Gedankenflug: Heimweg von einem Lichtjahr

Im vergangenen Herbst haben Astronomen eine gigantische Sternenexplosion, eine Supernova entdeckt. Gemäss NASA war es die bisher hellste. Seither konnte sie von den Fachleuten während Monaten beobachtet werden. Der explodierte Stern habe hundert Mal mehr Energie freigesetzt als bisher eine «normale» Supernova. Das wiederum heisse, dass er so massiv war, wie ein Stern überhaupt sein kann, ungefähr das 150-fache unserer Sonne. «So etwas haben wir noch nie gesehen», soll ein Astronom der kalifornischen Universität in Berkeley gesagt haben.

In dem kurzen Bericht, den ich darüber gelesen habe, kommt auch wieder einmal ein Wort vor, das mich umtreibt und irritiert, seit ich es zum ersten Mal gelesen habe: Lichtjahre, ein Längenmass! Licht legt in einer Sekunde 300’000 Kilometer zurück, das ist etwas mehr als sieben Mal rund um die Erde. Von der Sonne bis zur Erde braucht das Licht sechs Minuten. Die Supernova soll rund 240 Millionen Lichtjahre entfernt sein von uns.


Mir wird schon schwindlig, wenn ich mir ein einziges Lichtjahr vorstellen will: die Entfernung, für die das Licht ein Jahr braucht, um zu uns zu kommen. Es überwindet in dieser Zeit mehr als neun Billionen Kilometer – das ist rund 225’000’000 Mal rund um die Erde.


Wir könnten diese lustigen Rechenspiele fortsetzen und jetzt noch ausrechnen, wie viel Mal einer um die Erde rennen muss, um dann auf die Distanz der 240 Millionen Lichtjahre zu kommen, also theoretisch bis zur grossen Supernova. Doch mehr als Spiele sind das für Normalsterbliche nicht. Astronomen haben da wohl eine bessere Vorstellung davon, weil sie in diesen Dimensionen arbeiten. Wie ist es wohl für sie, wenn sie schlicht die Distanz von zu Hause bis zur nächsten Stadt rechnen? Vielleicht können sie sich dann das nicht mehr richtig vorstellen.


Doch unsereins kann sich nicht einmal ein einziges Lichtjahr wirklich plastisch vorstellen. Das sind Zahlen und mathematische Grössen, die in unserm Alltag keine Wichtigkeit haben. Für uns zählen ganz andere Distanzen. Wie weit ist es bis zum nächsten Laden? Bis zum nächsten Bahnhof? Bis zum nächsten Theater oder Kino? Für Leute, die nicht oder nicht mehr gut zu Fuss sind, ist schon der an sich kurze Weg vom Tisch ins Bad zu lang. Spätestens wenn ich wieder einmal an einem Samstag oder Sonntag per Bahn nach Thalheim zurückkomme, wird mir die Distanz vom Bahnhof bis nach Hause wie ein Lichtjahr vorkommen. Weit und breit kein Bus in Sicht!


Ursy Trösch

Termine von Juli bis Oktober

Juli 2007

Fr 27.   Erscheinungsdatum, Dorfposcht Nr. 94

August 2007

Mi 01.    Bundesfeiertag, Bundesfeier beim Schützenhaus, Festwirtschaft, Gemischter Chor
Di 07. Blutdruck messen, 14 bis 15 Uhr im Chileträff, im Soussol des Gemeindehauses, Spitex
Mo 13. Tagesausflug mit Car zum Tierpark Goldau, Kirchgemeinde (bitte anmelden)
Fr 17. Sommerferien Ende, Schule
Fr 18. 4. Bundesübung und Training, Schützenverein
Sa 18. Pilgerwanderung auf Höhenwegen, Kirchgemeinde
Sa 18. Altpapiersammlung, Turnverein
So 19. Vereinsreise, Dorfverein
Mo 20. Beginn, Schuljahr 2007/08, Schule
Fr 24. LA 3-Kampf-Meisterschaft Deutweg, Turnverein
Fr 24. Zürcher Kantonalschützenfest, Ossingen, Schützenverein
Sa 25. Einweihung der Kläranlage, ab 10 Uhr, Gemeinde
Sa 25. Weinländerturntag Neftenbach, Turnverein
So 26. Zürcher Kantonalschützenfest, Ossingen, Schützenverein
So 26. Weinländerturntag Neftenbach, Turnverein
Mo 27. 1. Abend zum Thema Kirche und Kunst, 19.30 Uhr im Begegnungsraum Altikon, Kirchgemeinde
Fr 31. Zürcher Kantonalschützenfest, Ossingen, Schützenverein

