Adventsfenster 2000

Schon längst beschäftigen wir uns wieder mit vielerlei Wichtigem und Unwichtigem, die Festtage und die damit etwas geruhsamere Zeit, gehören der Vergangenheit an. Gerne erinnern wir uns an die 24 Fenster, die in Thalheim und Gütighausen die dunkeln Dezemberabende erhellten. Ganz herzlich danke ich allen die ein Fenster gestaltet haben. Sie helfen dadurch mit, den noch jungen Brauch auch in unserem Dorf lebendig zu halten.

In der Andelfinger-Zeitung habe ich gelesen, dass der Ursprung des Advenstsfenster-Brauchs vor 14 Jahren in Buch am Irchel war. Im Jahr 2000 waren im Kanton Zürich 79 Gemeinden beteiligt. Wann genau die beleuchteten Fenster in Thalheim zu sehen waren, konnte ich nicht feststellen, jedenfalls sind in der Dorfposcht vom November 91 die geschmückten Fenster erwähnt, allerdings waren es damals nicht 24, sondern nur 7. Wir haben uns also gesteigert. Und soviel ich weiss kein Jahr ausgelassen, dank all jenen die sich immer wieder bereit fanden trotz «Weihnachtsstress» diese Idee zu unterstützen. Nochmals vielen Dank. Ich freue mich schon auf die leuchtenden Fenster im Dezember 2001 und hoffe, dass sich viele Leute spontan melden. Für den Dorfverein Thalheim-Gütighausen


Christine Jordi-Morf

Weihnachtsmärt

Der kleine, grosse Weihnachtsmärt, am Samstag, 25. November 2000, war ein kleines Wunder.

Wahrscheinlich hat in der Vergangenheit weder Thalheim noch Dorlikon jemals einen so vielseitigen, stimmungsvollen und gut besuchten Märt erlebt. Im Dorfteil Winkel wurde an über vierzig Marktständen Waren angeboten. Sie luden zum vorweihnächtlichen Kauf ein, weckten den Sammlerinstinkt oder erfreuten schlicht den Magen, die Augen und das Gemüt der vielen Besucherinnen und Besucher.


Auch der Drehörgelimann (Peter Schleuss) und zwei originelle «Beizen», die Gaststube von Elsbeth Helfer und Familie Vogts Weinkeller, lockten zum Verweilen. Die festliche Beleuchtung rundete das Bild ab.


An diesem Samstag ist in Thalheim etwas gelungen, von dem die Initianten kaum zu träumen wagten. Es gelang, einen vielseitigen, kleinen, gemütlichen Dorfmärt zu organisieren, der zahlreiche Besucher anlockte. Zwar, war er in Grösse und Besucherzahl nicht zu vergleichen mit dem Märt in Andelfingen, in Stammheim oder in Ossingen, aber es waren doch so viele Besucher da, dass die meisten Händlerinnen und Händler und auch die «Gastwirte» einen erfreulichen Umsatz erzielten.


Viele Angebote, von Backwaren, Würsten, Mostbröckli über Süssigkeiten bis zu Ge-schenk- und Gebrauchsartikeln, wurden in Gütighausen, Thalheim und Altikon produziert und von Einzelnen, Gruppen, Familien und Vereinen verkauft. Die Stimmung war gut und das Fazit eindeutig: Im nächsten Jahr soll wieder ein Märt in ähnlichem Rahmen stattfinden.


War es eine kurze vorweihnächtliche Stern-stunde? Heile Welt – oder so ähnlich? Nein, so einfach ist es nicht. Einerseits hatten wir Glück mit dem Wetter und anderseits konnten wir auf die Erfahrungen der letzten Jahre aufbauen. Lanciert und in Fahrt gebracht wurde die Idee des Dorfmärts von Marlis Rengel und vom Dorfverein. Quasi als Pioniere haben sie die Initiative ergriffen und mehrmals, Sommer- und Herbstmärkte organisiert. Sie haben damit Gelegenheit gegeben Erfahrungen zu sammeln und Jahr für Jahr wieder einen Schritt weiter zu kommen.


Nun ist so etwas wie ein Durchbruch gelungen. Zum ersten mal waren es so viele Aussteller und Besucher. Offenbar ist das Vertrauen in das Vorhaben gewachsen.


Bemerkenswert ist, dass von verschiedenen Seiten mitgeholfen wurde. Mit besonderem Engagement dabei waren, das Winkelteam um Elisabeth Helfer, Familie Vogt, die Kirchen- pflege, der gemischte Chor, der Dorfverein, Anwohner und viele kleine initiative Gruppen die sich spontan einsetzten und damit wesentlich zum Gelingen beitrugen. Ihnen sei allen ganz herzlich gedankt.


Das Winkelteam ist sich einig, auch in diesem Jahr soll in Thalheim wieder ein Advents- oder ein Weihnachtsmarkt durchgeführt werden. Es soll ein stimmungsvoller Anlass sein, der in der dunklen Jahres­zeit, zum Einkaufen und zum gemütlichen Beisammensein einlädt; Einheimische, Neuzuzüger, Heimweh-Thalheimer und -Gütighauser sowie für Besucherinnen und Besucher aus der Umgebung. Und vielleicht findet sich bis dann auch noch eine gute Idee, um die Kinder etwas mehr einzubeziehen.


wjo


Einzelpersonen, Interessierte Gruppen oder Vereine die etwas anbieten wollen (bevorzugt werden Produkte aus der näheren Umgebung), melden sich bitte bei Elsbeth Helfer, im Winkel 5, Thalheim, Telefon: 052 336 13 41

Portrait: Els Morf

Steckbrief

Name: Els Morf-Bachmann
Alter: 80
Wohnort: Thalheim
Familie:7-fache Mutter, 17-fache Grossmutter, Urgrossmutter
Besonderes: Autorin von En offes Fäischter, Verfasserin des «Nachgedacht»

Gänggeliwar und Glarner Beggeli, das war der Titel des letzten von Els Morf geschriebenen «Nachgedacht» in unserer Dorfposcht. Viele andere Themen griff Els Morf zuvor auf, und verfasste darüber ihre Gedanken, dachte über dieses und jenes nach, äusserte sich besinnlich, ehrlich, hin und wieder auch kritisch und regte zum Nachdenken an. Ganz bescheiden und ohne jegliches Brimborium wollte sie sich in der letzten Dorfposcht verabschieden. Es sei jetzt der richtige Zeitpunkt zum Aufhören. Manchmal falle es ihr nicht mehr so leicht, ein «Nachgedacht» zu schreiben, bis nur mal das Thema gefunden sei und dann die Sache mit dem Schluss: So oft lag das Geschriebene fertig vor, nur der letzte Satz gefiel Els Morf noch immer nicht. Etwas heikel sei sie in dieser Beziehung vielleicht schon, denn kaum einer ausser sie selber hätte sich wohl daran gestört. Der Zeitaufwand für ein «Nachgedacht» war nicht klein. Nur an Zeit würde es Els Morf eigentlich nicht fehlen.

