Weisch wie s Morfe Chindli heisst?

«Gäll, du bisch äim vos Thome Heiris, am Model aa», sagte mir vor manchem Jahr einmal ein alter Mann. Dass noch bis fast in die Mitte unseres Jahrhunderts die Kinder nach Zugehörigkeit zu ihrer Sippe benannt wurden, war keine Ausnahme. Dies vor allem, wenn vom gleichen Geschlecht mehrere «Äste» existierten. Da waren s Karle und dann eben s Karle Emmeli oder Marieli.… Weiterlesen

Keiner blickt Dir hinter das Gesicht…

Manchmal ist es nicht einfach, einfach öffentlich nachzudenken. Gewiss es gibt unendlich vieles worüber man nachdenken kann, nachdenken muss. Aber – das meiste ist für meine einfache «Nachdenkerei» einige Nummern zu gross – anderes ist zu banal. Vieles nimmt einem zum vornherein den Mut weil «man» nicht noch zusätzlichen Pessimismus verbreiten möchte.… Weiterlesen

…oder am Ende Ortografi?

In diesen Tagen ist mit der Herausgabe des neuen «Duden» die seit langem geplante, neue Rechtschreibereform in Kraft getreten. Wie in den Medien zu hören und zu lesen ist, wird in den Schulen ab 1998/99 nach den revidierten Normen unterrichtet. Diese sollen einfacher, einprägsamer sein. Für Schulanfänger wird dies keine Bedeutung haben, da sowieso alles neu ist.… Weiterlesen

Wo bleibt da die Logik?…

Fünftagewoche in den Schulen? Dieses Traktandum steht seit kurzem in vielen Gemeinden zur Diskussion. Und wie bei den meisten Sachfragen gibt es auch hier Gründe dafür – und ebenso viele Gründe dagegen. Ähnliche Diskussionen sind vor einigen Jahren für oder gegen den Herbstschulbeginn schon gelaufen. Was mich nachdenklich stimmt, ist, dass als Argument für den Herbstschulanfang gesagt wurden, der Schulbeginn müsse in der ganzen Schweiz einheitlich werden.… Weiterlesen

Jetzt nicht lang besinnen – einsteigen …

Lieber Matthias Eigentlich wollte ich über Gedenktage, zum Beispiel von Kurt Guggenheim, Carl Zuckmayer, Friedrich Glauser, die alle drei vor hundert Jahren geboren wurden, «nachdenken». Mein Pech – ich habe meinen «Spick», auf dem meine Überlegungen aufgebaut waren, zu Hause liegenlassen. – Was nun? Von unseren Ferien im Schams kann ich sagen, dass wir sie bis jetzt fast uneingeschränkt geniessen konnten.… Weiterlesen

Manne, s isch Zyt für e grosszügigs Ja…

Am siebten Februar 1996 sind es fünfundzwanzig Jahre her seit der Einführung des Frauenstimm- und Wahlrechts auf eidgenössischer Ebene. Dieses Ereignis ist der Anlass für verschiedene Beiträge in Zeitungen, Radio und Fernsehen. Im Radio kann man im Januar und Februar unter dem Titel «Frauen Stimmen» eine Reihe von Sendungen hören: «25 Frauen für 25 Jahre» stellt Frauen, die sich in ganz verschiedenen Sparten – in den Sport, in die Wissenschaft, ins Kunstschaffen, sogar in solch typische Männerdomänen wie das Fliegen eines Militärflugzeugs – vorgewagt haben, vor.… Weiterlesen

Wir sind doch nicht heimatmüde…

In den Tagen, die ich im Spital verbrachte, wurden wir viele Male im Tag, oft auch in der Nacht, durch Polizei- und Unfallsirenen aufgeschreckt, oder wir sahen den Helikopter abfliegen oder landen. Manchmal müssen Operationen um einen oder zwei Tage verschoben werden, weil sich viele Unfälle ereignen. In den letzten Tagen war in der Zeitung zu lesen: Eltern wehrt Euch für Eure Kinder!… Weiterlesen

Ein bisschen Gwunder ist nicht schlecht…

Es ist Sonntag Abend, kurz nach acht Uhr. Ich gehe gegen unseren Garten. Auf der anderen Strassenseite kommen zwei junge Frauen daher. Sie sehen sich suchend um. Was sie wohl möchten? Die eine trägt einen Ordner in den Händen – ob ich mich wohl verdrücken soll? Aber dann sticht mich doch der Gwunder.… Weiterlesen

Des Geburtstagskinds bewegte Geschichte

Fünf Jahre Dorfposcht: Anlässlich des fünften Geburtstags im September 1995 erschien in der Jubiläums-Ausgabe dieser Geschichtliche Abriss. Anno Dominae MCMXC p.C., so berichten die Geschichtsschreiber, hat das Ereignis stattgefunden, welches die Medienlandschaft der Agglomeration Thalheim-Gütighausen grundlegend verändern sollte. Im November war’s, als zum ersten Mal anstelle des bisherigen spartanischen Faltblatts eine Zeitung in frischem Blau die Geschicke der Metropole an der Thur verkündete.… Weiterlesen

Tschuldigung, sagte der junge Bursche…

«Tschuldigung», sagt der junge Bursche, der mir versehentlich auf den Fuss getreten ist. «Entschuldigung», «entschuldige bitte», so ungefähr lauten die Formeln, welche wir für ein meist leichtes, entschuldbares Vergehen, Fehlverhalten anwenden. Der Begriff «Sich entschuldigen» ist eigentlich widersinnig. Wie kann ich mich selbst für etwas, das ich einem andern Menschen mit oder ohne böse Absicht zugefügt habe, ent-schuldigen?… Weiterlesen