GV der Genossenschaft Wole

Dieser Titel drückt in vier Worten aus, was die Genossenschaft im vergangenen Jahr bewegt hat. Das war dem Jahresbericht der Präsidentin Ingrid Lüthi zu entnehmen. Sie konnte 17 Genossenschafterinnen und Genossenschafter begrüssen zur vierten ordentlichen Generalversammlung. Ebenfalls anwesend waren der Revisor Balz Christen und der Verwalter der neuen Häuser Daniel Langhart. Einige Entschuldigungen waren auch eingegangen.

Vor fast fünf Jahren wurde die Genossenschaft gegründet, und jetzt sind die beiden Häuser mit elf Wohnungen beinahe fertig. Im August 2013 werden sie bezugsbereit sein. Die Wole zählt heute 43 Mitglieder.

Einige Punkte aus dem Jahresbericht der Präsidentin

  • Im Februar 2012 gab es einen kleinen Abschied in der alten Lagerhalle der Landi mit Anekdoten, Geschichten, Speis und Trank.
  • Im März 2012 wurde mit dem Abbruch begonnen.
  • Seither hat der Vorstand laufend Arbeiten für den Neubau vergeben. Ausführliche Diskussionen, das Suchen nach der besten Lösung, und wenn immer möglich die Berücksichtigung eines lokalen Handwerkers, einer lokalen Firma waren die Kriterien. 34 Werkverträge waren es bis zur Generalversammlung, drei Bundesordner voll. 65% der Aufträge konnten an lokale oder regionale Firmen im Kanton Zürich vergeben werden. Von den übrigen Arbeiten bekamen hauptsächlich Firmen/Handwerker in den Kantonen Thurgau oder Schaffhausen den Zuschlag.
  • Ein echter Tiefpunkt war dann im Dezember 2012 ein Vandalenakt. Die Leitungen der Bodenheizung im Rohbau waren an mehreren Stellen böswillig beschädigt worden. Die Schuldigen konnten trotz Anzeige bei der Polizei nicht gefunden werden.
  • Im Dezember hat Wole die Bestätigung bekommen, dass alle Bedingungen erfüllt sind für die Auszahlung eines Darlehens über 330’000 Franken des Verbands der Wohnbaugenossenschaften zu einem günstigeren Zinssatz.
  • Ende Februar 2013 haben die GenossenschafterInnen von Wole «ihre» neuen Häuser im Dorfzentrum unter der Führung der Architekten ansehen können. Gleichzeitig konnte der Vorstand das Ergebnis des Namens-Wettbewerbs bekannt geben: Das vordere Haus an der Oberdorfstrasse 10 heisst «Zur Heimat», das hintere Haus am Püntenrain 3 «Zur Trotte». Mit diesen Vorschlägen hat Werner Schleuss den Wettbewerb gewonnen
  • Ingrid Lüthi wies darauf hin, dass die Zusammenarbeit mit HFR Architekten AG immer ausgezeichnet war. Im vergangen Herbst haben sie auch spontan zugesagt, als Erst – und Zweitklässler von Thalheim die Baustelle besichtigen wollten. Sie haben den Kindern die Häuser gezeigt und geduldig Fragen beantwortet.

Bauarbeiten und Vermietung

  • Conrad Schneider informierte über die Bauarbeiten:
  • Das Wichtigste für ihn ist, dass bisher unfallfrei gearbeitet werden konnte.
  • Bei der Vergabe der Bauarbeiten wurde immer auch abgeklärt, ob der Handwerksbetrieb Anteilscheine der Genossenschaft für eine bestimmte Zeit übernimmt.
  • Die Leistungen der Handwerker waren bisher gut; lediglich der Fensterbauer hatte zwischenzeitlich Lieferschwierigkeiten, doch dieses Problem ist auch gelöst.
  • Es wird vor dem Bezugstermin der Wohnungen am 1. August noch einen Tag der offenen Tür geben und ein Handwerkerfest.
  • Die Erstvermietung und die Verwaltung der beiden Häuser wurde Herrn Daniel Langhart (www.immolution.ch) übergeben.

Finanzen

Die Prognose für die Endkosten sieht gut aus, sie liegt momentan ein Prozent innerhalb des Kostenvoranschlags.

Die Hypotheken sind nun auch alle in Festhypotheken mit gestaffelter Laufzeit über zehn Jahre umgewandelt worden.