Früher, als Bauernfrau und Mutter von sieben Kindern, nahm sie sich die Zeit, um selber ein Buch zu schreiben. «En offes Fäischter» erschien im Jahre 1969 und wurde in Mundart geschrieben. Rudolf Schwarzenbach, der im Büchlein die Einleitung verfasste, schrieb: «Was die folgenden Blätter so liebenswert macht, ist die verhaltene, ja oft karge Art, in der eine Frau, die im Haus und auf dem Feld alle Hände voll zu tun hat, ihre Tage nimmt und verwerchet. Geschrieben sind sie in den spärlichen Stunden am frühen Nachmittag oder am späten Abend, wenn die Stühle um den langen Tisch leer stehen, dann drängt manches, was den Gedanken keine Ruhe lässt, im Gespräch keinen Raum gefunden hat, nach aussen ins Wort». Schreiben, ja das habe Els Morf schon immer gern getan. So oft war sie draussen auf dem Feld, verrichtete irgendeine Arbeit, bei der die Hände wussten, was zu tun war, wo plötzlich Gedanken kamen, die sie später aufschrieb. Ein paar Mal erzählte sie auch am Radio aus ihrem Leben, sogenannte Momentaufnahmen, die in Nachmittagssendungen ausgestrahlt wurden. Die ersten geschriebenen Artikel erschienen als lose Folgen im Landboten und später wurde daraus die Zusammenfassung in ihrem Buch. Es blieb bei diesem einen Buch.

«Nachgedacht» wurden es insgesamt an die 50. Erinnern wir uns an das erste: «Grüezi ist ein schöner Gruss». Weiter folgten Themen aller Art, aus der Natur, Begegnungen, Sprichwörter, ein Gedicht, eine alte Redensart, die bald niemand mehr kennt und dann auch das «S wott es Fraueli z Märit gaa und de Maa …» (Dorfposcht 14, 4/1993) oder «Manne, s isch Zyt für e grosszügigs Ja» (Dorfposcht 28, 1/1996), wo über die Entstehung des Frauenstimmrechtes auf eidgenössischer Ebene am 7. Februar 1971 (vor 30 Jahren!) zu lesen war. Els Morf wusste auch nach 25 Jahren noch, dass die Gemeinde Thalheim dazumal mit dem prozentual geringsten Anteil der Ja-Stimmen im Kanton Gegenstand einer Reportage wurde. Ausgerechnet in dieser Gemeinde versuchte sich eine Bauernfrau und Mutter mit Schreiben. Ob das wohl bei einigen damaligen Bewohnern nicht auch als etwas emanzipiert betrachtet wurde? Das Wort Emanze war denn auch in anderen Folgen des «Nachgedacht» ein Thema. Oft wählte sie auch Begebenheiten aus der Gemeinde oder der Region. Gedanken über die Aufhebung des bedienten Bahnhofs, der Radweg nach Andelfingen, die abgestellten Dorfbrunnen im Winter. Ganz speziell das Nachgedacht «Bunny jump, goodness house, bridge balance», (Dorfposcht 37, 11/1997), wo sie sich mit englischen Brocken auseinandersetzte. Auch Els Morf blieb nicht verwehrt, was die heutigen Kids in Mutters Küche rufen: «Ich mues öppis z fuude ha!». Dies ist nur eine kleine Palette der bunten Auswahl, die wir immer wieder zu lesen bekamen, die zum Schmunzeln oder zum Nachdenken anregte.

Auch wer Els Morf nicht persönlich kennt, lernt sie spätestens beim Lesen ihrer Erzäh­lungen kennen. Ihr Interesse an vielen Dingen ist gross, Gwunder würde sie es vielleicht nennen. Ihre Art ist bescheiden, warmherzig, fröhlich aber auch besinnlich. Was das Schreiben anbelangt, ist sie sehr genau, kritisch mit sich selber und dreht oft den Satz zweimal um, bis er fertig steht. Sie geht den Sachen auf den Grund. Aus einem banalen Wort kann sie einen Artikel schreiben, macht gelungene Wortspiele, schaut nach, woher ein Wort stammt, denkt nach, was ein Wort aussagen will. Da gibt es keine Oberflächlichkeiten. Die Freude an der Sprache blickt in ihren Texten durch. Sie pflegt die Mundart, sagt noch heute Binätsch und nicht Spinat. Aber auch mit der neuen deutschen Rechtschreibung hat sie sich wacker auseinandergesetzt. Früher lebte sie als Mutter einer Grossfamilie zusammen mit den Schwiegereltern auf engsten Platzverhältnissen. «Heute würden sich die Jungen mit solchen Wohnverhältnissen längst nicht mehr zufrieden geben», meint sie rückblickend. Der Kontakt zu den Kindern und Enkeln, die zum Teil in Thalheim wohnen, freut sie immer. Sie ist interessiert an der heutigen Lebensart. Um vieles sind die Jungen heute zu beneiden, manches ist für sie aber auch schwieriger als früher. Die Zeiten haben sich verändert wie auch die Sprache.

