Eigenständiges Arbeiten an der Sek

Die Sekundarschule Andelfingen ist eine SOL-Schule. SOL bedeutet selbstorganisiertes Lernen; die Jugendlichen planen und reflektieren ihr Arbeiten und Lernen je länger je mehr eigenständig.

Instrumente für SOL

Voraussetzung für das selbstorganisierte Lernen sind klare Vorgaben. In einer sogenannten Kann-Liste werden die Inhalte, der zeitliche Verlauf und die Lernziele einer Lektionsreihe festgehalten. So wissen die Schülerinnen und Schüler genau, wie die Lektionsreihe abläuft, und kennen die Anforderungen der Lernkontrollen.

Das Arbeiten nach SOL findet in den regulären Unterrichtslektionen, aber auch im Lernatelier (LA) statt. Dafür werden aus diversen Fächern Lektionen zur Verfügung gestellt:

  • je eine Lektion aus den Fremdsprachen Englisch und Französisch und aus «Räume, Zeiten, Gesellschaften» (Ab dem neuen Schuljahr ersetzt «Natur und Technik» die Fremdsprache Französisch im LA.)
  • je zwei Lektionen aus Deutsch und Mathematik.

Das LA bietet den Jugendlichen die Gelegenheit, selbstständig oder in Partnerarbeit an Aufträgen zu arbeiten, zu lernen oder sich auf einen Test vorzubereiten. Die Schülerinnen und Schüler werden dabei von einer Lehrperson begleitet. Während zu Beginn der ersten Klasse die Inhalte und der Verlauf der LA-Lektionen noch grösstenteils von den Lehrpersonen vorgegeben werden, erhalten die Jugendlichen mit zunehmender Erfahrung immer mehr Gestaltungsspielraum, wobei sie die einzelnen Lektionen in ihrem Lernjournal genau planen und ihr Arbeiten und Lernen am Ende der Woche reflektieren. Die diesbezüglichen Einträge im Lernjournal helfen den Lehrpersonen, das Arbeiten und Lernen der einzelnen Schülerinnen und Schüler zu begleiten.

Nicht mehr missen möchten wir die Mentoratsgespräche. Alle Jugendlichen sind einer Mentoratsperson zugeteilt, zumeist der Klassenlehrperson. In den Mentoratsgesprächen, welche jedes Quartal stattfinden, wird neben dem allgemeinen Wohlbefinden auch das individuelle Arbeits- und Lernverhalten besprochen. Daraus leiten die Jugendlichen zusammen mit den Lehrpersonen ihre persönlichen Ziele ab, welche sie bis zum nächsten Mentoratsgespräch erreichen wollen.

Cornelia Roth und Balz Schenker, Co-Schulleitung
Sekundarschule Andelfingen


Stimmen von Jugendlichen zum Lernatelier:

«Am Anfang fand ich es kompliziert, die Arbeiten im LA gut zu planen und die Zeiten einzuhalten. Nun klappt es aber sehr gut. Das LA ermöglicht mir zu Hause mehr Freizeit.»

«Leider dürfen wir nicht alle Fächer im LA machen. Weil wir zum Beispiel Aufträge aus «Religionen, Kulturen, Ethik» im LA nicht erledigen dürfen, muss ich zu Hause doch noch einige Hausaufgaben erledigen.»

«Wenn uns die Lehrer viele Aufgaben aufgeben, bin ich froh um das LA. Aber auch dann, wenn ich einmal die Hausaufgaben vergessen habe; im besten Fall habe ich vor der Abgabelektion ein LA und kann sie dort noch lösen. So bekomme ich keinen Eintrag.»

«Ich finde das Lernatelier gut, denn dort kann ich Aufträge erledigen und gleichzeitig die Lehrperson fragen. Wenn ich in der Schule speditiv und konzentriert arbeite, muss ich zu Hause weniger erledigen und weniger lernen.»

«Wir würden es begrüssen, wenn wir im LA Aufträge aus allen Fächern erledigen könnten, nicht nur aus den Fächern, die Lektionen ins LA abgegeben haben.»

«Zu Beginn der Sek war die Arbeit im LA gewöhnungsbedürftig. Wir wurden zwar langsam an das selbstorganisierte Lernen herangeführt, aber ich konnte noch nicht planen. Mittlerweile finde ich es sehr angenehm, im LA zu arbeiten. Es ist ruhig, ich kann mich gut konzentrieren und komme in meinen Aufträgen in meinem Tempo vorwärts.»

«Wir wünschen uns mehr Zeit für Partnerarbeiten.»

«Ich habe Mühe damit, das Lernjournal rechtzeitig auszufüllen und es der Lehrperson abzugeben.»

«In der ersten Sek war es zu strikte geregelt, welches Fach wir machen mussten. Nun, in der dritten Klasse, haben wir einige Freiheiten – und wir können mit ihnen umgehen.»

«Wir schätzen es, dass wir viele Aufträge selbstständig während der Schulzeit erledigen können und die Möglichkeit haben, uns im LA gegenseitig zu helfen oder der anwesenden Lehrperson Fragen zu stellen.»

«Ich finde es nicht so gut, wenn wir in einem Fach mehr Aufträge haben als in anderen Fächern, für dieses Fach aber nur eine Lektion im LA zur Verfügung haben.»

«Manchmal arbeite ich im LA viel zu lange an einem Thema.»

«Ich wünsche mir, dass ich im LA nicht nur Aufträge aus den vorgegebenen Fächern erledigen darf, sondern mich auch mit allen anderen Themen und Fächern beschäftigen könnte.»

«Am Anfang gab es viele komplizierte Aufträge, die noch nicht alle Schülerinnen und Schüler selbstständig bearbeiten konnten. Und weil wir noch keine Partnerarbeiten machen durften, konnten wir uns nicht gegenseitig helfen.»

«Ich finde das LA sehr hilfreich. Ich kann Hausaufgaben und Aufträge erledigen und lernen.»

«Am Anfang fiel es mir schwer, meine Arbeiten gut zu planen.»

«Am LA gefällt mir, dass ich sehr frei bin, was zum Beispiel bei Arbeitsmöglichkeiten während der Lektion nicht der Fall ist. Ausserdem kann ich mich im LA meistens sehr gut konzentrieren, weil ich mich in der Schule weniger ablenken lasse als zu Hause.»

«Das LA erspart mir viele Hausaufgaben.»

«Leider sind nicht alle Fächer LA-Fächer, so dass mir immer noch Hausaufgaben bleiben.»

«Sieben LA-Lektionen pro Woche sind für mich genau perfekt.»

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