September 2007

Sa 01.    Jugendwettkampf Deutweg, Turnverein
Fr 01. Zürcher Kantonalschützenfest, Ossingen, Schützenverein
So 02. Spiel und Stafettentag Deutweg, Turnverein
So 02. Feldgottesdienst beim Schützenhaus, Kirchgemeinde
Fr 02. Zürcher Kantonalschützenfest, Ossingen, Schützenverein
Di 04. Blutdruckmessen, 14 bis 15 Uhr im Chileträff, im Soussol des Gemeindehauses, Spitex
Do 06. Präsentation von neuen Bibelausgaben, 19.30 Uhr im Chileträff Thalheim
So 09. Turnfahrt, Männerriege
Mo 10. Knabenschiessen
Mo 10. 2. Abend zum Thema Kirche und Kunst, 19.30 Uhr im Begegnungsraum Altikon, Kirchgemeinde
MI 12. Redaktionsschluss, Dorfposcht Nr. 95
Do 13. Vortrag: Jugendliche – Sekten und neue kirchliche Strömungen fordern uns heraus; mit Georg O. Schmid
Sa 15. Turnfahrt, Turnverein
So 16. Bettag; Gospel Church in Altikon (10 jähriges Jubiläum), 10 Uhr in der Kirche Altikon
Mi 19. Fiire mit de Chliine, 16 Uhr, in der Kirche Thalheim
Sa 22. Schlussturnen, Turnverein
Do 27. 3. Abend zum Thema Kirche und Kunst, 19.30 Uhr im Begegnungsraum Altikon, Kirchgemeinde
Fr 28. Mittagstisch im Altersheim Stammertal, Pro Senectute
Fr 28. Erscheinungsdatum, Dorfposcht Nr. 95
So 30. 9.15 Uhr, Erntedank-Fmiliengottesdienst, Mitwirkung des Gemischten Chores, Kirche Thalheim

Oktober 2007

Di 02.    Blutdruck messen, 14.00 bis 15.00 Uhr im Chileträff, im Soussol des Gemeindehauses, Spitex

Zum Titelbild: Die Gerste

Wer kennt sie nicht, die gute Gerstensuppe, die man nach einer Wanderung oder nach dem Schifahren in einer Berghütte zu sich nimmt. Aber auch die Liebhaber des Gerstensaftes namens Bier kommen da nicht zu kurz.

Heutzutage wird die Gerste, hauptsächlich Wintergerste, in der Schweiz vor allem für Tierfutter verwendet.


Die Braugerste, für Bierherstellung, also zum mälzen, wird im Ausland produziert. Da die Braugerste einen tiefen Eiweissgehalt benötigt und das nur ohne Düngung möglich ist, wird der Ertrag geringer. Daher ist das für die Schweiz zu teuer.


Aus der Gerste wird aber nicht nur Bier gebraut, in Schottland und Amerika wird auch Whisky hergestellt.


Die Wintergerste wird ab dem Bettag, also im September ausgesät und ab ende Juni geerntet. der Bauer kann das Feld so nochmals bewirtschaften evtl. mit Gras. Die Gerste wird im Getreidelager abgeliefert, da kann der Bauer dann seine benötigte Menge wieder akonto beziehen.


Schon etwa fünf Jahrhunderte vor Christus soll man die Gerste gekannt haben, sie gilt als das älteste Getreide.


Im alten Ägypten wurde aus der Gerste nicht nur Brot gebacken oder Bier gebraut, sie wurde in den den Speichern der Stadt verwahrt und wie ein Girokonto verwendet. Ein Monatslohn eines hohen Beamten bestand zu Beispiel aus 300 L Gerste die er ja nicht verbrauchen konnte. Wenn er etwas kaufen wollte wurde auf einer Tontafel sein Guthaben verzeichnet und so konnte er wie mit einem Check bezahlen.


