jedem Jahr wird die Ausmarchung des Siegerkürbisses schwieriger, da die Unterschiede immer kleiner werden.

Nachdem im letzten Jahr der Titelverteidiger aus der Familie Gross geschlagen werden konnte, holte der Enttrohnte wieder zum Sieg aus. Und siehe da es gelang ihnen den Titel des grössten Kürbis wieder in ihre Hände zu bringen.

Die Organisatoren des Festes, der Dorfverein, hatte diesesmal versucht mit einem grossen Festzelt dem Wetter zuvorzukommen, was aber eigentlich misslang. Denn das Wetter war den ganzen Tag über sehr schön und auch warm. Am Abend wurde es dann, der Jahrezeit entsprechend kühler und man konnte sich ins schützende Zelt zurückziehen.

Die von Marlis Rengel zubereitete Kürbissuppe wurde mit dem fortschreitenden Abend immer besser, weil sie auch noch der Zunahme der Körperwärme zuträglich war. Selbstverständlich wurde nachdem die, hoffentlich, spielmüden Kinder ins Bett gebracht waren auch noch der Traubensaft und der Dorfverein-Kafi getestet. Um Mitternacht waren immer noch ein paar Unentwegte im Zelt, um seine Wärmefestigkeit zu testen.

Ich bin sicher, dass während dem Tage das eine oder andere Geheimrezept für den nächsten Wettbewerb ausgetauscht wurde und wir uns auf einen spannenden vierten Kürbiswettkampf im Herbst 1998 freuen können.

Erich Bucher

Interview: Eine Wirtin von altem Schrot und Korn

Das Thema, über welches ich mit Frau Fluck diskutiert habe, ist hochaktuell. Landauf, landab hört man, wie es in der Gastronomie krieselt. Magere Jahre sind zur Zeit bei den Wirtsleuten durchzustehen. Ideen, Kreativität oder irgend ein Geheimrezept sind gefragt, damit man in der jetzigen Zeit als Wirt überleben kann. Hedi Fluck ist den Gästen des Restaurants bestens bekannt. Sie musste nach dem frühen Tod ihres Mannes im Jahre 1970 das Zepter selber in die Hand nehmen und war seither kaum einmal nicht im «Bahnhöfli» anzutreffen, um für das Wohl ihrer Gäste zu sorgen. Was wäre wohl dieses Restaurant ohne Frau Fluck? Sie darf auf eine langjährige Erfahrung als Wirtin zurückblicken …

Frau Fluck, seit wievielen Jahren sind Sie Wirtin hier?

Seit dem Tag meiner Hochzeit am 7. September 1950.

Wo sind Sie aufgewachsen?

In Stäfa am schönen Zürichsee. Ich bin in einer Bauernfamilie mit sieben Geschwistern gross geworden. Den See habe ich natürlich schon vermisst, als ich nach Thalheim kam. Ich war früher eine gute Schwimmerin und gerne im See baden gegangen.

Wie kamen Sie nach Thalheim?

Eine Cousine von mir wohnte in Wülflingen. Durch sie kam ich zu einer Servicestelle im Restaurant Post in Neftenbach. Dort lernte ich meinen Mann kennen. So kam ich hierher. Am Anfang hatten wir nebst dem Restaurant noch den Bauernhof mit Kühen und Ackerbau. Es war eine strenge Zeit. Wir mussten manchen Sturm überstehen. Ich hatte auch die Tiere gerne. Deshalb erinnere ich mich noch gut daran, als das Land verpachtet und die letzte Kuh aus dem Stall geführt wurde.

Waren Sie aber auch gerne Wirtin?

Ja, ich hatte immer Freude daran, auch heute noch.

Es spricht sich herum, dass selbstgebackenes Bauernbrot und die weitherum besten Koteletten zu Ihren Spezialitäten gehören?

Nachher mache ich gleich noch ein paar dieser Koteletten und Brot backe ich auch immer noch selber im Holzofen. Das Bauernbrot ist beliebt und manchmal verschenke ich noch davon. Es stimmt, dass die Koteletten viel verlangt werden, aber auch anderes koche ich noch heute selber, zum Beispiel Schnitzel, Geschnetzeltes oder Kutteln und einiges mehr.

