In Kontakt bleiben trotz Corona

Wie schafft ein Chor dieses Kunststück, wenn über Monate keine Proben, keine Auftritte mehr möglich sind, man sich so gar nicht mehr treffen darf? Wir sind doch ein Verein mit einem Beziehungsnetz, das Pflege braucht, wenn es nicht nach und nach einschlafen soll!

Seit einiger Zeit macht unter den Vereinsmitgliedern ein Chor-Tagebuch die Runde, Postkarten werden verschickt. Doch Ende November, als klar wurde, dass Chorproben und Vereinsanlässe weiterhin ausfallen, kam die Idee auf, die Beziehungen untereinander auch noch auf andere Art zu pflegen und wach zu halten; mit kleinen Gaben und guten Wünschen für alle Aktiv- und Ehrenmitglieder sowie einige treue Helfer. Die Idee fand erfreulicherweise breite Unterstützung und so wurde abgemacht, für jedes Vereinsmitglied eine Art «Wichtelpaket» zusammenzustellen.

Natürlich musste abgesprochen werden, wer was beitragen möchte, bis wann die kleinen Gaben vorbereitet, wo sie zusammengetragen und wie sie verteilt werden sollten.

Sobald diese Fragen geklärt waren, machten sich die Mitglieder mit Eifer an die Arbeit. Jeder Sänger, jede Sängerin hatte nun die Aufgabe, 28 kleine Gaben zusammenzustellen. Es wurde eingekauft, gekocht, gebacken, dekorativ beschriftet und gestaltet.

Barbara übernahm das Sammeln und Zusammenstellen der Pakete. Nur gut, dass sie über einen freien Raum verfügte, so konnte sie eine regelrechte Packstrasse für die Geschenkschachteln einrichten. Der Deckel dekoriert mit einem bunten Kartengruss und folgendem Text:

«Mit däm Päckli wämer zeige, das mer (au wämer nöd singed) im Herz verbunde bliibed und au uf anderi Art chönd jubiliere und aktiv bliibe. Mir wünsched allne schöni Fäschttag und alles Gueti! Gmischte Chor Thalheim»

Noch vor Mitte Dezember konnte Barbara jedem Mitglied ein üppiges Wichtelpaket überbringen oder schicken. Der Inhalt, liebevoll verpackt, erfreute Auge, Herz und Gaumen: Von Tee, Beeren­gelee, Dörrfrüchten aus eigener Produktion, verschiedenen Nüssen mit süssem oder salzig-würzigem Überzug, weihnächtlichen Schöggeli, Guezli, süssen Brezeln, Lebkuchen über Hermanns Bireweggli, grossen und kleinen hübschen Kerzen bis hin zu einem Lied, einer weihnächtlichen Geschichte und feinem Wildschüblig war alles enthalten.

Jedes Mal, wenn wir in die Schachtel greifen, sind unsere Gedanken bei den lieben Vereinsmitgliedern, Freundinnen und Freunden, die mitgewirkt haben!

Herzlichen Dank an alle, wir freuen uns auf ein Wiedersehen!

Emmi Strasser und Walter Jordi

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