Wird Els Morf denn nach all den Jahren das Schreiben nicht auch vermissen? «Wer weiss, vielleicht schreibe ich schon wieder einmal etwas für die Dorfposcht, irgendetwas, etwas ganz Spontanes. Der Termindruck und jetzt unbedingt etwas schreiben zu müssen, fällt mir immer schwerer», meint sie, «mit dem Alter geht eben alles etwas langsamer.» In diesem Alter darf es das auch. Zeit zum Lesen, Radio hören, ihren schönen Rosengarten zu pflegen, Spaziergänge oder Velofahrten über Land zu unternehmen, das will sich Els Morf auch weiterhin nehmen. Ein weiteres Zitat aus dem «Nachgedacht» «Wünsch Dir was, sagte die gute Fee …» (Dorfposcht 45, 5/1999): «Einen Wunsch frei haben … beim Velofahren durch die schönen Frühlingslandschaften kommt mir der vermessene Gedanke: wie wäre das schön, wenn ich das noch zehn Jahre tun könnte! Ein unbescheidener, unbegreiflicher Wunsch? An sich sicher kein übertriebener Gedanke – nur in Anbetracht der Jahre, die ich schon auf dem Buckel habe …? Ja, bleibe nur auf dem Boden, nimm es vorzue und sei glücklich, dass Du diesen Frühlingstag noch so geniessen darfst …»

Wir vom Dorfposcht Redaktionsteam wünschen Els Morf, vor allem gute Gesundheit, dass sie den Lebensabend weiterhin geniessen darf und noch viele Velotouren machen kann. Die Strecken werden vielleicht mit der Zeit etwas kürzer, die Eindrücke aus der schönen Natur aber sicher nicht geringer werden. Herzlichen Dank für die vielen anregenden «Nachtgedacht». Sie waren eine grosse Bereicherung für die Dorfposcht.

Und nun ist definitiv Schluss. Kann man mit einem solchen letzten Satz einfach abschliessen? So würde sich Els Morf sicher überlegen? Eigentlich möchten wir vom Redaktionsteam eine Rubrik wie das «Nachgedacht» weiterführen. Wir lassen uns etwas Neues einfallen …

Marlies Schwarz


«En offes Fäischter

Das Buch «En offes Fäischter» von Els Morf-Bachmann ist in unserer Bibliothek vorhanden. Es ist in Züritüütscher Prosa geschrieben und 1969 im Gemsberg-Verlag erschienen. Wer eine spektakuläre, spannende Lektüre erwartet, liegt falsch, wer aber Sinn für Feingefühl hat und urchig beschriebene Erzählungen aus einem ganz gewöhnlichen Leben einer Frau in unserem Dorf versteht, dem sei das Buch wärmstens empfohlen.

Ein Ausschnitt: «Öppis ziet di veruse. Mit Gwaalt. S hät wider gschneyt i der Nacht. Laufsch em Bach naa. De Bach isch nu na schmaal, uf beede Syte isch de Schnee is Wasser ie gwachse. Er hebet sich an alem. De Himel isch verhänkt. Es luuret name Schnee. Gaasch durs Voorland bis a d Tuur. Bisch scho lang nüme da une gsy. Im Summer isch es lëërmig, me stügelet über Eërm und Bäi. Z Aabis isch me z müed und am Wëëchtig hät me kä Zyt. Zwüschet de Tane chläbed am Bode aagschwämti Escht, Gstrüüch, ales yphackt ine wysses Tuech. Stilen isch es. De wettsch lauffe und lauffe, wyt. Häsch alewyl gmäint, äimaal göngs usen i d Wält. Iez bisch aapunde. Fröndi Länder? Ggluschtets di na? Männgsmaal scho. Wird me nid äigen und wältfrönd, wäme chuum emal vor d Huustüren use chunt? D Chind, won usswërts schaffed, bringed der Wyti und frischi Luft i d Stube. Brief us em Ussland verzeled der vo Frankrych, Tüütschland, Italien, Amerika. Wottsch d Fäischter offe phalte

Abendunterhaltungen

Seit Jahren ist es nun zur Tradition geworden, dass die Turnvereine am Neujahrabend und der gemischte Chor am Samstag darauf ihre Abendunterhaltung durchführen. Die Tradition wurde auch in diesem Jahr aufrechterhalten.

Wie gewohnt zeigte die Theatergruppe ihre Aufführung an beiden Veranstaltungen. «Spaarmaassnaame» hiess der Titel in diesem Jahr. Ein humoristischer Schwank in drei Akten von Walter G. Pfaus. Die Gruppe zeigte wiederum eine sehr gute Leistung. Die vielen humoristischen Pointen waren Anlass zu vielen Lachsalven.

Am Neujahrsabend zeigten die Turnvereine, dass sie das Jahrüber fleissig üben. Den Start machten die Kleinsten. Mit einem hübschen Schlumpfreigen kamen sie beim Publikum sehr gut an. Auch wenn sie nicht immer im Takt waren.

Der Turnverein machte seine Aufwartung mit Barrenübungen. Eine gekonnte Parodie folgte dann. Die vier Turner imitierten eine Band und kamen dabei ganz schön in Schuss. «Gfürchig» kam dann die Meitliriege daher. Mit Hexenbesen und passenden Kostümen führten sie einen Hexenreigen auf. Ihnen folgte die Jugi mit einer attraktiven Vorführung. komplizierte Seilsprünge kombinierten sie mit Bodenturnen.

Und schon stand wieder ein rassiger Reigen an. Mit Akrobatikeinlagen und mit Lichteffekten unterstützt, kam die Nummer dermassen gut an, dass das begeisterte Publikum unmissverständlich nach einer Zugabe rief. Viel Beifall konnte auch das Frauentrio ernten, welches anschliessend eine anmutige Tanzeinlage zum besten gab.