Im alten Griechenland wurde Pfingsten immer am 2. Juni gefeiert und die Gerste geerntet. Dann wurde sie der Griechischen Fruchtbarkeitsgöttin Demeter geweiht. Den Begriff Demeter kennt man heute noch im Zusammenhang mit biologisch-dynamischer Landwirtschaft und geht zurück auf die anthroposophischen Grundlagen von Rudolf Steiner. Im Mittelpunkt steht das gesunde Zusammenspiel von Menschen, Tiere und Pflanzen und Erde und Kosmos.


Im Buch von Annegret Bohmert «Lebendige Ernährung» habe ich einen Text gefunden den ich so wiedergeben möchte: «Beeindruckend ist das Gerstenfeld im Frühstadium, wenn die Graunenbildung weich und zartgrün ist und der Mohn daraus intensiv rot hervorleuchtet. Während dem Reifen richten sich die Ähren in strahlend gelber Farbe auf, dem Licht entgegen. Die Ähren öffnen sich wie ein Fächer und neigen sich zur Erntezeit wieder der Erde zu.»


pr

Zürcher Kantonalschützenfest

Das Zürcher Weinland wird vom 24. August bis zum 9. September 2007 Mittelpunkt einer grossen nationalen Schützenfamilie sein. Über 10’000 Wettkämpfer aus allen Landesgegenden werden zum fairen Wettstreit erwartet.

Das Programm des Schützenfests


Sehr geehrte Weinländerinnen und Weinländer, liebe Freunde des Schweizer Schiesssportes


Der Schiesssport ist seit Jahrhunderten stark im Volkstum unseres Landes verankert. In den letzten Jahren wurde das ausserdienstliche Schiessen immer mehr durch den sportli­chen Gedanken verdrängt. Heute muss Schiessen ganz klar als Sport bezeichnet werden. Teamgeist, Präzision, Konzentration, Ausdauer und Kameradschaft prägen den heutigen modernen Schiesssport. Schiessen hat aber auch noch andere Stärken – sehr geringes Verletzungsrisiko, Disziplin, Durchsetzungsvermögen, Geschicklichkeit, Sauberkeit im Be­zug auf Doping – es ist ein Familien- und Ganzjahressport sowie fördert in grossen Masse das Zusammentreffen der Generationen.


Vom 24. August bis zum 9. September findet erstmals in der über hundertjährigen Geschichte des Zürcher Kantonalschützenverbandes das Kantonalschützenfest im Zürcher Weinland statt. Erstmalig werden die Wettkampfdisziplinen – Gewehr 300 Meter, Pistole 50 und 25 Meter, Kleinkaliber fünfzig Meter und Armbrust dreissig Meter – gemeinsam angeboten und durchgeführt. Damit wird auf eindrückliche Art und Weise auf die Gemeinsamkeiten im Schiesssport hingewiesen.

Region rückt in den Mittelpunkt

Das Organisationskomitee ist bestrebt, nebst den landschaftlichen Schönheiten des Zür­cher Weinlandes auch die einheimischen Erzeugnisse den Teilnehmern und dem Publi­kum näher zu bringen. So werden in allen Festwirtschaften nur einheimische Weine aus­geschenkt und auf dem grossen Gabentempel finden sich kaum Preise, die nicht im Zür­cher Weinland eingekauft wurden. Für die Behörden, Sponsoren und Gönner sowie die Bürgerinnen und Bürger werden verschiedene Begegnungsmöglichkeiten angeboten. Sei dies nun an einem speziellen Schiessanlass, in einer der zahlreichen Festwirtschaften oder mit der Teilnahme am Offiziellen Tag des Kantonalschützenfestes.

Unser reichhaltiges Festprogramm

Mit unzähligen Helfern aus über dreissig Vereinen werden wir auf zwölf Schiessplätzen dezentral diesen Grossanlass durchführen. Die Schiess- und Festplätze befinden sich Berg am Irchel, Flurlingen, Kleinandelfingen (2), Marthalen, Ossingen (2), Rheinau, Rickenbach, Trüllikon, Uhwiesen und Unterstammheim. Aus der Liste auf der rechten Seite können Sie das Detailprogramm entnehmen.


