Pferdesport: Schweizer Meister aus Thalheim

Vom 24. bis 27. August 2017 fanden in Niederwil bei Andelfingen die Schweizermeisterschaften des Pferdefahrsports statt. Drei Tage Pferde, Sport und Spass war das Motto. Beim Fahrsport werden drei Disziplinen geprüft, Dressur, Marathon und Kegelfahren.
Am Samstagabend fand zudem die Schweizermeisterschaft im Kegelfahren der Junioren bis 21 Jahre statt.

Mit am Start auch der 13-jährige Lukas Maier aus Thalheim an der Thur. Bei einer Parcourslänge von etwa 600 Metern hat der Fahrer 20 Kegelpaare zweimal hintereinander in einem Idealzeitfenster von fünf Sekunden (1. Parcours 220m/min. / 2. Parcours 230m/min.) zu durchfahren. Die Hindernisse werden bei den Junioren 25 Zentimeter breiter als die Spurbreite des Wagens gestellt, mit aufgesetzten Bällen, die beim Touchieren herunterfallen und pro Ball drei Strafpunkte resultieren.

Lukas Maier hat den Parcours zweimal ohne Hindernisfehler durchfahren mit lediglich einem Strafpunkt für je eine halbe Sekunde Zeitfehler pro Parcours und darf sich nun Schweizermeister nennen.

Wir gratulieren herzlich.
Claudia Weber

Mittagstische 2017

Freitag, 29. September 11.30 Uhr, Alter- und Pflegezentrum in Stammheim
Freitag, 27. Oktober 12 Uhr, Restaurant Winkelstube in Thalheim
Freitag, 24. November 12 Uhr, Restaurant Kreuzstrasse in Altikon
Freitag, 29. Dezember 12 Uhr, Restaurant Brückenwaage in Thalheim

Alle Seniorinnen und Senioren sind dazu ganz herzlich eingeladen. Bitte melden sie sich jeweils bis Dienstagabend an bei: Rebecca Schleuss: Tel. 052 338 12 07

Mahlzeitendienst: Geniessen sie unsere ausgewogenen und feinen Mahlzeiten. Wir bringen an den von ihnen gewünschten Tagen die Menüs direkt nach Hause. Margrit Schwarz: Tel. 052 336 11 25

7. Strassenrally am Kürbisfest

Auch dieses Jahr wird am Kürbisfest eine Strassenrally durchgeführt. Natürlich hoffen wir, dass wieder eine grosse Anzahl Kinder und Jugendlicher bis 16 Jahre uns mit fantasievollen Vehikeln überraschen. Die Rally findet wie in den letzten Jahren beim Schulhaus in Thalheim statt.

Ziel der Strassenrally

Ein Parcours, muss in zwei Durchgängen, mit einem möglichst originellen Fahrzeug absolviert werden.

Regeln

Als Fahrzeuge können Trotti, Kickbord, Rollschuhe, Trettraktor, Dreirad, Co-Kart, Velo, Rutschauto, Rollbrett, usw. benützt werden. (Motorisierte Fahrzeuge und Tiere sind nicht erlaubt). Das Vehikel muss so gebaut sein, dass der Parcours unfallfrei absolviert werden kann.

Das ganze (Fahrzeug und Fahrer/in) sollte unter einem Thema/Motto starten. Der Name ist bei der Anmeldung anzugeben. Es dürften auch mehrere Kinder unter einer Startnummer teilnehmen.

Bewertung für die Rangliste

1. Die Originalität des Fahrzeuges und des Fahrers/in. (Wird von unabhängiger Juri mit Punkten bewertet)

2. Die Zeitdifferenz der beiden Durchgänge. (Je kleiner die Zeitdifferenz desto mehr Punkte)

  • Für jedes falsch gefahrene Hindernis wird eine Sekunde dazugezählt.

Anmeldung und Startzeiten

Einschreibung und Startnummernverteilung vor Ort ab 14.00 Uhr (Rennstart: 14.30 Uhr)

Für Anmeldungen im Voraus per Mail oder telefonisch: barbara.edelmann@bluewin.ch, Tel. 078 879 35 20.

Rangverkündigung

Ab 18 Uhr. Jeder Teilnehmer darf sich vom Gabentisch einen Preis auswählen.