Der absolute Höhepunkt folgte aber zum Schluss der turnerischen Darbietungen. Auf die Bühne kamen die «Hot Jumpers» aus Frauenfeld und boten eine gekonnte Rock’n Roll Show. Vier Paare zeigten ihr Können und begeisterten das Publikum.

jro


Abendunterhaltung des Chor

Wo man singt da lass dich nieder …

Quer durs Läbe war das Motto der Abendunterhaltung vom vergangenen Samstag in der Mehrzweckhalle in Thalheim. Der Gemischte Chor hatte sich viel vorgenommen. Insgesamt 14 Lieder standen auf dem Programm. «Des guten etwas zuviel» meinten kritische Stimmen. Unrecht hatten sie, denn mit gelungenen Sketches gelang eine gelungene Auflockerung. Und die schönen Lieder wurden sehr gut vorgetragen. «Wir haben auch viel geochst» meinte Präsidentin Ursi Epprecht gut gelaunt. Sie war natürlich glücklich, dass der Anlass so gut besucht wurde und dass das Programm gut angekommen ist. «Wir sind anscheinend auf dem richtigen Weg» ist sie überzeugt.

Dass der Anlass einen guten Namen hat, konnte man im Publikum feststellen. Aus der weiteren Umgebung waren bekannte Gesichter anzutreffen darunter auch Benita Spuler aus Seuzach. «Nimmt mich wunder woher sie diese schönen Lieder her haben. Einige davon habe ich noch nicht gekannt». Und das will etwas heissen, denn die bekannte Dirigentin des Frauen Chores Seen kennt sich in diesem Fach sehr gut aus.


Getreu dem Motto «Quer dur’s Läbe» wurde von Liebe, Lust und Freud› gesungen … Bekannten Titeln wie «I gan nid hei bis swälleled», »Wie mache’s au die Zimmerlüüt?», «Hobellied» und so weiter, folgten auch weniger bekannte aber ebenso schöne Lieder. «Die Liederkommission hat gute Arbeit geleistet» ist der langjährige Dirigent Thomas Gutermann überzeugt. Souverän führt er den Chor schon seit über 40 Jahren. Dass er zwischendurch den Dirigentenstab der Vizedirigentin Barbara Keller überliess ist nicht etwa ein Zeichen baldiger Ablösung, sondern einer von Gutermann gewünschten Entlastung. «Barbara macht ihre «Sache gut und ich bin froh, wenn ich etwas entlastet werde». Obschon der angestammte Dirigent letztes Jahr als Direktor der Schweizerischen Meteorologischen Anstalt (SMA) pensioniert wurde, ist er noch immer Leiter eines internationalen Forschungsprojektes und in dieser Tätigkeit oft im Ausland.


Dass die Lieder beim Publikum angekommen sind, war an der guten Stimmung im Saal und an dem grossen Applaus unschwer zu erkennen. Mit viel Beifall wurden auch die gelungenen Sketches zwischendurch bedacht. Sie waren eine gelungene Auflockerung und erfüllten ihren Zweck, die folgenden Lieder anzukündigen hervorragend. Die Theatererfahrung verschiedener Chormitglieder kam dabei gut zum Tragen.


Nach der Pause kam dann die Theatergruppe des Turnvereines zum Zuge. Mit dem humorvollen Dreiakter «Spaarmaassnaame» brachten auch diese Akteure viel Stimmung. Bei dem Stück von Walter G. Pfaus handelt es sich um den infolge Konkurs entlassenen Verkaufsleiter Hans Meier, der wegen seiner Arbeitslosigkeit frustriert ist und deshalb seiner Familie unbedingt Sparmassnahmen aufzwingen will. Doch die cleveren Familienmitglieder nehmen die Sache nicht so ernst und bringen das Familienoberhaupt damit in Rage. Als dann das Sparschwein geopfert werden soll, stellt der geplagte Verkaufsleiter fest, dass da schon jemand dahinter war. Das ist dann für den fürsorglichen Familienvater des Guten doch zuviel und er droht auszurasten. Aber die unbequeme Grossmutter, die immer wieder ins Geschehen eingreift bringt alles wieder ins Lot. Sie hat nicht nur das Geld aus dem Sparschwein beträchtlich vermehrt, ihr etwas kurioser Freund hat zudem dem arbeitslosen Familienboss zu einer sehr guten Stelle verholfen. Damit dürften wohl auch die Attacken der «attraktiven» Nachbarin Irma Müller, die es auf den geplagten Hausherrn abgesehen hat bedeutungslos geworden sein.


Auch die Theaterleute vermochten das Publikum mit ihren Leistungen zu überzeugen. Die vielen Übungsstunden unter der Regie von Elsbeth Bärtschi wurden durch den grossen Beifall wohl gut entschädigt. Der dritte Teil der gelungenen Unterhaltung bestritt dann die Tanz- und Ländlerkapelle Kohlfirst mit lüpfigen Melodien bis in die frühen Morgenstunden.


jro

Breitestei Andelfingen

Im «Breitestei», dem stattlichen Riegelbau beim Bahnübergang mitten in Andelfingen, befindet sich neben weiteren Angeboten auch die Berufsberatung. Wir sind ein Team von zwei Personen: Bruno Langhard, zuständig für Einwohnerinnen und Einwohner der Oberstufenschulkreise Andelfingen, Flaach und Stammheim und Martina Handschin, Berufsberaterin für die Kreise Feuerthalen, Uhwiesen, Marthalen und Ossingen. Will jemand lieber von einem Mann beraten werden und umgekehrt, so ist das natürlich möglich.

Unser Arbeitsstil ist sehr individuell und geprägt von je unseren Werten, Erfahrungen und Persönlichkeit. Was wir aber beide gleichermassen auf unsere Fahne schreiben, ist unser Anliegen «massgeschneidert» zu beraten. Das heisst, es geht uns darum, die uns aufsu-chende Person möglichst gut einzuschätzen, indem wir im Gespräch Informationen über Fähigkeiten, «Steckenpferde» und Interessen sammeln und uns daraus ein Bild machen, mit wem wir es zu tun haben und wo jemand steht. Ausgangsbasis für einen befriedigenden Berufsentscheid ist also die Auseinandersetzung mit den Fragen: Wer bin ich, was kann ich gut und was interessiert mich? Manchmal werden diese Informationen ergänzt durch Testresul-tate, die wertvolle Hinweise über die Interessenslage geben. Auf Grund dieser Gesamt-schau, die bei Jugendlichen oftmals von ihren Eltern vervollständigt wird, können dann Schlüsse gezogen werden, in welchem Beruf sich der/die Jugendliche weiterentwickeln kann.