Jeder Schiessplatz verfügt über eine reichhaltige Festwirtschaft, welche die Vereine mit viel Fleiss und Charme führen werden. Kommen Sie vorbei und schnuppern Sie einmal die Schiesssport-Atmosphäre in einem Stand. Sie werden begeistert sein – welche Ruhe und Ernsthaftigkeit Sie antreffen. Sie sind herzlich willkommen.


Die Herausforderung, den Schweizer Schützen ein würdiges Schützenfest zu präsentieren war von allem Anfang an sehr gross. Es wurde mit viel Herzblut gearbeitet und versucht, Gewerbe, Politik, Wirtschaft und Tourismus in diesen Grossanlass einzubinden. Die unterschiedlichsten Kulturen sowie die vielen Festivitäten sollen uns während dem Kantonalschützenfest begleiten und zu vielen fröhlichen Begegnungen führen. Das Zürcher Weinland hat so vieles Schönes zu bieten – zeigen wir es unseren Gästen doch.


www.zhksf07.ch / info@zhksf07.ch


Urs Stähli
OK Präsident

Detailprogramm Zürcher Kantonalschützenfest 2007

16. Juli Ratsherrenschiessen in Ossingen (inkl. SA Kleinandelfingen)
18. August Match der Bezirke in Winterthur (inkl. SA Kleinandelfingen)
23. August Militärwettkampf in Kleinandelfingen
24. – 27. August 1. Festwochenende auf allen Schiessplätzen
25. August Tag der Jugend in Ossingen (inkl. SA Kleinandelfingen / Berg a.I.)
27. August Veteranentreffen in Flurlingen
31. August – 2. September   2. Festwochenende auf allen Schiessplätzen
1. September Offizieller Tag in Andelfingen, Marktplatz (inkl. Umzug)
7. – 9. September 3. Wochenende auf allen Schiessplätzen
8. September Behörden- und Sponsorenschiessen in Uhwiesen
9. September Schützenkönigs-/Festsiegerkonkurrenzen in Kleinandelfingen und Berg am Irchel (Kleinkaliber 50m)
10. November Absenden in Andelfingen, Sporthalle

Jugendtreff: Neuer Leiter

Liebe Besucher des Jugendtreffs Andelfingen, liebe Eltern

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu dürfen, dass seit dem 1. Juli Herr Patrik Müller als Leiter im Jugendtreff Andelfingen tätig ist. Herr Müller ist gelernter Zimmermann und diplomierter Erziehungstherapeut.


Er wird in Zukunft den Jugendtreff in Andelfingen betreuen, Projekte für Jugendliche leiten, den Austausch mit Schulen und Behörden pflegen und Ansprechpartner für die Jugendlichen sein. Ebenso wird er sich bei Problemen einsetzen, welche die Jugendlichen tangieren und bei deren Lösungsfindung beratend zur Seite stehen.


Herr Müller ist jeden Montag von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 Uhr bis 16.30 Uhr in seinem Büro in der Gemeindekanzlei Andelfingen erreichbar.


Mobiltelefonnummer: 076 360 82 84 (auch ausserhalb der Bürozeiten)


Vom 24. August bis 28. September 2007 ist Freitags ab 19 Uhr bis 22 Uhr offener Treff im «Notspital Andelfingen». Zum Besuch des Jugendtreffs Andelfingen sind alle Schüler der Oberstufe der Gemeinden Adlikon, Andelfingen, Oberwil, Humlikon, Kleinandelfingen und Thalheim eingeladen.


An den Freitagen vor und während den Schulferien bleibt der Treff geschlossen.


Um 22 Uhr werden die Jugendlichen von den Leitern angehalten, sich auf den Heimweg zu begeben und grössere Lärmimmissionen zu vermeiden. Wir, die für die Jugendarbeit verantwortlichen Behörden und die Leiter des Jugendtreffs Andelfingen sind allen Eltern dankbar, wenn Sie uns dabei unterstützen.


Caroline Hofer Basler

Gewerbeschau Dinhard-Thurtal

Am 8. und 9. September findet in Dinhard, Berg, Altikon und im Grüt die vierte Gewerbeschau des Gewerbevereins Dinhard-Thurtal (GVDT) mit über vierzig Ausstellern statt.