Versicherung ist Sache des Teilnehmers.

Falls sich jemand nichts unter der Strassenrally vorstellen kann finden Sie Bilder auf unserer Homepage: www.dorfverein-thalheim.ch.

Dorfverein: Adventsfenster 2017

Liebe Einwohner / innen von Thalheim und Gütighausen

Für unsere schöne Adventsfenster Tradition ist es schon bald wieder Zeit.

Deshalb wende ich mich an alle die mitwirken möchten.

Es können Fenster, Türen, Nischen, Gärten, Balkone etc. geschmückt und beleuchtet werden.

Wer möchte kann am Eröffnungstag eine offene Tür (Umtrunk) anbieten. Dies ist absolut freiwillig, die Zeit und Dauer kann selber gewählt werden und wird in der Adventsfensterliste vermerkt.

Wir freuen uns, wenn sich unser Dorf wieder jeden Abend vom 1. bis 24. Dezember in einen grossen Adventskalender verwandelt und die Fenster bis am 6. Januar von 18 bis 22 Uhr beleuchtet sind.

Für Fragen, Auskünfte und Anmeldungen wenden sie sich bis spätestens 6. November 2017 an

Nicole Gutknecht 052/ 338 14 86 / 079 797 00 78 oder per Mail gutknecht.nicole@bluewin.ch

Letztjährige Bilder können auf der Homepage www.dorfverein-thalheim.ch angesehen werden.

Für den Dorfverein Thalheim / Gütighausen
Nicole Gutknecht

Schützenverein: Einladung zum Endschiessen 2017

Schiessplatz: Schiessanlage in Ossingen
Schiesszeit: Sonntag, 1. Oktober; 10 bis 12 Uhr und 14 bis 15.30 Uhr

Liebe Schützinnen, Schützen, Jungschützen und Schützenfreunde!

Es freut uns, euch zum diesjährigen End- und Gabenschiessen einladen zu dürfen. Unsere gemütliche Schützenstube ist sicher den meisten in bester Erinnerung. Der Festwirt hat für euch wieder ein feines Mittagessen oder einen «Zvieri» mit einem guten Tropfen bereit.

Das Absenden findet am Samstag, 4. November um 19.30 Uhr statt.

Der Vorstand

Folgende Stiche können geschossen werden:

Endstich

10 Schuss Scheibe A10
Gabenstich 5 Schuss Scheibe A100
Jux-Stich 4 Schuss Scheibe A100
Sie-und-Er-Stich   je 4 Schuss Scheibe A10
Damenstich 10 Schuss Scheibe A10

Turn-, Spiel- und Stafettentag 2017

Nach nur gerade mal zwei Turnstunden nach den Sommerferien fand bereits wieder der jährliche Turn-, Spiel- und Staffettentag auf dem Programm. Da die Parkmöglichkeiten rund um die Sportanlagen Deutweg von Jahr zu Jahr weniger werden, entschieden wir uns mit Zug und Bus anzureisen. Nach einem kurzen Einlaufen ging es um 11 Uhr für die ersten Gruppen los.

Bis in den späteren Nachmittag zeigten die Kinder und Jugendlichen ihre Leistungen im Seilspringen (nur Mädchen), Ballwurf (nur Knaben), Seilziehen, Hindernislauf und Seilziehen. Danach rannten die Mädchen und Knaben bei der Pendelstaffette um die Wette. Leider wurden wir während den Stafetten für fünfzehn Minuten verregnet bis sich das Wetter wieder von der etwas besseren Seite zeigte. So warteten wir dann die Rangverkündigung ab. Dort durften wir dann sechsmal jubeln.

Die Knaben A erfreuten sich über Gold im Hindernislauf und Bronze im Seilziehen. Die Mädchen A über Bronze in der Pendelstafette und Hindernislauf und Gold und Silber im Seilspringen. Und auch nach der Rangverkündigung durften wir uns weiter freuen, gab es doch bei den Mädchen drei und bei den Knaben fünf weitere Auszeichnungen. So machten wir uns überaus zufrieden auf den Weg zurück nach Thalheim.

Die Turnsaison ging mit viel Spass zu Ende

Hundert Jahre TV Thalheim

2018 feiert der Turnverein Thalheim sein hundertjähriges Bestehen.