Die Generalversammlung hat sowohl der Jahresrechnung als auch dem Revisionsbericht zugestimmt, und den Vorstand entlastet.

Als Revisionsstelle wurde Herr Balz Christen bestätigt.

Die Vorstandsmitglieder werden jeweils für zwei Jahre gewählt. Dieses Jahr wurden Christine Jordi und Andreas Siegenthaler einstimmig wieder gewählt. Der Aufruf der Präsidentin nach weiteren Interessenten für die Mitarbeit im Vorstand blieb leider ohne Echo. Sie hat aber bereits bekannt gegeben, dass sie nächstes Jahr zurücktreten wird. Auch Ursy Trösch wird zurücktreten.

HauswartIn gesucht

Zum Schluss noch dies: Wole sucht einen Hauswart, eine Hauswartin im Nebenamt für die beiden neuen Häuser. Wer sich für diese Arbeit interessiert, kann sich melden bei der Präsidentin von Wole Ingrid Lüthi, Im Hasensprung 9, 8478 Thalheim, 052 338 13 44. Bei ihr kann sich auch informieren, wer gerne GenossenschafterIn werden oder im Vorstand mitarbeiten möchte.

Ursy Trösch

Paperblog: schade, dass viele Leute sich nicht mehr in ein Stadion trauen

Am 9. Juni wird über das verschärfte Hooligan-Konkordat abgestimmt.

Das Hooligan-Konkordat gibt es bereits seit 2010. Scheinbar habe diese Massnahmen nicht gegriffen und somit kommt es zu der Abstimmung über die Verschärfungen.

Zu den Neuerungen gehören etwa eine Bewilligungspflicht für die Veranstalter von Spielen der obersten Liga, Vorschriften für die An- und Rückreise der Fans, Ausweiskontrollen, Körperdurchsuchungen oder ein Rayonverbot.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann ein Spiel abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen werden. Rayonverbote – ein Verbot, ein bestimmtes Gebiet zu betreten – können neu für bis zu drei Jahre ausgesprochen werden. Bisher war es maximal ein Jahr. Schweizweit vereinheitlicht werden die Zugangs – und Personenkontrollen.

Mir ist nicht klar, wie das mit den Rayonverboten oder Stadionverboten funktionieren kann. Ich meine Lückenlos! Denn bei Veranstaltungen mit mehreren tausend oder gar zehntausend Zuschauern, ist dies wohl extrem schwierig, wenn nicht gar nahezu unmöglich.

Es ist für mich unbestritten, dass sich etwas tun muss, denn die sogenannten Fans, nein hiermit sind nicht die richtigen Fans, welche einem Spiel friedlich beiwohnen wollen, sondern die Deppen gemeint, welche der Meinung sind, dass Pyrotechnik zum Fussball gehöre! Andere Länder beweisen immer wieder, unter anderem auch erst nachdem massive Kontrollen und Strafen eingeführt wurden, dass es völlig genügt, wenn man mitfiebert und die Spielaktionen, egal ob schlecht oder gut, die Absicht und der Wille zählt, mit Applaus und zurufen versieht. Fahnenschwingen, Klatschen, Fangesänge oder von mir aus auch Musikinstrumente sind doch das geeignetere Produkt um seine Zugehörigkeit zu einer Sportart und einem Team zu zeigen.

Pyrotechnik ist absolut gefährlich. Handfackeln erreichen, unter anderem durch das Magnesium, beim abbrennen eine Temperatur zwischen 1600 und 2500 Grad Celsius. Ein Löschen dieser Fackeln ist mit Sand nur bedingt und mit Wasser gar nicht möglich. Werden doch solche Fackeln auch als Seenotsignal verwendet. Raketen fliegen unkontrolliert durch die Luft und können den Besitzer selber oder einfach andere unbeteiligte Zuschauer verletzen.