Ausstellung

Unter dem rustikal-handwerklichen Motto «Negel mit Chöpf» präsentieren 41 Gewerbebetriebe, Handwerker, Detailisten und Dienstleistungsbetriebe dem interessierten Publikum ihr Spektrum. Und das reicht von A wie Autogarage oder Architekturbüro über G wie Gipsergeschäft oder Gerüstbau und L wie Landmaschinen, S wie Sanitär über V wie Velo bis zu Z wie Zimmerei, um nur einige wenige zu nennen. Als Gastgemeinde wird Obersaxen vertreten sein.


Natürlich wird auch aus gastronomischer Sicht nicht kurz getreten; an allen vier Standorten wird für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt werden.

Standorte

Am Hauptstandort in Dinhard wird man 21 Aussteller in der neuen Sporthalle antreffen. 9 Gewerbebetriebe werden sich in Berg vorstellen, in Altikon werden deren 6 präsent sein und weitere 5 stehen im Grüt den Besuchern «Red und Antwort». Neben den diversen Ortsgruppen-Beizli finden Sie in Berg das grosse Festzelt. Für nichtmotorisierte Besucher oder solche, die ihr Fahrzeug gerne auf einem der ausgeschilderten Parkplätze stehen lassen wollen, steht ein kontinuierlich zirkulierender Gratisbus zwischen den 4 Standorten zur Verfügung.

Jubiläum und Eröffnungsabend

Der GVDT wurde im April 1987 gegründet und zählt rund siebzig Mitglieder. Und die Zahl 1987 gibt das Stichwort: 20-jähriges Jubiläum. Dieses Ereignis hat der GVDT auch als Anlass gesehen, seinen visuellen Auftritt zu erneuern: Ein neues Logo wurde von Profis ausgetüftelt und realisiert.


Der offizielle Eröffnungsabend findet am Freitag, dem 7. September, statt. Nach einer kurzen Führung durch die Ausstellungsorte in Berg wird dort um 19.45 Uhr nach einem Apéro die offizielle Begrüssung der Gäste und die Eröffnung stattfinden, gefolgt von einem Nachtessen und einem kleinen Rahmenprogramm. Neben den über fünfzig Gästen aus Politik und Wirtschaft, Gemeinde- und Verbandswesen werden auch die Aussteller und Ausstellerinnen selbst teilnehmen.

Unterhaltung

Am Samstagabend finden in diversen Ortsgruppen-Beizli lokale Aktivitäten statt, während am Sonntag, dem 9. September, in Dinhard die Munot-Pans Steelband die Besucher von 10.30 bis 12 Uhr zu einer musikalischen Odyssee einladen.


Weitere Informationen finden Sie im separaten Inserat zur Gewerbeschau in dieser Zeitung oder unter www.gvdt.ch. Das Organisationskomitee wünscht allen Besuchern schon jetzt einen angenehmen, erlebnisreichen und vor allem auch informativen Aufenthalt an unserer Gewerbeschau.


H. Wolfer

Eingesandt: Verwundert?

Wie schnell sich doch das Leben ändern kann, hat unsere Familie Anfangs März auf schmerzliche Art und Weise erfahren müssen.

Vom Unfall unseres Vaters weiss inzwischen jeder Bewohner dieser Gemeinde. Alle waren sehr betroffen und konnten kaum glauben, dass so ein blöder Ausrutscher im Garten, solche Folgen haben kann. Man muss sich das mal vorstellen: Paps fällt genau in einen Metallstab an dem Rosen hinauf wachsen. Der dringt unter dem Auge durch die Augenhöhle in den Kopf und schliesslich ins Hirn ein! Dieser Schmerz! Dann zieht er den Stab wieder heraus und das bei vollem Bewusstsein, kämpft sich noch nach vorne auf die Terrasse um Hilfe zu holen, bricht dann aber bewusstlos zusammen! Zum Glück findet Ihn aber der Nachbarsjunge, Manuel Kammacher, und ruft schnell Hilfe.


Meine Familie und unser Mami kamen nichts ahnend aus den Ferien und sehen noch den Ambulanzwagen davon fahren. Der Schock war gross und wurde noch grösser, als die Nachricht vom Spital kam, dass wir mit dem Schlimmsten rechnen müssten.