Zur Jubiläumsfeier am Freitag 24.August 2018 sind alle herzlich eingeladen.

Schlussturnen Jugend TV Thalheim – Sonntag 10. September

Keine Turnsaison der Jugend geht zu Ende, ohne das traditionelle Schlussturnen. So führte der Turnverein auch in diesem Jahr das Schlussturnen durch. Die Kinder und Jugendlichen absolvierten in einem Einzelwettkampf 8 verschiedene Disziplinen. Wie im letzten Jahr waren vier davon Plauschdisziplinen. Beim «Garetten-Transport», «Zündhölzli-Spicken», «Zielwurf» und «Schnur-Aufrollen» brauchte es Geschicklichkeit und etwas Glück. So ging die Turnsaison mit viel Spass zu Ende.

Hier einige Impressionen:

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle LeiterInnen, welche das ganze Jahr die Turnstunden leiten und mit unserer Jugend an den Wettkämpfen teilnehmen.

Jugi- und Meitliriege-Reise 2017

Liebe Eltern und Kinder

Da leider niemand für die Leitung gefunden wurde, gibt es bis auf weiteres kein Kinderturnen mehr.

Bei Interesse für die Leitung bitte melden bei: Marc Gutknecht, Präsident TV Thalheim, 052 338 14 86, 078 819 70 77

Jugi- und Meitliriege-Reise 2017

Anstelle des Skitags stand in diesem Jahr eine Jugi- und Meitliriege-Reise auf dem Programm. Leider mussten wir aufgrund der sehr schlechten Wettervorhersage unsere Reise kurzfristig umplanen. So führte unsere Reise am Samstag 19.August mit dem Zug nach Rapperswil, wo wir den Knies Kinderzoo besuchten. Nach dem Bestaunen der Tiere inkl. Seelöwen-Show, Elefanten-, Kamel- und Ponyreiten genossen wir unser Mittagessen an der Zoo-Grillstelle.

Danach machten wir uns auf den Fussmarsch über den Damm nach Pfäffikon. Natürlich durfte auch da eine kleine Pause nicht fehlen. In Pfäffikon nahmen wir dann den Zug zurück nach Rapperswil. Nachdem die Kinder ein Glacé genossen hatten, nahmen wir das Schiff Richtung Zürich. Während der Schifffahrt wurde das Wetter immer schöner, sodass wir einige Sonnenstrahlen geniessen konnten.

Von Zürich ging es dann mit dem Zug heimwärts wo wir uns um 18:30 Uhr wieder verabschiedeten. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an den Organisator Chrigel Metzger.

Spielgruppe: «Heute wieder nur gespielt»

Haben Sie diese Aussage auch schon gehört? Das Spielen scheint in der heutigen Gesellschaft keinen grossen Wert mehr zu haben. Alles schreit nach Frühförderung, auch schon in der Spielgruppe.

Dabei lernt das Kind im Spiel so viel.

Die Neugier und Lust am Spielen ist Kindern angeboren. Entwicklungspsychologisch wird das Spiel als treibende Kraft frühkindlicher Selbstfindung in der Sozialisation des Menschen angesehen, denn der kleine Mensch entdeckt, erforscht und erkennt die Welt, indem er spielt. Zum Lebensalltag des Kindes gehört das Spiel und nach der Auffassung von Maria Montessori ist Spielen die «Arbeit» des Kindes.

In der Spielgruppe lieben die Kinder verschiedene Spiele wie zum Beispiel Rollenspiele, Bauspiele, Malen, Zeichnen, Werken, Formen und Fantasiespiele.

Kinder sind extrem neugierig. Sie wollen alles erkunden, was in ihren Gesichtskreis kommt. Mit allem was sie in die Hand bekommen, spielen sie.

Aus Sicht des Kindes ist alles ein «Spielzeug».

Johan Huizinga sagte einmal: «Das Spiel bindet und löst. Es fesselt. Es bannt, das heisst: es bezaubert.»

Spiel und Bewegung ermöglichen Eigentätigkeit und aktives Handeln.

Spielen ist ganzheitliche Persönlichkeitsbildung.