Warum sind Ihre Koteletten so beliebt?

Ich glaube, es ist die selbstgemachte Fettmischung. Das ist mein Rezept.

Wo haben Sie denn kochen gelernt?

In jungen Jahren war ich einmal in Herrliberg auf einem Bauernbetrieb tätig. Dort lernte ich kochen.

Jetzt haben Sie eine Angestellte im Service. Sie mussten auch schon ohne Personal auskommen. Ist es schwierig für Sie, gutes Servicepersonal zu finden?

Ich weiss es nicht. Jetzt bin ich jedenfalls froh, eine Hilfe zu haben. In meinem Alter mag man halt nicht mehr so viel wie früher. Es gab eine Zeit, da musste ich nach Wirteschluss um Mitternacht noch den Brotteig kneten, um dann am anderen Morgen nach dem Einfeuern noch backen zu können. Das könnte ich heute auch nicht mehr. Oder wenn ich denke, wieviel ich früher schleppen musste, um all die nötigen Nahrungsmittel zu beschaffen. Jetzt habe ich es gut: Milch, Anke, Käse und was man so braucht wird mir nun gebracht.

Wie sind Sie mit dem Umsatz zufrieden?

Ich bin zufrieden. Ich lebte immer nach dem Motto: «Gekauft wird erst etwas, wenn du das nötige Geld dazu hast.» Das haben mir meine Eltern immer gesagt und daran habe ich mich gehalten. Ich habe auch früher etwas gespart. Die guten siebziger und achziger Jahre werden für die Wirtsleute nicht mehr kommen. Damals haben wir «7-Dezi» verkauft wie verrückt.

Worauf kommt es an, damit die Kundschaft gehalten werden kann?

Die Preise müssen günstig sein. Ich verkaufe den Kafi Creme noch immer zu Fr. 2.80. Das wird geschätzt. Wo man überrissene Preise bezahlen muss, geht der Gast doch nur einmal hin. Für mich gilt, den Gästen Sorge zu tragen. Mir ist egal, wer bei mir einkehrt, ob Hans oder Heiri, jeder Fünflieber ist gleich rund. Ich lege auch Wert darauf, die Gäste persönlich zu begrüssen. Kürzlich kamen Leute zu mir, fremde Gäste, die noch nie hier waren. Ich begrüsste Sie mit der Hand und die Frau meinte daraufhin: «Sie sind doch noch eine Wirtin von altem Schrot und Korn, die den Leuten noch grüezi sagt.» Das hat mich gefreut.

Woher kommen Ihre Gäste hauptsächlich?

Vieles sind Auswärtige, aber auch Leute von unserem Dorf, auch Wanderer, manchmal ganze Gruppen. Ich habe eine grosse Stammkundschaft und vor allem bin ich stolz, dass ich sagen darf, ich habe gute Gäste.

Die meisten Leute in Ihrem Alter sind pensioniert und müssen nicht mehr täglich arbeiten. Beneiden Sie diese nicht manchmal?

Ich geniesse jetzt schon auch den Donnerstag, an welchem wir geschlossen haben. Früher hatten wir jeden Tag geöffnet. Es reut mich ein wenig, dass ich nie Autofahren gelernt habe. Vieles wäre für mich einfacher gewesen, und ich hätte auch ab und zu ausfahren können.

Wie lange gedenken Sie noch weiterzumachen als Wirtin?

Ich hoffe, dass ich das 50jährige Jubiläum noch erreichen werde (im Jahr 2000). In der Vergangenheit habe ich mir oft Sorgen gemacht wegen der Zukunft des Restaurants. Heute denke ich eben: «Es chömm scho wie’s muess.»

Frau Fluck, natürlich hoffe ich, dass es Ihnen bis zu diesem grossen Jubiläum möglich sein wird, Ihr Restaurant zu führen und dass es die Gesundheit gut mit Ihnen meint. Ich wünsche Ihnen im Namen unserer Dorfposcht Redaktion alles Gute und bedanke mich ganz herzlich für dieses Gespräch.