Schweres Schädel-Hirntrauma und einiges mehr waren die Folgen dieses Unfalls. Unserer Familie wurde angst und bange und ich als ehemalige Krankenschwester hatte so eine leise Ahnung, was auf uns zu kommen könnte. Was würde sein mit unserem Vater, wenn er aus dem künstlichen Koma erwachen würde? Ob er überhaupt wieder erwacht? Tausend Fragen? Wir informierten uns sehr genau und setzten uns mit Allem auseinander. Jeder von unserer Familie tat das auf seine eigene Art und Weise und wir waren so oft wie nur möglich bei unserem Vater im Spital. Auch alle seine Enkelkinder durften ihn besuchen, was für die Kleinen sicher nicht immer so einfach war, den Grosspapi so leblos da liegen zu sehen.


Papa sollte unsere Anwesenheit spüren und merken, dass wir ihn noch brauchen und er sich nicht so «einfach aus dem Leben davon stehlen kann». Wir durften auch mit Musik, Heilsteinen, Massagen, Energiearbeit, Farbtherapie und positivem Denken und vor allem mit unserer Anwesenheit viel beitragen. Das war eine einzigartige Erfahrung mit der Intensivstation eines Spitals so zusammen arbeiten zu können. Die Medizin war für das Körperliche und wir für das Seelische zuständig. Medizinisch wurde das volle Programm durchgeführt, aber Paps wollte einfach nicht aufwachen! Wir haben aber nicht locker gelassen und siehe da, wider erwarten der Aerzte überraschte Paps uns plötzlich mit ersten Reaktionen, nach drei langen Wochen! Wir waren einfach nur «happy».


Ob sich wohl Papas Seele entschieden hat, seinem Körper doch nochmals eine Chance zu geben!? Dafür haben wir gekämpft und für seine Heilung. Die Frage war jetzt, was für Schädigungen bleiben zurück. Von da an war die Genesung kaum aufzuhalten und die schlechten Prognosen der Ärzte sind zum Glück nicht eingetroffen. Er hat geredet, uns erkannt, den Unfall noch gewusst. Er wusste wer er ist und wer er vor dem Unfall war, einfach wunderbar! Für mich persönlich war es einer der schönsten Momente in meinem Leben, denn alle körperlichen Einschränkungen dachte ich, seien halb so schlimm! Es war eine belastende Zeit für uns, vor allem psychisch und emotional, aber auch befreiend zu wissen, dass jetzt alles Gut kommen kann. Davon waren wir alle überzeugt!


Der nächste Schritt war die Rehabilitation in Zihlschlacht, wo man für Vieles kämpfen musste. Zum Erstaunen aller, hat sich unser Vater ziemlich schnell erholt, wohl weniger wegen den Therapien, sondern einfach weil er es wollte! Und so schnell wie möglich nach Hause war sein Ziel! «Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!»


Seit dem 16. Juni ist er nun zu Hause, und hält vor allem Mami auf Trab! Ich bin glücklich und dankbar, auch weil dadurch wieder etwas mehr Ruhe in mein eigenes Familienleben eingekehrt ist. Die Operation am Kopf hat er nun auch überstanden, aber trotz allem hat er noch einen weiten Weg vor sich, mit verschiedensten Therapien.


Ich für meinen Teil habe sehr viel gelernt und meine Stärken und Schwächen wieder vor Augen! Und so geht es hoffentlich jedem von unserer Familie! Ich glaube jedenfalls, dass der Sinn und Zweck des Lebens nach so einem Einschnitt, nicht darin besteht, dort weiter zu machen, wo man aufgehört hat, sondern diese «Krise» als Chance zu nutzen und die bisherige Lebensweise neu zu überdenken und möglicherweise einiges zu ändern.

«Unser Körper ist unser Heim, auf den sollten wir achten und hören!»

Zum Abschluss möchte ich erwähnen, das was unserer Familie vor allem geholfen hat, sind die vielen lieben Worte, positiven Gedanken, Wünsche und Angebotshilfen und das Mitgefühl vom ganzen Dorf. Diese positiven Energien hat auf jeden Fall auch unser Vater gespürt und hat viel zur Genesung beigetragen. Auch bei meiner Geburt der Zwillinge haben wir diese Energie schon einmal erfahren dürfen und nicht zuletzt deshalb wollten wir uns auf diesem etwas wunderlichen Weg für alles herzlich bedanken.


Es scheint, als ob sich die schlechten Prognosen in unserer Familie einfach so in Luft auflösen und dadurch einem Wunder Platz machen.