Im Sandkasten wird Sand in unterschiedliche Behälter gefüllt und hin und her geschüttet. Die Einsicht, dass Mengen gleichbleiben, wenn sie in unterschiedlich geformte Behälter gefüllt werden, ist ein geistiger Reifungsschritt, den sich Kinder handelnd erarbeiten. Auch ob etwas leichter, schwerer, länger, kürzer oder gleich lang ist, muss konkret erkundet werden – dadurch werden Relationen erkannt, beschrieben, in Begriffe gefasst und somit kognitiv eingeordnet.

Spielzeit ist Bildungszeit! Ungestörte, freie Spielzeiten sind die beste Förderung!

Kinder, die kompetent, interessiert, lebhaft und lustvoll spielen können und selbstbestimmt spielen dürfen, sind ausgeglichene, zufriedene, selbstbewusste und glückliche Kinder. Wäre dies nicht das wichtigste pädagogische Ziel in einer Spielgruppe? – Astrid Lindgren gibt uns darauf eine wunderbare Antwort: « Kinder sollten mehr spielen, als viele es heutzutage tun. Denn wenn man genügend spielt, solange man klein ist – dann trägt man Schätze mit sich herum, aus denen man später ein Leben lang schöpfen kann. Dann weiss man, was es heisst, in sich eine warme Welt zu haben, die einem Kraft gibt, wenn das Leben schwer wird.»

Nicole Gerber
Spielgruppe Thurschnäggli

NAGRA-Informationsreise zur nukleare Entsorgung

14. – 16. September 2017

Zu Beginn dieses Jahres flatterte eine Einladung für die erwähnte Informationsreise/Besuchsmöglichkeit von Anlagen in Deutschland und Schweden der Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) ins Gemeindehaus.

Natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, weshalb wir als «Nichtstandortgemeinde» einer solchen Reise folge Leisten sollten. Schon schnell war jedoch klar, da wir für den Standort «Zürich Nord-Ost» zum Planungsperimeter des Entsorgungssachplanes bzw. dadurch auch zur Regionalkonferenz gehören, dort durch eine Delegierte vertreten sind, dies einen vertieften Informationsauftrag für unsere Gemeinde bedarf.

So fanden wir uns am Donnerstag in der Früh bereits in Zürich am Flughafen ein und wurden durch die Nagra Mitarbeiter freundlich begrüsst. Schon bald hiess es Platz nehmen im Flugzeug und los ging es nach Schweden. Mit dem Bus ging es dann durch die wunderschöne, schwedische Landschaft direkt nach Äspö, zum schwedischen unterirdischen Forschungslabor für die Einlagerung hochaktiven nuklearen Abfalls.

Nach der Begrüssung und den ersten Fachreferaten durch Seraina Branschi, BFE – Rosa Sardella, ENSI – Armin Murer und Philip Birkhäuser, beide Nagra – Mitarbeiter, folgten wir nach einem feinen Mittagessen den Erklärungen von Maria Fonander und Eva Häll der SKB (Swedish Nucklear Fuel and Waste Management Company). Hier wurde über die Entwicklung zur Standortwahl zum Endlager informiert und zu den Forschungszielen bzw. –inhalten im Felslabor von Äspö anschauliche Kennzahlen mit den nötigen Hintergrundinformationen vorgetragen. Schon bald durften wir uns nach einer kurzen sicherheitsrelevanten Einführung in die Handhabung der Schutzmaske, Einkleiden mit Leuchtweste, Schutzmaskenbox, Helm und Badge (damit wir im Notfall unter Tage geortet werden könnten) und es ging los mit der Fahrt in den Stollen des Versuchslabors. Bis auf 420 Meter Tiefe durften wir uns vom Bus hinunterfahren lassen und stiegen dann aus, hinein in den Stollen.

Sogleich wurden wir in die Querstollen geführt wo Beispielobjekte ausgestellt waren. Wir durften die Kupferkanister in realer Grösse bestaunen, Bentonit (ein zusätzliches Füllmaterial) in unterschiedlichen Texturen anfassen und bereits hier wurde mit anschaulichen Experimenten und Erklärungen die spätere geplante Einlagerung von hochradioaktivem Abfall erklärt. Die letzten 30 Höhenmeter nach unten legten wir dann zu Fuss zurück und fuhren dann mit dem Lift hoch, direkt ins Informationszentrum von Äspö, unserem Ausgangspunkt der Besichtigung. Schon war der Tag weit fortgeschritten und wir fuhren im Bus weiter nach Oskarshamn, wo wir das Kanisterlabor besuchen konnten.