Dann ist der Ball wieder beim/der Rat Suchenden, der/die sich dann mit den vorgeschlagenen Berufen auseinandersetzen muss. Zuerst braucht es in der Regel Informationen, um sich die Berufe etwas besser vorstellen zu können und um zu wissen, welche Tätigkeiten diese Berufe beinhalten. Diese lassen sich im BIZ finden, dem Berufsinformationszentrum der Bezirke Winterthur und Andelfingen, das sich an der Tösstalstrasse 17 (Eingang Neu-stadtgasse) in Winterthur befindet. Informativ und noch etwas anschaulicher sind die Berufs-besichtigungen oder Informationsveranstaltungen von Lehrbetrieben (Spitäler, Versicherun-gen, Banken, Gewerbebetriebe, Industrieunternehmen, etc.) wo Jugendliche an einem Mitt-wochnachmittag z.B. vieles über eine Ausbildung erfahren und kurz hineinschnuppern können.


Auf Grund einer solchen Vorsondierung kann dann gezielt eine Schnupperlehre gesucht werden, um einen Einblick in den betreffenden Betrieb zu erhalten und verschiedene Facetten des Berufes erfahren zu können. Diese Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit sich selbst können dann zu einem Berufsentscheid führen.


Bei Erwachsenen ist die Vorgehensweise etwas anders. Hier steht das Gespräch stärker im Vordergrund. Erwachsene kennen sich in der Regel besser, verfügen über Erfahrungen mit sich selbst und mit der Arbeitswelt. Dies ist vorerst einmal Thema in der Beratung und spezifische Fragen wie z.B. passende Weiterbildung oder Berufsumstieg können auf dieser Basis dann geklärt werden.


Hat das Ihr Interesse geweckt?


Das Beratungsangebot der Berufs- und Laufbahnberatung Andelfingen richtet sich an:

  • Jugendliche im Berufswahlprozess und während ihrer Ausbildung
  • Eltern, die ihre Kinder in der Berufswahl wirkungsvoll unterstützen möchten
  • Erwachsene, die sich weiterbilden oder neu orientieren
  • Stellensuchende, die über den Arbeitsmarkt orientiert sein wollen
  • Lehrerinnen und Lehrer, die sich über die Veränderungen in der Berufswelt informieren
  • Lehrmeisterinnen und Lehrmeister, die sich über die Berufsbildung informieren

Für Fragen melden Sie sich über die Telefon-Nummern:
304 26 31, Bruno Langhard 304 26 32, Martina Handschin

mh

Vom Schul- und Zeitgeist in Dorlikons Schulstuben (Teil 2)

Teil 1 dieser Abhandlung lesen Sie hier, der dritte Teil ist unter dieser Seite zu finden.

Das im ersten Teil beschriebene Bildungsziel, nämlich das Verständnis des Wortes Gottes, erhielt 1830 eine jähe Änderung. Rund 10’000 Bürger aus dem Kanton Zürich hatten am 22. November am «Ustertag» teilgenommen. Danach ergänzten bald einmal Staats-, Geschichts- und Geographie-Bücher das Testament. Auch in Dorlikon spürten alle die weitreichendsten Veränderungen. Von nun an wurden die Lehrer in einer Schulgemeindeversammlung gewählt. Der Zeitgeist verlangte, dass der Bürger die Gesetze lesen und die Wahlzettel auch eigenhändig ausfüllen konnte. Denn in einer Demokratie sollte fortan das Volk die Besten zu ihren Vertretern wählen. Die Vorrechte der Geburt verschwanden – ausgenommen das des männlichen Geschlechts. Die Schulmeister mussten eine Prüfung ablegen, die Konrad Frei nicht hätte bestehen können.


Genau ein Jahr nachdem auch die Dorliker Bürger vom Ustertag zurück waren, begann hier mit dem tüchtigen Lehrer Bachmann von Herten eine völlig neue Schule. Am Anfang des Dorliker Visitationsbuches steht ein Eintrag des Gemeindepräsidenten Konrad Frei. Er bemerkt da, er wünsche, «dass die jehnigen Kinder welche der Schule noch nicht entlassen, ungeseümt zu derselben angehalten» würden, «und da die meisten sehr unachtsam, solle der Lehrer in aller Strenge dieselben in Zucht und Ordnung halten und so vill [wie] möglich die Lernbegierde derselben beförderen» (s. Anm. 4). In Dorliker Mundart ausgedrückt: « … d Schuel weniger schwänze, mee Rue und besser ufpasse».


Aber diese, ach so neue, nun allgemeine Schulpflicht durchzusetzen, wurde zur Hauptaufgabe der Schulpflege. Der nächste Visitationseintrag des Gemeindepräsidenten zeigt, dass 26 Kinder, welche in die Alltagsschule gehört hätten, nicht erschienen sind. «Es wird also von dem Schulbesuchenden [gemeint ist Konrad Frei] angetragen solches von dem ehrwürdigen Herr Pfarrer sonntags den nachlässigen Eltern ab der Kanzel wissen zu lassen, dass sie ihre Kinder nach Vorschrift des Gesetzes, bei Strafe und Verantwortung, zur Schule anhalten sollen.» Ein Machtwort des Pfarrers wirkte damals noch, denn am Montag bemerkte Schulpfleger Friedrich: «Bei diesem Besuch sind [die] in die Schul gehörenden Kinder vollständig gewesen.»


In die sechs Jahre umfassende Alltagsschule gehörten Kinder ab sechstem Altersjahr. Anschliessend folgte, an zwei Halbtagen, die Repetierschule. Die Singschule endete mit der Konfirmation. Nicht zu glauben für die Dorliker: diese drei Schulen sollten bald einmal auch im Sommerhalbjahr gehalten werden, wenn auch auf kleinerem Feuer. Aber unsere moderne Volksschule ist das Kind des Ustertages, damals, als die alte Regierung zurücktreten musste und der Kanton Zürich seine erste demokratische Verfassung erhielt.


Anmerkungen
4. Schulvisitationsbuch Thalheim 1831–1898 (Geimeindearchiv Thalheim, Signatur: IV B 7), Eintrag vom 23. November 1831.