Es ist wunderbar so eine gewaltige Unterstützung vom ganzen Dorf spüren zu dürfen.


Angelika Stadler-Reinle

Eingesandt: Schweizer Ausländer

Die grosse Ferienzeit ist angebrochen. Wie schön! Ferien ist ein herrliches Wort. Das klingt nach Erholung und Abwechslung, nach Abenteuer und Entspannung. Fährt oder fliegt man dafür ins Ausland, kann es in den meisten Fällen dazuführen, dass man zum Ausländer wird. Dabei gilt bekanntlich: «Andere Länder, andere Sitten». Aber was erzähle ich Ihnen denn da? Als Schweizer weiss man schliesslich, wie man sich an andere Sitten anpasst. Man möchte ja für eine oder mehrere Wochen angenehme Ferien verbringen. Vielleicht ist man auch neugierig auf das Ferienland und lernt Land und Leute etwas näher kennen. Es kann auch vorkommen, dass man am Ferienort nur von Schweizern umgeben ist, sodass man teilweise gar nicht richtig bemerkt, dass man im Ausland weilt. Hauptsache ist, dass man die Ferien geniesst und danach wieder zufrieden nach Hause fährt oder fliegt. Zu Hause, im eigenen Land, kann man dann auch wieder in Ruhe über das Ausland und dessen Ausländer schimpfen.

cm

Sind unsere Kinder so schlimm?

In unseren Medien vernehmen wir so viel Negatives, Schreckliches und Unglaubliches. Nebst all dem, was in der Welt so passiert, hören und lesen wir immer wieder, wie schlimm unsere Jugend ist. Gewaltbereitschaft, Alkoholexzesse, Drogenkonsum usw. Doch es gibt auch positives über unsere Jugend zu berichten. In der Zeitung habe ich zwei gute Geschichten gelesen von Jugendlichen die hilfsbereit, lernwillig und freundlich sind. Es gibt sie also doch, die Guten, man muss nur genau hinschauen und hinhören. Auch durfte ich an der Lehrlingsabschlussfeier meines «Göttibuebs» dabeisein, und erleben das diese Jungs einen tollen Zusammenhalt haben. Sie haben in ihrer Lehrzeit als Forstwart hart gearbeitet, körperlich wie auch geistig und haben bis auf einen den Lehrabschluss bestanden, zum Teil mit Spitzennoten. Ich habe viel Respekt vor diesen Jungs, und es gibt noch viele positiv denkende, anständige Jugendliche. Wir Erwachsenen sollten einfach einmal richtig hinschauen und zuhören, denn unsere Kinder haben Respekt und Achtung verdient. Zugegeben es gibt auch noch die negativen «Fälle», aber da frage ich mich, sind die wirklich ganz alleine Schuld daran. Wir haben für nichts im Leben eine Garantie, aber wenn wir uns wieder auf ein paar wichtige Grundsätze besinnen, können wir bestimmt etwas Positives erreichen.

Sich Zeit nehmen für die Kinder ist wichtig. Damit meine ich nicht, Materielles zu beschaffen, denn das kostet uns nicht viel Zeit, sondern uns einmal ihre Sorgen und Nöte anhören und sind sie für uns auch noch so banal. Zeit und Herzensliebe sind meiner Ansicht nach die wichtigsten Dinge mit denen wir unsere Kinder «verwöhnen» dürfen.


Liebe heisst aber auch Grenzen setzen und Fehler zuzulassen um daraus zu lernen. Denn unsere Kinder sind auch unsere Zukunft, und sie können noch sehr viel Gutes erreichen wenn wir das auch zulassen, aber sie sollten auch ihre eigenen Erfahrungen machen dürfen. Wir können sie nicht vor allem bewahren und ihnen den Weg immer ebnen, aber wir sollten hinter ihnen stehen, um sie auch mal aufzufangen wenn sie zurückfallen.


pr

Seniorenferien in Mols

Langsam scheint es fast obligat zu sein, dass am Reisetag der Pro Senectute Ferienwoche strahlendes Wetter ist.