Der letzte Pfingstmontag hat es wieder einmal gezeigt, dass die sogenannten «Fans» sich nicht an die Abmachungen mit der Polizei halten. Sie weigern sich Auflagen einzugehen und das ganze nur, um sich mit den anderen Deppen zu prügeln. Verwüstungen in der Stadt mit hohem Sachschaden sind die Folge. Wer bezahlt diesen Schaden? Die Versicherungen und somit schlussendlich wir als Bürger indem die Prämien steigen. Irgendwann zahlt vielleicht auch die Versicherung nicht mehr und das geht es an die Substanz der Firmen und Geschäfte. Nicht jeder kann solche Schäden immer wieder finanzieren. Wer bezahlt den Aufwand den der Staat hat? Polizeieinsätze mit mehreren Hundertschaften an Personal sind aufwändig und teuer. Es ist der Steuerzahler, denn die Clubs wollen oder können sich das auch nicht leisten.

Und solchen «Fans» soll die Allgemeinheit, im Falle des neuen Zürcher Fussballstadion, sprich der Steuerzahler separate Zu- und Abgänge für die verschiedenen Fangruppen finanzieren. Man spricht von ca. sechs Millionen nur weil man Angst hat, die «Fans» zu vergraulen. Die sechs Millionen sind in den Sand gesetzt, weil die «Fans» sich sowieso ausserhalb des Stadions die üblichen Scharmützel liefern und die Polizei wieder zu Grosseinsätzen ausrücken müssen.

Es ist absolut Schade, dass viele Leute sich nicht mehr in ein Stadion trauen, wenn bestimmte Spiele stattfinden, da sie ihre Kinder und sich selber einem Risiko aussetzen, welches nicht berechenbar ist.

Mich würde es nicht wundern, wenn in ein paar Jahren genau diese «Fans» nicht ins Stadion gehen, weil sie Angst um ihre Kinder haben.

Es ist leider so, dass wenn jemand nicht begreift, dass Gewalt nicht die Lösung ist, entsprechende Massnahmen nötig sind. Egal ob diese nun überrissen sind. Die Allgemeinheit hat genug!

ebu

Zwei Reaktionen zum Leserbrief von G. Roggensinger

Der Leserbrief von G. Roggensinger hat da und dort zum Nachdenken und Reden Anlass gegeben. Das kann ich gut nachvollziehen, so habe ich mir auch einige Gedanken gemacht, die ich hier gerne weitergebe. Ich denke, eines der angesprochenen Probleme ist der Umgang mit – und untereinander. Wie gehen wir miteinander um? Immer wieder werden Kinder gehänselt, ausgelacht und oftmals auch ausgegrenzt. Wenn wir in diesen Momenten die Augen verschliessen und uns diesen Problemen nicht stellen, dann werden sich genau diese Erlebnisse bis ins Erwachsenen-Alter weiterziehen. Da bringen sie nicht selten psychische Störungen oder gestörte Verhaltensweisen hervor. Es braucht dazu nicht immer nur eine handfeste oder schlagkräftige Auseinandersetzung. Diese sind offensichtlich und werden in den meisten Fällen auch angesprochen. Viel schlimmer ist es, wenn durch Blicke oder einzelne Sätze (Du bisch halt echli dumm), die wiederholt gesagt werden, Kinder gehänselt und ausgegrenzt werden. Vom Umfeld werden diese «Sprüche» als normal abgegolten, verharmlost oder gar gutgeheissen. Das hinterlässt in den Betroffenen tiefe Spuren, die von aussen kaum sichtbar sind.

Wie schnell urteile ich über andere, seien es Neuzuzüger oder Alteingesessene, suchtbelastete Personen oder Grossfamilien? Ich glaube, dass es immer einen Grund gibt, über andere Personen zu urteilen oder gar zu lästern. Aber was könnte der Grund sein, dass wir oftmals so unachtsam über andere Personen reden? Sehr oft sind es eigene Mängel, die wir zu überdecken versuchen und durch den Fingerzeig auf den Nächsten, von uns ablenken. So sind wir selber oftmals die Vorbilder und prägen damit das Dorfleben. Jeder Mensch hat seine angenehmen wie auch seine unangenehmen Wesenszüge. Ist es an uns zu urteilen, ob der Mensch gut oder schlecht ist?