Auf der Führung durch die ehemalige Schiffswerft wurde uns anschaulich die Erstellung und vor allem die Verschliessung der späteren «Kupferkanister» direkt an der grossen Maschine erklärt. Das diese Kanister dereinst ca. 25 Tonnen wiegen sollen, und davon nur ein Bruchteil auf den Hochradioaktiven Abfall – abgebrannte Uranpellets – zurückzuführen sein wird, ist eine ernstzunehmende Tatsache, welche uns einmal mehr über die Energiegewinnung aus nuklearem Material nachdenken lässt. Ein Kanister wird mit ca. 6.5 Tonnen reinstem Kupfer ummantelt werden was bei den heutigen Preisen alleine für dieses Material einen Preis von ca. 40’000 Franken pro Kanister ausmacht.

Nach einem weiteren Referat durch Simon Roth über die öffentliche Anhörung des Gesuchs von SKB für den Bau eines geologischen Tiefenlagers für abgebrannte Brennelemente und der Beantwortung vieler Fragen wurden wir mit dem Bus weitergeführt ins nahe Hotel – es blieb kurz Zeit für den Zimmerbezug und schon hiess es zum Apero und Nachtessen, bei welchem wir uns in angeregten Gesprächen austauschen konnten. Es gesellten sich hier unsere Führer aus dem Kanisterlabor und dem Informationszentrum von Äspö dazu, was angeregte Gespräche versprach.

Die Nacht war dann auch fast zu kurz, denn bereits am morgen um halb sechs hiess es Morgenessen und eine Stunde später Fahrt zum Flughafen um zeitgenau abzufliegen nach Braunschweig in Deutschland.

Schnell ging es dann von Braunschweig in Richtung Salzgitter, wo wir zuerst das alte Erzbergwerk Schacht Konrad besuchen durften.

Nach dem Sicherheitscheck wurden wir nach einem kurzen Briefing eingekleidet in Overalls, Schutzhelme, Schuhe und Sauerstoffmaskenbehälter sowie Grubenlampe (LED). Und schon ging es genauso wie die Kumpel im Lift die 1000 Meter nach unten in die Grube. Nach fünf Minuten waren wir dort angekommen und durften umsteigen in die Fahrzeuge (Dieselbetriebene Autos). Ein stetiger starker Luftzug garantiert die Zufuhr von genügend Frischluft und auch dass die Tunnels sich nicht allzu stark aufwärmen, so herrscht an einigen Stellen unter Tage eine Temperatur von 34 Grad Celsius – gekühlt versteht sich!

Eindrückliche Baustellen und Stollenwege wurden befahren, wir wurden durchgerüttelt wie auf einer Spassbahn im Europapark und das Gefühl liess uns nicht los, demnächst irgendwo um die Ecke in einem versteckten Stollen auf Dinosaurier zu stossen. Es war spannend, in keiner Weise beklemmend und doch surreal wie wir so durch diese Stollen brausten.

Die Bauarbeiten im Schacht Konrad sind soweit, dass dereinst ab ca. 2022 schwach bis mittelaktiver Nuklearer Abfall eingelagert werden kann. Das wird hier in einer eisenerzhaltigen Schicht erfolgen, welche von verschiedenen Tonschichten über und unter der bebauten Schicht zusätzlich abgedichtet ist. Zum Abschluss durften wir auch noch erleben was es heisst zum Schichtwechsel am Lift zu stehen – und raus zu wollen. –es dauerte länger bis wir wieder oben waren.

Zurück über Tage wurden wir mit einem Linsen-Bohnen-Eintopf, echter Bergmannskost überrascht und konnten uns danach wieder umkleiden um dem nächsten interessanten Referat von Klaus Loew, betreffend Schacht Konrad und dem Bewilligungsverfahren welches die Betreiber durcharbeiten mussten, zu folgen.