Marlies Schwarz

«Thalhauser Fussballstars»

Endlich habe ich es geschafft, den Bericht vom Thalheimer-Treffen zu verfassen. Wie heisst es doch so schön – lieber spät als gar nie! So kommen wir nun zum Wesentlichen:

Am Samstagmorgen um 5.45 Uhr besammelten sich die Topstars aus Thalhausen (Thalheim-Gütighausen) bei der Turnhalle Thalheim. Jack war bereits da mit seinem Luxuscar Marke «Renault Langsam». Allmählich trudelten die letzten Fussballcracks ein, und so konnte sich die Reisegesellschaft auf den Weg begeben. Das Wetter hielt sich bei uns noch im Rahmen, währenddessen es bei unserem nördlichen Nachbarn schon gewaltig zu regnen anfing. Wenn das nur gut gehe mit dem Fussballspielen, meinen die einen Spieler, denn sie hätten halt nicht so super Schuhwerk zum Tschutten! Doch wenn das der schlimmste Gedanke war, kann uns nichts erschüttern. Ich selber denke da an die Fischernetze, äh Tornetze, welche die Geschosse der Gegner aufhalten sollten. Doch so weit ist es noch nicht.

Eier aus der Hosentasche

Angekommen bei einer Autobahnraststätte wurde dann mal zuerst kräftig gefrühstückt. Komisch, die einen konnten plötzlich Eier aus den Hosentaschen hervor zaubern. Nein, nein, es waren Hühnereier. Etwelche Leute kamen erst jetzt richtig in Schwung. Ob diese Players eine Hallowach-Tablette gefuttert, oder sogar Bier eingenommen hatten? Man weiss es nicht genau, doch die Thalheimer Crew stimmte sich langsam auf das erste Spiel ein. Angekommen in Vellberg, suchten wir zuerst die Unterkunft. Diese befand sich gleich neben dem Fussballplatz. Nachdem alles eingepufft war, wärmte man sich auf, wie es sich gehört für eine gute Mannschaft!

Es geht los!

So, der Countdown ist abgelaufen, jetzt gilt es ernst! Der Gegner war Talheim Oschschatz (BRD). Am Anfang waren wir stark in die Defensive gedrängt worden und mussten ein Tor hinnehmen. Doch vor der Pause schoss unser Millionenstürmer Jack Schmid den traumhaften Ausgleich, welcher lauthals bejubelt wurde. In der zweiten Halbzeit zeigte unsere Hintermannschaft nicht mehr die nötige Leistung und so kassierten wir noch zwei weitere Tore zur 3:1 Niederlage. Bemerkenswert war unser Einsatz von Ueli Siegentaler, kaum eingewechselt zuckte es bereits im Oberschenkel. Kann es sein Ueli, dass Du Deine Warmlaufphase im Schnellverfahren durchgemacht hast?

Ja, auch der Max Schmid hatte Problem mit den Gliedern, aber welches das weiss ich auch nicht mehr. Auf alle Fälle konnte er auch nicht mehr voll eingesetzt werden. Bis zum Kick-Off des zweiten Spieles hatten wir Zeit uns zu stärken und über unsere Taktik zu sprechen. Doch viele Varianten blieben nicht offen und so beschloss man, sich unser eigenes Goal so rein wie möglich zu halten.

Das Debakel

Im zweiten Spiel trafen die Thalhauserstars auf die Groschlis Talheim-Wels Österreich. Oh, ho diese kamen von einem anderen Stern. Wir wussten kaum noch was uns geschah, schon holte der Fliegenfänger (Goalie) Chälly bereits vier Bälle aus dem Netz. Doch wir hatten da noch unseren Super-Stürmer Jack der Schmid. Mit einem Gewaltshammer aus rund 25 Meter Entfernung flitzte der Ball ins Triangolie (Lattenkreuz). Verwirrung beim Gegner und grosse Freude bei uns war das Resultat. Doch schlussendlich musste ich siebenmal nach hinten greifen und die Bälle hinausfischen, 7:1 Niederlage. Trotz diesem hohen Untergang stimmte der Teamgeist und begoss dieses Ereignis mit einer Runde Bier!

Fussballspielen mit Motocrossstiefeln

Auf unseren rechten Verteidiger Niefi müssen wir aufpassen, mit seinen Motocross-Stiefeln zeigte er eine grandiose Leistung und putzte alles um oder heraus. Mal schauen, ob wir ihn mit einer höheren Gage bei uns halten können, damit er wieder mitkommt!