So bin ich der Überzeugung, dass wir als ganzes Dorf die Verantwortung tragen, bezüglich dem Umgang miteinander. Weder die Schule alleine (z. Bsp. Mit dem Gewaltpräventionsprogramm «Programm zur Förderung alternativer Denkstrategien» «Pfade»), noch die Eltern durch die Erziehung können das Problem des rücksichtslosen Umgangs alleine lösen. Wir als ganze Dorfgemeinschaft sind gefragt. Wir machen es uns ziemlich einfach, wenn wir sagen, meine Kinder sind nicht mehr in der Schule, es geht mich nichts mehr an…. Auch die heutigen Schulkinder werden einmal Kinder haben und dann beginnt sich das Rad wieder neu zu drehen. Deshalb bin ich der Ansicht, dass es sinnvoll ist, wenn jeder einzelne den eigenen Umgang zum Nächsten überdenkt. Man könnte dies auch als nachhaltige Investition in die Dorfgemeinschaft und in ihr Gedeihen bis hinein in die kleinste Zelle, der Familie betrachten. Eine lohnende und spannende Investition in die Zukunft sozusagen. Wenn sich das alle zu Herzen nehmen, und diesem Problem in die Augen schauen dann ist es bestimmt auf allen Ebenen lösbar. In diesem Sinne wünsche ich eine schöne Sommerzeit mit vielen rücksichtsvollen und erfreulichen Begegnungen.

Sandra Hefti


Wir tragen Verantwortung, insbesondere für das eigene Verhalten. Und wir sind verantwortlich für das, was wir persönlich sagen, schreiben, tun oder unterlassen. Sind wir aber verantwortlich für das Verhalten unserer Kinder? Ist es nicht eher so, dass wir dafür verantwortlich sind, unsere Kinder aufzuzeigen, wie sie sich zu verhalten haben? Damit sie, wenn sie erwachsen sind, gestärkt sind, dass sie selbständig, respektvoll und eigenverantwortlich agieren und reagieren können? Zum einen versuchen mein Mann und ich, uns selber an der Nase zu nehmen, zum anderen bringen wir unseren Kindern die üblichen Anstandsregeln und die in unserer Gesellschaft vorhandenen Gepflogenheiten bei (wie zum Beispiel Tischmanieren, Höflichkeit). Und wir wiederholen uns täglich.

Wir akzeptieren, dass Kinder unterschiedlich sind. Es gab schon immer Streber, Rebellen, die Coolen, die Ruhigen, die Sportlichen, die Intellektuellen und auch die Sonderlingen – sie haben alle ihren Platz in unserem Gesellschaftssystem. Diese Unterschiede gibt es; es gilt für uns, sie zu verstehen und auch unseren Kindern zu erklären. Wir besprechen, wie es möglicherweise im Innern eines anderen Kindes aussieht, versuchen ihnen beizubringen, auch darüber nachzudenken, wie andere sich fühlen könnten. Wir möchten zusätzlich, dass sie lernen, sich über die Geschicktheit oder das Glück anderer Kinder zu freuen und zum Ausdruck zu bringen.

Darüberhinaus nehmen wir die Verantwortung war, unsere Kinder in für sie schwierige Situationen zu unterstützen. Das Leben ist nicht fair. Je früher sie lernen, mit Unannehmlichkeiten, Enttäuschungen, Frust oder Verlust umzugehen, desto besser sind sie für das Leben als Erwachsene gewappnet. Wir schieben die Verantwortung nicht weiter – «ach, die Lehrerin ist blöd», «die anderen Jungs sind doof», «ach du armer kleiner Junge, du wirst ja immer geplagt». Wir plädieren für Eigenverantwortung. Wenn die Kinder mal frustriert nach Hause kommen, lassen wir sie erst mal ausreden/austoben. Dann fragen wir nach, wie sie sich verhalten haben, was sie gesagt oder getan haben. Und wir geben ihnen konstruktive Hinweise.

Die Konzequenzen für ihr Verhalten tragen unsere Kinder selber, da sie ja für ihr eigenes Verhalten verantwortlich sind. Dies kann bedeuten, dass sie aus einem Spiel ausgeschlossen werden, ins Zimmer geschickt werden, dass sie in der Schule «Strafsgi» erhalten, dass sie von Kollegen nach Hause geschickt werden, dass sie Hausarrest haben, oder auf der positiveren Seite, dass sie gelobt werden, wir einen Familienfilmabend halten, oder ähnliches.

