Tschuldigung, sagte der junge Bursche…

«Tschuldigung», sagt der junge Bursche, der mir versehentlich auf den Fuss getreten ist. «Entschuldigung», «entschuldige bitte», so ungefähr lauten die Formeln, welche wir für ein meist leichtes, entschuldbares Vergehen, Fehlverhalten anwenden. Der Begriff «Sich entschuldigen» ist eigentlich widersinnig. Wie kann ich mich selbst für etwas, das ich einem andern Menschen mit oder ohne böse Absicht zugefügt habe, ent-schuldigen?… Weiterlesen

Sag mir, wo die Steine sind…

Steine haben es in sich. Als Kinder mussten wir im Acker Steine in Körbe auflesen und zusammentragen, um die Arbeit im Feld für Pferd und Pflug ringer zu machen, den Acker vor allzuvielen Steinen zu entlasten. Wir haben aber auch mit den Ackersteinen gespielt, haben damit Häuser gebaut und Gärten angelegt.… Weiterlesen

Mit Lamento ist zu rechnen…

Vor mir liegen die fünf Ausgaben der Dorfposcht von 1994. Die Titelbilder zeigen uns «Türen und Tore», fotografiert von Roland Fisch. Die Novembernummer zeigt uns insgesamt an die dreissig Türen, Tore und Fenster. Türen, hinter denen gearbeitet, gestritten, diskutiert, gelebt, gefeiert wird. Es wird «ferngesehen», Radio oder Musik gehört, gelesen. Zeitungen, vor allem, nehme ich an.… Weiterlesen

Schlafdörfer – wollen wir das?

Was ein Dorf ausmacht, wissen wir. Zum äusseren Bild gehören eine Kirche, ein Schulhaus, ein Gemeindehaus, ein oder mehrere Läden und Restaurants und eine Post. Natürlich gibt es (oder gab es früher) meist eine Bäckerei, eine Metzgerei, verschiedene Handwerker- und Bauernbetriebe. Im Zuge des sogenannten Strukturwandels sind einige, viele, je nachdem, still und leise verschwunden.… Weiterlesen

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit…

Mit einer Tageskarte sind wir über Bern – Lausanne – Cossonay – La Sarraz nach Romainmôtier gefahren. Wir haben uns Zeit genommen, vom Bahnhof Croy aus zu Fuss nach Romainmôtier zu gehen. Dort haben wir uns die schöne, romanische Kirche, das «Schloss» von Katharina von Arx und das alte Städtchen angeschaut.… Weiterlesen

Frühling lässt sein blaues Band…

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte… Doch, man spürt ihn schon, den Frühling, Schlüsselblumen, Guggublüemli, Hosenschlotter, alles spriesst. Auch der Bärlauch. Der ist es denn auch, der mich in den Wald lockt. Dabei kommen mir die beiden gediegenen Basler Damen in den Sinn, denen wir vor zwei Jahren im Kurhaus Ramsach begegnet sind.… Weiterlesen

Bisch du äigentli en Emanze?

Symbol, Emblem, Kennzeichen, Sinnbild, Träger einer Bedeutung oder Meinung, so Wort, Form, Gegenstand oder Vorgang, der etwas, was in einem anderen, verborgenen oder höheren Bereich liegt, ausdrückt oder auch nur ahnen lässt. Ausdrucksmittel in Literatur, Kunst, Recht, Religion. Soweit das Lexikon. Symbole begegnen uns überall. Schon die Kindergärtler und Erstklässler müssen die Bedeutung der Symbole für den Strassenverkehr kennenlernen, sich damit auseinandersetzen.… Weiterlesen

Kräht der Hahn auf dem Mist…

Kaum ein zweites Thema ist so alltäglich, wird so viel besprochen und kann manchmal so grosse Auswirkungen haben, wie das Wetter. Das hat sich in diesem Jahr wieder einmal deutlich gezeigt. Dies hat mich veranlasst, im Witterungskalender meines Grossvaters zu blättern. Z.B. im Jahr 1860, das war vor 133 Jahren. Da steht: «Der Monat Januar war ein sehr nasser Monat, fast alle Tage Regen.… Weiterlesen

Ich hett gërn en christliche Bluemedünger…

Am Diskussionsabend vom 30. August wurde das weitere Vorgehen, was unsere Dorfläden betrifft, abgesteckt. Die noch zu bildende Arbeitsgruppe stellt sich der Herausforderung, neue Wege zur Erhaltung unserer Dorfläden zu finden und aufzuzeigen. In vielen Lebensbereichen ist en rasanter Wandel eingetreten. Immer wieder werden wir gefordert, uns neu zu orientieren, damit wir nicht im Sog von Modeströmungen untergehen oder im Gestrigen steckenbleiben.… Weiterlesen

Wer hilft mr s Lied vom Thurtal singe…?

Die Landwirte, die ihr Getreide in die Sammelstelle (eine der grösseren in der Schweiz) bei der Station Thalheim liefern, können kaum mehr mit den Methoden des vorigen Jahrhunderts mit Sicheln und Sensen hantieren, um ihre Ernte einzubringen. Wie vieles hat sich nur schon in den letzten dreissig Jahren geändert. Als Illustration lasse ich den für viele sicher nostalgisch tönenden Text aus dem Prolog anlässlich der Turnhalleneinweihung 1964 folgen: Wer hilft mr s Lied vom Thurtal singe,
vo dere Landschaft wo mer Häimet isch?… Weiterlesen