Eines haben wir gelernt: In zwei Jahren kommen wir anders vorbereitet. Lieber sitzen und schlucken als schwitzen und spucken!

Am Abend fand dann das Fest mit Tanz und Stimmung statt. Niefi und ich gingen noch ins Städtchen Vellberg und besichtigten die alten Gebäude und Stadtmauern. Ein Einheimischer in den 80zigern erzählte uns dann die Geschichte dieses Städtchens. Da kann man nur sagen: sensationell! Diese kleine Stadt ist ein Besuch wert. Am Sonntag ging dann die Thalheimer-Equipe gemeinsam Mittagessen und feierte den guten elften Platz von zwölf Teams. Die Aargauer Thalheimer konnten wir hinter uns lassen, super! Anschliessend ging’s zurück in die schöne Schweiz in die Besenbeiz in Stammheim. Bei einem guten Tropfen Wein und fein hergerichtetem Fleischteller liessen wir Thalheimer das Thalheimer Fussballtreffen gemütlich ausklingen.

Der Berichterstatter: Thomas Keller «Chälly»

«Aus dem Gemeindehaus»

Finanzen und Steuern

Der Gemeinderat hat den Voranschlag 1998 zuhanden der RPK verabschiedet. Es wird bei Ausgaben von 2 701 400 Franken und einem Ertrag (inkl. Steuern) von 2 420 900 Franken mit einem Aufwandüberschuss von 281 100 Franken bei einem gleichbleibendem Steuerfuss von 42 Prozent gerechnet.

Die Investitionsrechnung im Verwaltungsvermögen sieht Ausgaben von 537 300 Franken vor. Nach Abzug der Einnahmen von 73 000 Franken verbleibt eine Nettoinvestition von 464 300 Franken. Die Investitionsrechnung im Finanzvermögen sieht Ausgaben von 100 000 Franken und keine Einnahmen vor.

Die Direktion des Innern hat am 10. September 1997 bei der Gemeindegutsverwaltung eine Revision der Kassen- und Buchführung vorgenommen. Der Bericht gibt zu keinen besonderen Bemerkungen Anlass.

Seit der letzten Berichterstattung wurden Kanalisationsanschlussgebühren im Gesamtbetrag von 11 017.45 Franken veranlagt.

Für zusätzliche Sanierungsarbeiten im Alters- und Pflegeheim Stammertal bewilligte der Gemeinderat einen Gesamtkredit über 285 500 Franken (Anteil Thalheim 41 600 Franken).

Für die Erteilung von Wirtschaftsbewilligungen ist ab 1. Januar 1998 neu der Gemeinderat zuständig. Ebenfalls muss der Gemeinderat die Bewilligungen für Festwirtschaften erteilen. Die Patentabgabe für Festwirtschaften hat der Gemeinderat auf 40 Franken festgelegt.

Der Voranschlag 1998 des Alters- und Pflegeheim Stammertal wurde genehmigt.

Bauwesen

Unter Bedingungen und Auflagen wurde ein Bauvorhaben bewilligt.

Ab 1. Januar 1998 wird das Amt des Gemeindeschreibers auf zwei 50-Prozent-Stellen aufgeteilt. Unter anderem auch gesundheitliche Gründe führten bei Gemeindeschreiber Cyrill Bühler zum Entschluss, sein Amt zu reduzieren. Der Gemeinderat konnte bereits das Pensum über die restlichen fünfzig Prozent wieder neu besetzen. Das Amt des/der Gemeindeschreiber/in wird ab dem 1. Januar 1998 zwischen Mirta Geser und Cyrill Bühler geteilt. Der Gemeinderat ist überzeugt, mit Mirta Geser eine ausgewiesene und fachlich kompetente Gemeindeschreiberin angestellt zu haben, die eine ideale Ergänzung auch für den Gemeinderat bedeutet. Dieses Novum auf der Verwaltung sollte für die Einwohnerschaft zu keinen Änderungen führen. Beide Personen gelten als gleichberechtigt und werden in Zukunft gemeinsam die Geschäfte des Gemeinderates führen. Als Ansprechpartner stehen beide Personen zur Verfügung.