Nun wurde in unserer Schule in Thalheim Pfade als Lehrmittel eingeführt. So wie ich es verstanden habe, wurde unsere Schule auch seitens verschiedener Eltern dazu aufgefordert, etwas gegen die zunehmende Gewalt, unterstelltes Mobbing und anderen Problemverhalten zu unternehmen. Das PFADE-Program wird von einem Fachteam am Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Zürich zu Umsetzung durch interessierte Primarschuleinheiten angeboten. Doch logisch, dass unsere zürcherische Schule diese Dienstleistung in Anspruch nimmt. Interessanterweise decken sich die PFADE-Ziele mehrheitliche mit unseren Zielen, welche ich in den oberen Paragraphen dieses Artikels umschrieben habe. Nur heisst es bei uns Zuhause «Erziehung und Disziplin». Wir sind damit einverstanden, dass weniger geplagt/bedroht/geschlagen/beherrscht/vandaliert wird. Wir möchten weniger Ablenkbarkeit, Unruhe, Lügen, Stehlen, Traurigkeit, Ängstlichkeit, Unaufmerksamkeit, Nervosität, Substanzmissbrauch. Erwiesen und logisch ist auch, dass eine Minderung der Problemverhalten eine Erhöhung der Lernbereitschaft und der Leistungen bringt. Das sind die PFADE-Ziele. Wie werden diese Ziele erreicht? Eigentlich mit Methoden, welche schon immer gebraucht wurden. Nur sind die Methoden anders strukturiert und haben einen Namen, eine Sammelbezeichnung – Pfade.

Ich lade alle ein, sich mal unter www.gewaltprävention-an-schulen.ch zu informieren. Die Infomappe ist aufschlussreich. Wer informiert ist kann besser mitdiskutieren. Ich habe beim herumstöbern festgestellt, dass PFADE kein Psycho-Programm (unsere Kinder werden nicht wie Roboter programmiert!) und auch kein derartig umstrittenes Lehrmittel ist. Ich schlage vor, wir unterstützen unsere Lehrpersonen in ihrem Vorgehen. Sie machen es gut. Und eigentlich nicht wirklich anders als früher. Die Rahmenbedingungen haben sich vielleicht geändert, aber die Ziele bleiben gleich: lernen und fördern, damit aus Kindern selbstständige, verantwortungsbewusste und doch unterschiedliche Erwachsenen werden.

Ingrid Lüthi

Zeit, Kürbisse zu pflanzen

Es ist höchste Zeit wieder Kürbisse anzupflanzen.

Pflegt sie gut und redet ihnen gut zu. Denn im Oktober findet wie jedes Jahr das traditionelle Chürbisfäscht statt. Wir sind gespannt auf den grössten «Chürbis».

Also ran, ab ins Beet!

Der Dorfverein

Pro Senectute: Mittagstische 2013

  • Freitag, 28. Juni, 12.00 Uhr, Restaurant Schürlibeiz in Thalheim ( Fototreff )
  • Freitag, 27. September, 11.30 Uhr, Altersheim in Stammheim

Alle Seniorinnen und Senioren sind dazu ganz herzlich eingeladen. Bitte melden sie sich jeweils bis Dienstagabend an bei:
Rebecca Schleuss: Tel. 052 338 12 07

Mahlzeitendienst:

Geniessen sie unsere ausgewogenen und feinen Mahlzeiten. Wir bringen an den von ihnen gewünschten Tagen die Menüs direkt nach Hause.
Margrit Schwarz: Tel. 052 336 11 25

Sozialberatung Pro Senectute Winterthur-Land:

Ansprechperson für den Bezirk Andelfingen ist Frau Ursula Bossert.

Sie berät ältere Menschen und ihre Angehörigen bei folgenden Altersfragen:

  • Hilfestellung bei Fragen zu Finanzen
  • Sozialversicherungen
  • Wohnen
  • Hilfsmittel
  • Beziehungsfragen
  • Entlastungsmöglichkeiten.

Die Beratungen sind unentgeltlich und vertraulich. Die Gespräche finden entweder im Büro in Winterthur oder bei ihnen zu Hause statt.

Vereinbarungen von Gesprächsterminen:
Pro Senectute Kt. Zürich, Brühlgartenstr. 1, 8400 Winterthur, Tel. 058 451 54 53.

Treuhanddienste

Pensionierte Fachkräfte unterstützen sie in administrativen und finanziellen Angelegenheiten. Der Treuhanddienst ist eine Dienstleistung von der Pro Senectute Kanton Zürich für Menschen im AHV-Alter.