Konrad Basler

Schule

Die Wettbewerbskarte vom Architekt Cla Werro, die in Fürstenberg bei Donaueschingen landete, wurde retour geschickt. C. Werro gestaltet unter Mithilfe seiner Mitarbeiter für die gesamte Schule den Mittwochmorgen am 21. Februar 2001.

Für die retournierte Karte von Alex Köhli aus Riehen wurden den Erst-, Zweit- und Drittklässlern Basler Läckerli offeriert.


Private Benützung der Aula

Die Schulpflege hat beschlossen, die Aula auch für private Veranstaltungen zur Benützung freizugeben.

Für die Benützung wurde ein Reglement erarbeitet.

Die Kosten für Private belaufen sich auf 100 Franken, die bei der Schlüsselübergabe zu bezahlen sind.

Für weitere Informationen oder Reservationen steht ihnen Frau Ursula Jehle zur Verfügung (Tel. 052 336 18 83)


Musikschule

Wichtige Daten zum Merken

Offene Musikschultüren

vom Montag, 2. bis Samstag, 7. April 2001

Instrumentenvorstellung

Am Samstag, 31. März 2001 findet in Andelfingen (Schulhaus an der Landstrasse) eine lnstrumentenvorstellung statt. Alle Instrumente können ausprobiert werden. Beginn um 14 Uhr bis ca. 16.45 Uhr.


Alle musikinteressierten Kinder und Erwachsenen sind herzlich willkommen!

An- und Abmeldetermin

Gemäss der aktuellen Schulordnung können Sie sich / Ihr Kind jeweils bis 31. Dezember oder bis 15. Mai schriftlich im Sekretariat an-/abmelden. Bitte fordern Sie im Bedarfsfall das entsprechende Formular im Sekretariat an oder drucken Sie es im Internet aus. Für verspätete Abmeldungen wird eine Umtriebsentschädigung von 100 Franken belastet, nach Semesterbeginn sind Aus- und Eintritte nicht möglich.

Unsere Bürozeiten

Sie können uns telefonisch erreichen:
Montag bis Donnerstag:
9.30 bis 11.30 Uhr
Tel. 052 654 18 15
Fax 052 654 1819
E-Mail: MSAfing@cs.com
(E-Mail nicht mehr gültig)
musikschule.homepage.com (Link nicht mehr gültig)

Veranstaltungen

Sonntag, 11. Februar, 10.30 Uhr, Mehrzwecksaal im neuen Schulhaus.

Alle zwei Jahre führen wir diese Veranstaltung in Thalheim durch, um aufmerksam zu machen, dass es auf unserer Erde Menschen gibt, die es materiell nicht so gut haben wie wir. Gerne vergessen wir sie. Dabei würde ihnen etwas von unserem Überfluss so gut tun und ihre Not ein Stück weit lindern.


Seit einiger Zeit unterstützen wir jeweils mit dem Erlös dieses Suppentages ein Strassenkinder-Hilfsprojekt in Jinotepe, Nicaragua.


Wir laden Sie freundlich ein, an dieser wich­tigen Veranstaltung teilzunehmen. Wir beginnen den Tag mit einem ökumenischen Familiengottesdienst, in dem wieder süd­ame­rikanische Musik erklingen wird und der von Pfr. Felix Reutemann, Seuzach und mir gestaltet wird.


Im Vergleich zu früheren Jahren gibt es diesmal zwei Änderungen:

  • Anschliessend an den Gottesdienst wird diesmal nicht Suppe zum Zmittag serviert, sondern Risotto! Wir hoffen, dass Sie sich über diese Abwechslung freuen.
  • Die Veranstaltung findet nicht mehr in der Turnhalle statt, sondern im Mehrzwecksaal! Er ist kleiner und gemütlicher und einfacher einzurichten.

Wie immer gibt es auch ein Dessert-Buffet mit Kaffee und Tee und einen Stand, an dem Sie sogenannte Drittweltprodukte erstehen können.


Kuchenspenden werden am Samstagnachmittag oder Sonntagmorgen sehr gerne im Mehrzwecksaal entgegengenommen. Wir sind darauf angewiesen.


Herzlichen Dank!


Mittagstisch im Februar

Freitag, 23. Februar, 12 Uhr, Altikon


Es ist noch offen, in welchem Restaurant. Siehe gelbe Seite im Kirchenboten.


Benützen Sie die Gelegenheit, einmal im Monat mit andern zusammen zu essen. Wir organisieren alles. Sie müssen sich nur frühzeitig anmelden, kommen und geniessen …


Musikalisches Abendgebet in Altikon

Sonntag, 18. März, 20 Uhr, Kirche Altikon


Der etwas andere Gottesdienst, ohne Predigt, mit viel Musik und Gesang, mit Stille, gemeinsamem Gebet und Bildern. Wir laden Sie ein, diesen besinnlichen Abend mit uns zusammen zu verbringen. Er will eine alternative Form zum sonst üblichen Gottesdienst sein. Wir möchten vor Wochenbeginn in guter Atmosphäre einfach etwas auspannen und vor dem Gott unseres Lebens verweilen.


Fahrdienst für Thalheim/Gütighausen: Man melde sich bitte bei:
Walter Jordi, Tel: 052 336 17 73.


Samstagspilgern 2001

Ende März machen wir uns nach einer Winterpause von neuem auf den Pilgerweg. Ich freue mich, wieder mit Ihnen zusammen durch unsere Schweiz auf Jakobswegen zu pilgern. Wir sind jeweils ungefähr 20 Leute, die sich nach einem Pilgersegen und mit einem persönlichen Wegwort auf den Weg machen. Dabei entdecken und durchwandern wir oft wunderschöne unbekannte Landschaften und kommen abends glücklich und zufrieden wieder nach Hause.


Detaillierte Unterlagen liegen in den Kirchen auf oder können im Pfarramt angefordert werden. Gerne erhalten Sie auch nur Auskunft.


Letztes Jahr begannen wir unseren Weg in Konstanz und erreichten in 6 Samstagsetappen Schwyz. Dieses Jahr starten wir in Brunnen und gedenken, im Herbst ins Schwarzenburgerland zu gelangen.