Auch diese Jahr war es so als am 16. Juni eine stattliche Zahl Senioren/innen aus Thalheim, Altikon, Rutschwil und Oberwil im Car das Bündnerland ansteuerten. In Mols am Walensee stand ein Mittagessen für uns bereit. Wir schauten nach Quinten hinüber und es erinnerte uns sehr ans Tessin, gedeihen doch wie dort auch in Quinten sehr viele südliche Früchte.


Wohlgenährt bestiegen wir unseren Car und weiter gings via Chur dem Schams zu. Andeer war unser diesjähriges Ziel. Berg- und Badeferien standen uns bevor.


Das eigenwillig gebaute Fravi war für eine Woche unser Hotel. Das hoteleigene Bad (Thermalwasser) war unser Jungbrunnen. Genüsslich liessen wir uns vom warmen Wasser verwöhnen und freuten uns, dass wir nur durch einen Korridor von unserem Hotel getrennt waren. So konnten wir bequem in unseren Bademänteln vom Zimmer zum Bad gelangen.


Vor dem Morgenessen wie gewohnt, die einmaligen Turnübungen mit Christine Jordi. Alle die verschiedenen Übungen genau abgezielt auf unser Alter.


Immer gespannt waren wir natürlich auf das Menü am Mittag und am Abend. Die Portionen ebenfalls sehr richtig angepasst


Natürlich erkundeten wir auch die Gegend. Mit frohem Lachen nahmen wir Platz in der für uns bestellten Rösslikutsche, die uns nach Clugin führte. Die Pferde hatten wahrlich einen Krampf uns die steile Strasse hochzuziehen. Das kleine uralte Kirchleine in Clugin war wirklich sehenswert. Dann gings wieder hinunter, diesmal nach Zillis. Dort schmücken 153 ausdrucksvoll bemalte Fresken die bekannte Kirche.


Nach einem gemütlichem Kaffeehalt; gings wieder nach Andeer. Auch eine Burgen- und Schlösserfahrt ins Domleschg gehörte zum Ausflugspaket. Imposant die Strasse durch die Via Mala. Unser ortsvertrauter Chauffeur erzählte uns viele interessante Dinge über diese Gegend. Überall erblickten wir Burgen, oft sogar solche die bewohnt sind.


Von weither erblickten wir dann ein ganz spezielles Gebäude. Was soll denn das sein??? Es sah aus wie drei riesige Betoneier. Herr Mark, unser Chauffeur, löste das Rätsel: eine Kirche. Dieses Kirchenprojekt von Cazis bekam als Sieger des ausgeschriebenen Architekturwettbewerbs den ersten Preis!


Auch das höchst gelegene, ganzjährig bewohnte Dorf Europas, Juf war wirklich eine Reise wert. So auch Wergenstein, wo man bei einem Strahler seinen kostbaren Fundus bewundern und schön gearbeitete Schmucksteine kaufen konnte.


Wir freuten uns auch über den Besuch von Pfarrer Morand und dass er uns seinen Film über das begleitete Pilgern zeigte.


Echt eindrucksvoll! Friedi Mathis und Brigitte Wettstein hatten auch dieses Jahr alles umsichtig und bestens vorbereitet, darum auch ein gutes Gelingen!


Willi Peter bot uns am letzten Abend wieder einige Müsterchen aus seiner erfolgreichen Schreibwerkstatt. Wie immer mit Geist und Humor.


Auch den Abend mit den wunderschönen Dias aus der dortigen Bergwelt sei noch erwähnt, die Bilder traumhaft schön!


Herzlichen Dank allen, die mitgeholfen haben diese Ferientage zu ermöglichen.


Dorethea Brennwald


Auch ich bedanke mich ganz herzlich bei unseren Gästen und bei meinen Kolleginnnen Christine Jordi und Friedi Mathis für ihren Beitrag zum guten Gelingen dieser Ferienwoche.


Ein ganz spezieller Dank geht an Dorothee Brennwald: Nicht nur ist sie mit ihrem Medizinkoffer immer zur Stelle, wenn sie gebraucht wird, auch mit ihren träfen Sprüchen konnte sie unsere Herzen erfreuen. Zur Hochform lief sie aber am Schlussabend auf, als sie mit uns einen kleinen Sketch einstudierte zur Freude aller. Wir hoffen natürlich, dass sie uns auch im 2008 wieder begleiten wird.


Ortsvertreterin Pro Senectute Thalheim, Brigitte Wettstein