Für Informationen und zur Vereinbarung von Gesprächsterminen wenden sie sich bitte an:

Frau Eva Derendinger oder Herrn Oliver Bender
Pro Senectute Kt Zürich, Treuhanddienst
DC Winterthur, Brühlgartenstr. 1, 8400 Winterthur
Tel. 058 451 54 00, Mail: dc.winterthur@zh.pro-senectute.ch

Auskünfte zu weiteren Angeboten von Pro Senectute Thalheim erteilt ihnen gerne die

Pro Senectute Ortsvertretung Thalheim Rebecca Schleuss, Tel. 052 338 12 07

Eingesandt: Ein Jahr ZumbAtomic

Seit einem Jahr gebe ich nun schon in Thalheim ZumbAtomic – Stunden. Ich möchte Euch gerne einen kleinen Rückblick der letzten Monate geben und von meinen Beobachtungen erzählen:

Der Spass und die Freude am Bewegen standen klar im Vordergrund.

Die Kinder besuchten die Stunden gerne und wir erlebten eine tolle Zeit zusammen. Am meisten ist mir die Kreativität der Kinder aufgefallen. Sie hatten viele Ideen und erfanden eigene Tanzschritte, was dazu führte, dass die Kinder einen Tanz selber einstudieren durften. Das Selbstvertrauen ist bei vielen Kindern gewachsen; es herrscht im ZumbAtomic keinen Leistungsdruck und man hat als Leiter viel Gelegenheit die Kinder zu loben und zu ermutigen.

Den Kindern schien es grossen Spass zu machen die Führerrolle zu übernehmen und so kam es oft vor, dass sie das Ein – und Austurnen leiteten.

Das Bewusstsein für den Körper hat sich bei vielen Kindern sensibilisiert und sie lernten, ihre Muskeln richtig einzusetzen. Auch haben sie den Aufbau eines Tanzes sowie den Ablauf eines Liedes kennengelernt. Der Spruch «Tanzen ist doch nur etwas für Mädchen» gehört bei uns im ZumbAtomic der Vergangenheit an, denn es erwies sich, dass viele Jungs sehr wohl eine Begabung für das Tanzen hatten.

Ich möchte Euch darauf hinweisen, dass ich in den Sommerferien einen ZumbAtomic – Kurs anbieten werde (siehe «Breitenstein-Sommerferien – Programm»). Wenn also jemand einmal vorbei schauen möchte, ist dies eine gute Gelegenheit dazu.

Ich wünsche allen eine schöne Sommerzeit!

Nicole Gerber

Eingesandt: Das Gemüse wird verpackt

Jeweils am Donnerstagmorgen wird das Gemüse in die Abo Körbe gepackt. Dieses Jahr werde ich mit meiner Mitarbeit mein Jahresgemüseabo abarbeiten. Also mache ich mich auf den Weg, mit guten Schuhen und einer warmen Jacke bewaffnet treffe ich um 9 Uhr. im Rüstraum bei den Treibhäusern ein.

Da wird schon emsig gearbeitet. Ich bin froh dass ich warm angezogen bin, denn hier drinnen ist es etwas frisch und feucht. Bin gespannt wie das Ganze abläuft, kann ja nicht so schwer sein etwas Gemüse abzupacken. Als erstes soll ich Spinat in Säcke abpacken. Auf dem Zettel der über dem Rüsttisch hängt kann ich ablesen wie viel von welchem Gemüse in die jeweiligen Körbe muss.

Also beginne ich den gewaschenen Spinat in Säcke abzufüllen, schnell habe ich etwas klamme Hände, nur nichts anmerken lassen. Ich wiege und packe ab und merke bald dass man «dä Grind bi dä Sach mue ha». Fragt mich jemand: «Wie viel hast du schon abgepackt.» Keine Ahnung! Also darauf hätte ich auch noch achten müssen? Die abgepackten Säcke werden wieder in Kisten gelegt, natürlich immer gleichviel in jede Kiste, muss ja am Ende noch gezählt werden ob es schon reicht ,immerhin sind es inzwischen schon über hundert Körbe die gefüllt werden müssen. Dann kommt noch Schnittsalat dazu, wieder muss ich nachschauen, wie viel in den Sack kommt.

