Ein bisschen Gwunder ist nicht schlecht…

Es ist Sonntag Abend, kurz nach acht Uhr. Ich gehe gegen unseren Garten. Auf der anderen Strassenseite kommen zwei junge Frauen daher. Sie sehen sich suchend um. Was sie wohl möchten? Die eine trägt einen Ordner in den Händen – ob ich mich wohl verdrücken soll? Aber dann sticht mich doch der Gwunder.… Weiterlesen

Des Geburtstagskinds bewegte Geschichte

Fünf Jahre Dorfposcht: Anlässlich des fünften Geburtstags im September 1995 erschien in der Jubiläums-Ausgabe dieser Geschichtliche Abriss. Anno Dominae MCMXC p.C., so berichten die Geschichtsschreiber, hat das Ereignis stattgefunden, welches die Medienlandschaft der Agglomeration Thalheim-Gütighausen grundlegend verändern sollte. Im November war’s, als zum ersten Mal anstelle des bisherigen spartanischen Faltblatts eine Zeitung in frischem Blau die Geschicke der Metropole an der Thur verkündete.… Weiterlesen

Tschuldigung, sagte der junge Bursche…

«Tschuldigung», sagt der junge Bursche, der mir versehentlich auf den Fuss getreten ist. «Entschuldigung», «entschuldige bitte», so ungefähr lauten die Formeln, welche wir für ein meist leichtes, entschuldbares Vergehen, Fehlverhalten anwenden. Der Begriff «Sich entschuldigen» ist eigentlich widersinnig. Wie kann ich mich selbst für etwas, das ich einem andern Menschen mit oder ohne böse Absicht zugefügt habe, ent-schuldigen?… Weiterlesen

Sag mir, wo die Steine sind…

Steine haben es in sich. Als Kinder mussten wir im Acker Steine in Körbe auflesen und zusammentragen, um die Arbeit im Feld für Pferd und Pflug ringer zu machen, den Acker vor allzuvielen Steinen zu entlasten. Wir haben aber auch mit den Ackersteinen gespielt, haben damit Häuser gebaut und Gärten angelegt.… Weiterlesen

Mit Lamento ist zu rechnen…

Vor mir liegen die fünf Ausgaben der Dorfposcht von 1994. Die Titelbilder zeigen uns «Türen und Tore», fotografiert von Roland Fisch. Die Novembernummer zeigt uns insgesamt an die dreissig Türen, Tore und Fenster. Türen, hinter denen gearbeitet, gestritten, diskutiert, gelebt, gefeiert wird. Es wird «ferngesehen», Radio oder Musik gehört, gelesen. Zeitungen, vor allem, nehme ich an.… Weiterlesen

Schlafdörfer – wollen wir das?

Was ein Dorf ausmacht, wissen wir. Zum äusseren Bild gehören eine Kirche, ein Schulhaus, ein Gemeindehaus, ein oder mehrere Läden und Restaurants und eine Post. Natürlich gibt es (oder gab es früher) meist eine Bäckerei, eine Metzgerei, verschiedene Handwerker- und Bauernbetriebe. Im Zuge des sogenannten Strukturwandels sind einige, viele, je nachdem, still und leise verschwunden.… Weiterlesen

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit…

Mit einer Tageskarte sind wir über Bern – Lausanne – Cossonay – La Sarraz nach Romainmôtier gefahren. Wir haben uns Zeit genommen, vom Bahnhof Croy aus zu Fuss nach Romainmôtier zu gehen. Dort haben wir uns die schöne, romanische Kirche, das «Schloss» von Katharina von Arx und das alte Städtchen angeschaut.… Weiterlesen

Frühling lässt sein blaues Band…

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte… Doch, man spürt ihn schon, den Frühling, Schlüsselblumen, Guggublüemli, Hosenschlotter, alles spriesst. Auch der Bärlauch. Der ist es denn auch, der mich in den Wald lockt. Dabei kommen mir die beiden gediegenen Basler Damen in den Sinn, denen wir vor zwei Jahren im Kurhaus Ramsach begegnet sind.… Weiterlesen

Bisch du äigentli en Emanze?

Symbol, Emblem, Kennzeichen, Sinnbild, Träger einer Bedeutung oder Meinung, so Wort, Form, Gegenstand oder Vorgang, der etwas, was in einem anderen, verborgenen oder höheren Bereich liegt, ausdrückt oder auch nur ahnen lässt. Ausdrucksmittel in Literatur, Kunst, Recht, Religion. Soweit das Lexikon. Symbole begegnen uns überall. Schon die Kindergärtler und Erstklässler müssen die Bedeutung der Symbole für den Strassenverkehr kennenlernen, sich damit auseinandersetzen.… Weiterlesen

Kräht der Hahn auf dem Mist…

Kaum ein zweites Thema ist so alltäglich, wird so viel besprochen und kann manchmal so grosse Auswirkungen haben, wie das Wetter. Das hat sich in diesem Jahr wieder einmal deutlich gezeigt. Dies hat mich veranlasst, im Witterungskalender meines Grossvaters zu blättern. Z.B. im Jahr 1860, das war vor 133 Jahren. Da steht: «Der Monat Januar war ein sehr nasser Monat, fast alle Tage Regen.… Weiterlesen