Nächste, 7. Etappe:

Samstag, 31. März, Strecke: Brunnen – Treib – Emmetten – Stans, Wanderzeit ca. 5h30.


Besammlung: 6.05 am Bahnhof Seuzach. Anmeldung für Kollektivbillett bitte ans Pfarramt, Tel. 336 12 25.


Übrigens: Neue Pilgerinnen und Pilger sind immer sehr willkommen!

Vorschau

Vom Münster zum Kaiserdom – Eine Exkursion dem Rhein entlang


Ich möchte mit Ihnen einige Kleinode am Rhein besuchen und erleben. Wir fahren mit dem Postauto (Chauffeur: Ernst Müller, Altikon) nach Freiburg im Breisgau zum eindrücklichen Münster, weiter nach Colmar im Elsass zum bekannten Isenheimer Altar von Matthias Grünewald, dann nach Strassbourg zum himmelstrebenden, gotischen Münster. Der Abschluss ist auch die Krönung der Reise: der überwältigende Kaiserdom von Speyer, eine der wichtigsten und grössten romanischen Kirchen Europas. Auf dem Heimweg besuchen wir noch die liebliche Stadt Heidelberg.


Wann? Montag bis Freitag, den 16.-20. Juli 2001.


Interessierte können sich im Pfarramt provisorisch telefonisch anmelden. Genauere Angaben werden folgen.


Herbst-Pilgerwoche 2001 in Frankreich


Nach der letztjährigen Etappe Le Puy – Conques pilgern wir weiter unserem Ziel zu (über die Pyrenäen nach dem spanischen Santiago de Compostela), dieses Jahr von Conques nach Moissac.


Voraussichtlich hat es noch einige freie Plätze. Ich bin froh, wenn sich Interessierte möglichst bald bei mir im Pfarramt melden. Man kann auch nur eine Wochenetappe lang pilgern, ohne jemals nach Santiago pilgern zu wollen.


Das Datum:
6.-14. Oktober 2001 (erste Herbstferienwoche).


Das Schlusswort soll ein Wegwort sein:

Aufschrift an einer romanischen Kirche am Thunersee

Geh deinen Weg
wie ich den meinen.
Suche zu dem Ziel,
Mensch zu werden.

Unterwegs begegnen wir
der Wahrheit
der Freiheit
und uns selbst.

Unterwegs wächst und reift
eine Weggemeinschaft
die uns befähigt
anderen
ein Rastplatz zu sein
und ein Wegweiser.

Du und ich
Gehen den Weg.

Daniel Morand

Kirche: Jahresbericht 2000

Einmal mehr ist ein Kirchenjahr vorbei und mit dem 1. Advent hat bereits das neue begonnen. Die Kirche steht immer noch mitten im Dorf. Man kann sie von verschiedenen Seiten betrachten, von innen und aussen sehen, hören und erleben.

Sie als Mitglieder der Kirchgemeinde erleben die Kirche in ganz unterschiedlichen Situationen.


Sie fahren vielleicht Tag für Tag an der Kirche vorbei, begegnen ihr und den kirchlichen Angeboten nicht nur in den verschiedenen Jahreszeiten, sondern Sie erlebten sie auch im Laufe der Jahre, vielleicht schon seit Jahrzehnten, in verschiedenen Lebensphasen; als Kinder, als Jugendliche, als junge Erwachsene, als Eltern, Grosseltern oder als ältere Alleinstehende.


Sie erlebten die Kirche individuell, in ganz unterschiedlichen Situationen und Stimmungen. Man kann die Kirche laut und farbenfroh erfahren, oder auch düster, leise und farblos. Es ist sehr unterschiedlich was die einzelnen aus kirchlichen Veranstaltungen mit nach Hause nehmen.


Der Pfarrer und die Mitglieder der Kirchenpflege befassen sich mit vielerlei Fragen und Themen. Wir verwalten, planen, organisieren und präsentieren, was wir in Absprachen untereinander, mit der Gemeinde und in Übereinstimmung mit der Zürcher Landeskirche als sinnvoll erachten.


Aber so, wie auch die existentiellen Lebensfragen, welche uns beschäftigen, verschieden sind, so sind auch die Erwartungen der Mitglieder unserer Kirchgemeinde verschieden. Es gibt solche, die fühlen sich mit ihr verbunden, andere sehen die Kirche lieber von ferne. Neben einer ansehnlichen Gruppe, welche die Angebote nutzt und auch zufrieden ist damit, gibt es auch solche, die können den kirchli-chen Gepflogenheiten wenig abgewinnen und es gibt andere, die der Kirche nahe stehen, die jedoch Mühe haben mit all den Neuerungen und Veränderungen.


Wir können es natürlich nie allen recht machen, aber wir versuchen, die Programme so offen zu gestalten, dass man jederzeit dazustossen und teilnehmen kann.


In der Gestaltung des Jahresprogrammes versuchen wir einerseits die Kontinuität zu wahren und andererseits offen zu bleiben für Neuerungen und eine sinnvolle Weiterentwicklung der Angebote. Deshalb hat unsere Kirche, obwohl wir eine kleine Kirchgemeinde sind, viele Gesichter.


In Zusammenarbeit mit unserem Pfarrer Daniel Morand sowie in Absprache mit der Kirchenpflege Altikon, haben wir in diesem Jahr ein ansehnliches Spektrum von Aktivitäten geplant, organisiert und durch­geführt. Die offensichtlichsten und wohl auch die bekanntesten Angebote sind die Sonntagsgottesdienste, das Angebot der Sonntagschule, der Jugendgottesdienste und der Konfirmandenunterricht. Taufgottesdienste, Konfirmation, Hochzeiten und Trauergottesdienste haben insofern noch ein zusätzliches Gewicht und eine besondere Bedeutung, weil es nicht nur kirchliche Rituale sind, sondern auch sehr eindrückliche, unvergessliche Familienanlässe, an welchen Verwandte und Bekannte Anteil nehmen.