Danach müssen noch Rüebli, Kartoffeln, Pastinaken und Randen abgewogen werden, diese werden direkt in die Körbe verteilt. Es werden immer cà. 30 Körbe miteinander abgefüllt, dann wird nochmals, anhand der angeschriebenen Nummern kontrolliert, damit auch keiner fehlt. Die Körbe haben unterschiedliche Farben je nach Grösse des Abos, ob klein Mittel oder Gross und die farbigen Zettel, die dranhängen geben an, in welches Depot sie gebracht werden müssen.

So langsam raucht mir der Kopf, aber dank den netten Mitarbeitern komme ich dann doch noch klar. Das Zweite Mal ging es dann schon besser, aber wie schon gesagt wenn man nicht aufpasst, gibt es schon mal ein Durcheinander. Die Zeit vergeht schnell, als ich das erste Mal auf die Uhr schaue ist es schon elf. Zwischendurch schaue ich ins Gewächshaus und freue mich, wie es da wächst und gedeiht-

Ich kann nicht erkennen was da alles wächst, aber die Tomatensetzlinge erkenne ich und freue mich sehr darauf, die feinen frischen Tomaten zu geniessen.

Um halb eins sind wir fertig, ich auch. Ich gehe jetzt nach Hause mit meinem Gemüsekorb unter dem Arm und freue mich auf einen frischen Salat. Inzwischen war ich jetzt schon mehrmals da und es macht mir Freude mit dem frischen Gemüse zu arbeiten. Auch die Tatsache dass das Gemüse wirklich frisch ist (ausser dem Lagergemüse, aber auch da weiss ich woher es kommt, nämlich aus der Region). Um immer genug Gemüse zum richtigen Zeitpunkt ernten zu können braucht es nebst viel Erfahrung auch Flexibilität und die Liebe zur Natur. Auch der Wille zum hart arbeiten darf nicht fehlen.

pr

Frühlings-Familien-Event des Elternrats

Am Mittwoch, 1. Mai 2013 fand der erste Frühlings-Familien-Event – organisiert vom Elternrat der Primarschule Thalheim – statt. Dabei galt es aus drei verschieden langen Strecken zu wählen und vier verschiedene Posten anzusteuern und spielerische sowie kulinarische Aufgaben zu lösen.

Trotz anfänglich noch etwas garstigem Wetter machten sich über vierzig Personen auf den Weg. Gegen Mittag schien dann die lang ersehnte Sonne und so konnte der Anlass bei besten Bedingungen mit einem geselligen Grillieren und Beisammensein auf dem Schulhausplatz zu Ende gebracht werden. Besten Dank allen Helferinnen und Helfern insbesondere auch dem Schülerrat für die tollen Drinks.

Der Elternrat

Titelstory: Wasserwege der Thur

Oberhalb von Unterwasser im Toggenburg beginnt die Säntisthur als wilder Bergbach durch Wälder. Die zwei Thurfälle im Chämmerlitobel sind von Unterwasser aus mit einer kurzen Wanderung leicht zu erreichen. Am oberen Thurfall geht es 23 Meter und am unteren 10 meter in die Tiefe. Durch Aussichtsplattformen und Stege kann man die Fälle Hautnah erleben. Danach fliesst die Säntisthur bei Unterwasser mit der Wildhauser Thur zusammen und fliesst als Thur weiter. Der wilde Bach wird zum ruhigen Fluss und bahnt sich seinen Weg durch das Toggenburg, den Thurgau und etwa noch 19 Kilometer durch den Kanton Zürich bei uns in Thalheim und Gütighausen vorbei und mündet dann nach 134,6 Kilometer bei Flaach und Ellikon am Rhein in den Rhein. Viele verschiedene Flüsse wie zum Beispiel die Glatt bei Oberbüren, die Sitter in Bischofszell und die Murg bei Frauenfeld münden auf diesem Weg in die Thur. Entlang der Thur befinden sich diverse Brücken aus verschiedenen Zeitepochen. Die Ossingerbrücke über die, die Bahnlinie Winterthur-Ezwilen fährt wurde im Jahr 1877 gebaut. Und die achtjochige Natursteinbrücke wurde schon 1487 erbaut. Sie geht von Bischofszell über die Thur als eine der längsten erhaltenen Brücken der Schweiz aus dem Mittelalter.