Forstwesen

Von den privaten Waldbesitzern sind die Bäume längs der Waldstrassen zurückzuschneiden. Der Gemeinderat bittet sämtliche Grundeigentümer diese Angelegenheit bis zum 15. Dezember 1997 zu erledigen. Nach diesem Datum muss der Gemeindearbeiter auf Kosten des Grundeigentümers diese Arbeit vornehmen.

Strassenbezeichnung in Thalheim und Gütighausen

Der Gemeinderat hat den Auftrag für die Anschaffung der Strassenbezeichnungen und der Polizeinummern an die Firma Walter Signaltechnik AG in Sulgen vergeben. Die Beschilderung sollte im Laufe des Monats Dezember erfolgen.

Fürsorge

Die Politische Gemeinde Thalheim ist dem Fachverband «Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe» (SKOS) beigetreten.

Polizeiwesen

Der Gemeinderat hat die Polizeibewilligung für die Durchführung eines Adventmarktes am 29. November 1997 unter Bedingungen erteilt.

Der Gemeinderat musste in der Berichtsperiode einen Verweis wegen Nichteinhaltung einer Polizeibewilligung aussprechen.

Der Gemeinderat bittet die Pferdehalter nicht durch landwirtschaftliche Kulturen zu reiten. Es wurden in letzter Zeit der Gemeindeverwaltung wieder solche Fälle berichtet.

Natur- und Landschaftsschutz

Die Ausarbeitung des gesetzlich vorgeschriebenen Natur- und Landschaftsschutzinventar wurde vom Gemeinderat in Auftrag gegeben. Mit den Arbeiten wurde die Genossenschaft Grünwerk in Winterthur beauftragt. Die Kosten für dieses Inventar belaufen sich auf 8 500 Franken.

Rauchgaskontrolle

Wie Sie vielleicht bereits erfahren haben, kann ab dieser Heizperiode die Rauchgaskontrolle auch von privaten Fachfirmen durchgeführt werden. Die entsprechenden Firmen haben jedoch einen Vertrag mit der Gemeinde abzuschliessen, damit die gesetzlichen Richtlinien auch eingehalten werden. Weiterhin amtet als amtlicher Rauchgaskontrolleur der Gemeinde F. Tinner aus Seuzach. Er wird weiterhin alle Feuerungen kontrollieren, die nicht durch eine andere Firma kontrolliert werden.

Sprechstunde des Gemeindepräsidenten

Wir möchten Sie nochmals darauf Aufmerksam machen, dass der Gemeindepräsident und sämtliche Gemeinderäte ihnen jederzeit für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Wenn sie ein Anliegen besprechen möchten, melden sie sich für eine Terminvereinbarung bei der Gemeindekanzlei (Tel. 336 15 57) oder direkt beim zuständigen Gemeinderat.

Gemeindeliegenschaften

Für die Dachsanierung des Altbaus der Liegenschaft Püntenrain bewilligte der Gemeinderat einen Kredit über 17 200 Franken und für die Erstellung eines Verbundsteinplatzes einen solchen über 10 500 Franken.

Da die Hypotheken am 1. Oktober 1997 um ein weiteres 1/4 Prozent gesenkt wurden, hat der Gemeinderat die Mietzinse der gemeindeeigenen Liegenschaften auf den 1. Januar 1998 angepasst.

Jungbürgerfeier der Jahrgänge 1978 und 1979

Am 26. November 1997 findet die Jungbürgeraufnahme für die Jahrgänge 1978 und 1979 statt. Durch die grosse Anzahl an Jungbürger möchte der Gemeinderat dieses Jahr erstmals diesen Anlass ausserhalb der Gemeinde durchführen. Es ist eine Betriebsbesichtigung vorgesehen mit anschliessendem Nachtessen.