Weiter ging es hinein in den Bus und nach Asse, wo ein ehemaliges Salz-Bergwerk in den 60er Jahren bis 1978 als Endlager benutzt worden ist, ohne die ganzheitlichen und vorsichtigen Abklärungen gemacht zu haben. Es kam wie es kommen musste, Schächte sind eingestürzt, Grundwasser ist eingetreten und der Zugangsstollen droht einzustürzen. Die Bundesregierung als Verursacher diese Desasters hat die volle Verantwortung übernommen und zusammen mit einer Bürgerbegleitgruppe wurde dann bestimmt, dass der nukleare Abfall aus der Grube rückgeführt werden muss, neu verpackt wird und dann in ein noch zu erstellendes Zwischenlager bzw. schlussendlich in ein Endlager verschoben werden soll.

Zur Zeit sind die Tests und Untersuchungen soweit fortgeschritten, dass mit der Rückholung frühestens im Jahr 2033 begonnen werden kann – Die Bürgerbegleitgruppe ist schon so lange an der Arbeit, dass sie sich unterdessen leider zerstritten haben und die ortsansässigen Bürgerinnen und Bürger sind nicht mehr bereit das Konzept der Rückführung zu unterstützen. Es wurden schon viele Versuche gemacht, die Bürgerbegleitgruppe wieder zu einen – sie wieder konsensfähig zu machen. Mit Mediation – Information – aber auch Zeit hat die Betreiberfirma versucht die nötigen Strukturen zu erhalten um den Prozess der Sanierung Asse voranzutreiben. Leider steht hier im Moment der Bürger sich selber auf den Füssen, da das Vertrauen in die Bundesregierung massgeblich zerstört wurde.

Der Vortrag betreffend Asse II wurde durch Manuel Wilmanns, BGE gehalten, die Diskussion und Information betreffend Bürgerbegleitgruppe von Frau Regina Bollmeier, Gemeindebürgermeisterin Elm-Asse.

Asse hat einen schwierigen und steinigen Weg vor sich …

Und schon war wieder später Nachmittag, wir wurden ins Hotel Ratskeller in Salzgitter Bad gefahren, konnten kurz unsere Zimmer beziehen und bereits hiess es wieder zum Apero und späteren Abendessen weitere Gäste aus der Politik / Behörde von Salzgitter zu begrüssen. Wir verbrachten auch diesen Abend mit interessanten Diskussionen und viel Humor.

Den Morgen in Salzgitter konnten wir für einmal gemütlich angehen und genossen die ersten zaghaften Gespräche am Frühstückstisch und später auf kurzen Spaziergängen durch Salzgitter, sowie einem entspannten Besuch des vor der Hotelpforte gelegenen Gemüsemarktes. So ging es wieder nach Braunschweig an den Flughafen und von dort mit ruhigem Flug zurück in die Schweiz nach Zürich.

Was könnte das Fazit einer solchen Reise sein?

Es ist gut sich auch mal vor Ort informieren zu können, uns persönlich hat es v.a. auch betreffend Ängsten einiges gebracht. Für uns ist sicherlich klar, wir haben dieses Problem mit dem nuklearen Abfall, wir haben uns für die Kern- energiegewinnung ausgesprochen, wir müssen das Problem lösen und dennoch möchte keiner wirklich dieses Problem direkt vor der eigenen Haustüre wissen.

Die Schweiz ist zu klein, als dass wir uns in ein Schneckenhaus zurückziehen könnten und die Augen verschliessen. Wir müssen uns definitiv den Fragen und auch den Antworten aus Forschung, Wirtschaft und Wissenschaft stellen und sie abwägen. Wir entscheiden hier nicht für uns, auch nicht für unsere Kinder – die Entscheide sind für kommende Generationen und wichtig sie anzugehen. Aufschieben ist keine Lösung, da sich der nukleare Abfall nicht einfach in Nichts auflösen wird …

Zum Schluss sei hier noch gesagt, wir planen nicht für die nächste Generation, sondern für einen Zeitraum von 1 Mio Jahre, denn solange braucht es bis der Nukleare Abfall «ausgestrahlt» haben soll …so ist auch das in unsere Überlegungen mit einzubeziehen. Es ist schlussendlich nicht nur entscheidend wo der Standort des Endlagers zu stehen kommt – entscheidend ist viel mehr, dass es der Standort ist, der am Sichersten ist.

Cornelia Schumacher, Schulpflegepräsidentin,
Gemeinderätin
Cyrill Bühler, Gemeindeschreiber