Aus als Wasserkraft wird die Thur genutzt. Vom Kraftwerk Ebnat entlang des Thurweges bis zum Kraftwerk Trempel in Krummenau befindet sich der Lehrpfad Wasserkraft. Auf der ca. 90 Minuten dauernden Wanderung, kann man alles über Wasserkraft erfahren.

Die Thurauen bei der Thurmündung in den Rhein ist das grösste Auengebiet des Schweizer Mittellandes. Durch die Renaturierung gibt es dort einen Reichtum an Flora und Fauna. Der Fluss kann hier wieder aus eigener Kraft die Umgebung gestalten und die Auenwälder regelmässig wieder überschwemmen. Durch die Pflege dieses Gebietes werden seltene Arten erhalten und alte kehren zurück wie zum Beispiel der Flussregenpfeifen. Im Naturzentrum Thurauen in Flaach kann man alles darüber erfahren.

Im Sommer nutzen viele Besucher das reizvolle Naherholungsgebiet an und auf der Thur, sie paddeln, sitzen gemütlich mit der Familie im Gummiboot oder lassen sich auf einer Luftmatratze mit dem Strom hin abziehen. Auch für ausgedehnte Spaziergänge oder Velotouren ist es ein abwechslungsreiches Gebiet.

rr

Quellen: Wikipedia, Buch der Thur auf der Spur

Brückeneinsturz Gütighausen vor 100 Jahren

Der Lärm muss den Einwohnern von Gütighausen wohl eine Gänsehaut beschert haben, als am 14. Mai 1913 die eiserne Strassenbrücke bei Gütighausen einstürzte. Denn wenn sich Metall verbiegt, dann gibt das einen Ton, der wohl so unerträglich ist, wie wenn man mit einer Kreide über eine Schiefertafel fährt, einfach noch ein um vielfaches lauter.

Die 1880 gebaute, 67,5 Meter lange, Brücke hatte erhebliche Konstruktionsmängel und war zudem für die, trotz mässigem Verkehr, zu diesem Zeitpunkt aktuellen Lastwagen zu leicht.

Seit März 1913 waren Verstärkungsarbeiten im Gange um den Mangel zu beheben. Im Zuge der Verstärkungsarbeiten sollten die Längsträger für die hölzerne Fahrbahn ersetzt, je eine Lamelle oben und unten an den Querträgern aufgenietet und zu guter letzt der Windverband ersetzt und die Unter – und Obergurten und einzelne Strebenanschlüsse ersetzt werden.

Die Arbeiten waren so weit fortgeschritten, dass nur noch der Windverband und die oberen Gurten verstärkt bzw. ersetzt werden mussten. Doch am 14. Mai 1913 um 10:45 Uhr wurden diese Arbeiten durch den Einsturz der Brücke hinfällig. Von den sieben auf der Brücke beschäftigten Arbeitern wurden zwei schwerer, aber nicht lebensgefährlich verletzt.

Warum ist die Brücke eingestürzt? Bei der Besichtigung zeigte sich an den Bruchstellen abnormale Beschaffenheit des Materials, sowie viele alte Bruchfugen. Beim Umbau wurden beim Umbau des Windverbandes diverse Querverstrebungen entfernt, was die Stabilität und Knicksicherheit der Brücke beeinträchtigte. Weiter wurde beim Bau der Brücke 1879/80 Material mit mittelmässiger Qualität, wie bei vielen Brücken dieser Zeit, verwendet. Dies alles hat schlussendlich zu dem Einsturz der Brücke geführt.
Im Frühjahr 1915 wurde dann die, noch heute stehende, stärkere Brücke fertig gestellt.

Brückenmasse:
Spannweite: 67,55 Meter
Fahrbahn: 2,5 Meter
Gehwege: je 0,81 Meter pro Seite
Last: 400 kg/m²

Die Nutzlast von 400 kg/m² entsprechen einem Lastwagen mit 14 Tonnen oder einer Strassenwalze mit 18 Tonnen und entspricht der Eidg. Brückenverordnung vom 7.6.1913, Klasse II/B (wichtigere Nebenstrassen).

Quelle: Text: Schweizerische Bauzeitung Band 61/62 (1913), Heft 21 Seite 283, Heft 22 Seite 298, Band 67/68 (1916), Heft 14 Seite 172/173

Fotos: AWEL, E. Bucher
Idee: Peter Gysi
Realisation: E. Bucher