Erwähnenswert sind auch die Einweihung des neu gestalteten Kirchplatzes und der Gemeindeausflug zu einem Gottesdienst mit anschliessender Besichtigung des Städtchens Bischofzell am Auffahrtstag. Zu den besonderen Gottesdiensten gehörten natürlich auch die Konfirmation, der Bezirkskirchentag in Andelfingen, der Gospelgottesdienst am Bettag und der Erntedank-Gottesdienst.


Neben diesen verschiedenen Gottesdiensten, wurden im Laufe des Jahres auch zu Werktagen Veranstaltungen angeboten:

  • Elternabende
  • Vorträge und Kurse,
  • Frauenzmorge
  • Mittagessen für Ältere,
  • Ausflüge und Besichtigungen

Etwas Neues, war in diesem Jahr das Pilgern auf dem «Jakobsweg». dazu gehörten sechs Pilgerwanderungen an Samstagen und eine Pilger-Woche in Frankreich.


Das Samstagspilgern führte in sechs Etappen von Konstanz über Sirnach, Fischingen, Rapperswil, Einsiedeln bis nach Schwyz. Es war ein gut genutztes Angebot, an dem zahlreiche Interessierte aus Thalheim, Altikon und aus den umliegenden Gemeinden teilgenommen haben.


Bezugnehmend auf die Kirchenbauten, welchen man auf solchen Pilger-Wanderungen begegnet, hat Daniel Morand zudem eine Kursreihe zu romanischen, gotischen und barocken Kirchenbauten angeboten; drei interessante Abende mit wissenswertem über die Architektur, Theologie, Kultur und Kunst aus jenen Epochen. Abgerundet wurde diese Vortragsreihe mit einem Abend über Weine aus den Regionen Frankreichs und Spaniens, durch welche der «Jakobsweg» führt und einer eindrücklichen Besichtigungstour zu einigen historischen Kirchenbauten in der Schweiz; nach Amsoldingen, Spiez und Kloster St. Urban.


Nun, ich könnte noch auf manches hinweisen aber es würde zu weit führen, wenn ich zu sehr ins Detail ginge.


Bevor ich zum Schluss komme möchte ich Ihnen einen Eindruck vermitteln, wie das Puzzle der verschiedenen Angebote im letzten Vierteljahr ausgesehen hat:

September

Am Bettag ein besonderer Gospel-Gottesdienst in Altikon mit dem ad-hoc-Chor und dem Solisten Malcolm Green; Mittagstisch im Altersheim Stammertal; Samstagspilgern 5. Etappe von Pfäffikon nach Einsiedeln; Kan-zeltausch mit Miriam Levi, der neuen Pfarrerin in Rickenbach.

Oktober

Erntedank-Familiengottesdienst mit Dekoration der Erntegaben, die auch in diesem Jahr wieder dem Diakoniehaus Neumünster überbracht wurden; Predigt der Dekanin Regula Reichert; Pilgerwoche auf dem Jakobsweg in Frankreich, Treffen für alleinstehende Frauen und Männer in Altikon; Samstagspilgern 6. Etappe, von Einsiedeln über die Hagenegg nach Schwyz.

November

Zwei Kursabende: «Der Innere Lebensrucksack» in Zusammenarbeit mit der Elternbildung Andelfingen; Regional-Gottesdienst in Rickenbach, gemeinsamer Altersnachmittag mit dem Thema «Rückblick in Alte Zeiten» mit Bildern aus Thalheim, Gütighausen und Altikon; Mozart-Chorkonzert mit dem Kirchenchor Dättlikon, in der Kirche Thalheim; Mithilfe bei der Organisation des Weihnachts-Dorfmärts; Bastelwerkstatt für Adventskränze und Adventsgestecke.


Sie sehen, unsere Thalheimer Kirche hat viele Facetten und viele Gesichter.


Wir schaffen Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und den verschiedenen Interessen und Bedürfnissen unserer Mitglieder entgegenzukommen.


Ich hoffe, es gelingt uns mit den verschiedenen Aktivitäten und Angeboten, eine lebendige Gemeinde zu sein und zu bleiben, eine Gemeinde, die offen bleibt für neue Mitbewohner und für neue Ideen.


Allen Mitwirkenden, dem Pfarrer, der Kirchenpflege, den Sigristinnen, Organisten, Sonntagschullehrerinnen und allen weiteren die im Laufe dieses Jahres in irgend einer Form zum Gelingen beitragen, sei für ihr Engagement herzlich gedankt.


Der Jahresbericht wurde an der Gemeindeversammlung vom 15. Dezember 2000 vorgetragen.


Walter Jordi

Rotkreuzfahrdienst

Seit September 2000 können wir Dank der freiwilligen Fahrer auch in Thalheim-Gütighausen einen Rotkreuzfahrdienst anbieten, der des öfteren von den Bewohnern in Anspruch genommen wird. Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass es wichtig ist, dass die Anfrage einer Fahrt über die Einsatzleitung geschieht, aus folgenden Gründen:

Wir sind einer Organisation unterstellt, dem Schweizerischen Roten Kreuz, haben dadurch verschiedene Pflichten und Richtlinien, an die wir uns halten müssen. Z.B das Erstellen einer jährlichen Statistik über die geleisteten Fahrten etc.


Was aber noch wichtiger ist, die Fahrer dürfen aus versicherungstechnischen Gründen keine direkten Abmachungen mit Fahrgästen treffen. Die Fahrgäste, wie auch Fahrer, sind nur während einer registrierten Rotkreuzfahrt versichert.


Wir bitten Sie deshalb, eine Fahrt frühzeitig unter Tel. 338 11 58 (mit Anrufumleitung) anzufordern.


Weiter möchten wir Ihnen mitteilen, dass das Schweizerische Rote Kreuz die Kilometerentschädigung auf Fr. -.70 erhöht hat.


Leider haben wir auch schon einen Weggang bei den Fahrern. An die Stelle von Margrit Schwarz tritt Elsbeth Murbach. Margrit Schwarz danken wir für die geleisteten Einsätze und Elsbeth Murbach wünschen wir einen guten Start.


Herzlichen Dank für Ihr Verständnis


Der Rotkreuzfahrdienst (L. Vogt)