Asylwesen

Im Zusammenhang mit dem grossen Zulauf von Asylsuchenden in der Schweiz hat der Regierungsrat, gestützt auf den diesbezüglichen Bundesbeschluss, den Gemeinden des Kantons Zürich angekündigt, die Zwangszuweisuungen von Asylbewerbern zu vollziehen. Für unsere Gemeinde bedeutet dies die Aufnahme von vier Asylsuchenden. Aufgrund dieser Tatsache hat der Gemeindepräsidentenverband des Bezirks Andelfingen Bestrebungen unternommen, eine Bezirkslösung für sämtliche Gemeinden im Bezirk anzustreben. Der Gemeinderat Thalheim unterstützt dieses Vorgehen und hat dem Gemeindepräsidentenverband die Kompetenz erteilt für die Aufnahme, Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden eine Bezirkslösung auszuarbeiten.

Militär

Die Gemeinden Adlikon, Andelfingen, Humlikon, Kleinandelfingen und Thalheim führen jeweils gemeinsam die Entlassungsfeier für die Wehr- bzw. Zivilschutzdienstpflichtigen durch. Am 4. Dezember 1997 findet dieser Anlass im Restaurant Thurbrücke in Kleinandelfingen wieder statt.

Abfallwesen

Im Frühling 1998 findet die nächste Elektro-Entrümpelungsaktion statt. Das genaue Datum steht noch nicht fest.

Gesundheit

Der Lebensmittel-Ortsexperte hat diverse Betriebe kontrolliert, auch hier wurden keine Beanstandungen vorgenommen.

Gemeindeverwaltung

Personen die eine Entschädigung für eine Gemeindetätigkeit erhalten, werden gebeten ihre Abrechnung bis zum 15. Dezember 1997 auf der Kanzlei abzugeben.

Die Gemeindekanzlei bleibt am Freitag, 2. Januar 98 geschlossen. Wir wünschen allen Einwohnern schöne Feiertage.

Editorial

Liebi Läserin, liebe Läser

D Zyt blibt nid stah – e zimmli banali Feschtstellig, doch wänn nu na es Reschtli Bletter am Abrysskaländer hanged, drängt sy sich eim trotzdem uf. D Zyt blibt nid stah, d Wält träit sich wacker wyter und änderet deby ihres Gsicht. Chlyner isch sy worde, hätt me s Gfühl, dänn d Kontinänt sind zäme gruckt. Das hät ztue mit Technik – elektronischi Nervesträng mached eus Teil vo ere künstlichi Näbewält, einere, wo Distanze kei Rolle me spiled und d Physik ufghobe schynt. S Internet hät i de letschte zwei Jahr en unverglychliche Siegeszug aträtte, wo i synere Tragwyti womöglich mit de Industrielle Revolution verglychbar isch.

Dy ganz Sach hät vor nanig zwänzg Jahr mit de Erfindig vom PC aagfange und jetzt isch d Software-Industrii in Amerika bereits grösser als d Autoindustrii. Es entstönd Arbetsplätz i dem Berych und das zu grosser Zahl. Und es gseht us, als würdi d Schwyz de Zug verpasse. Deby hett sy di beschte Chance, i dem Berych e wichtigi Position yznäh. Als chlyses Land ohni Bodeschetz, mit eme höche Bildigsgrad und em nötige Gält für dy technische Grundlage wäred mir ideal usgrüschtet für d Role als e füerendi Nazion. Me frögt sich, werum sy das nid macht – schlafed d Schuele (mit Sicherheit!), simmer vor luter Wohlstand z satt und z träg worde (das wär guet möglich), oder hämmer so Angst vor Veränderige, das mer d Chance nüm gsehnd (au um das z vermuete, mues me kein bösartige Mänsch sy)?

Ich ghör nid zu dene, wo an Aabruch vo eme goldige Zytalter glaubed und sich jetzt scho uf Ström vo Milch und Honig freued. Ich ghör aber au nid zu dene, wo d Zeiche vo dere neue Zyt als Vorbote vom Untergang wertet. Ich glaub nid, das dur die Globalisierig – e spannendi, beunruigendi, aber au unufhaltsami Entwicklig – eusi Kultur, eusi Mentalität, oder eusi Eigeheite bedroht sind. Wänn’s Eus gnueg wert isch, wird’s nid nu die, sondern au die nöchscht und übernöchscht technisch Revoluzion überstah. Oder chönnted Ihr Eu das Editorial uf Hochtütsch vorstelle?

Scho jetzt es guets Neus wünscht im Name vo de Redakzion:

Matthias Schüssler