Themenreihe: Der Karakal und die Saiga

Saiga – Das Erscheinungsbild

Die Saiga, eine in eurasischen Steppen verbreitete Huftierart, fällt meist durch ihre rüsselartige Nase auf. Diese rüsselartige Nase macht sie zu einem besonders guten Riecher. Die Saigaantilope hat ein dichtes, wollenes Fell, das aus längeren Deckhaaren und einer kürzeren und weichen Unterwolle besteht. Nur die männlichen Tiere haben Hörner, die zwischen 20 und 55 cm lang werden können.

Die Hörner sind halbtransparent, nur die Hornspitzen weisen eine schwarze Färbung auf.

Die Fellfarbe der Saiga ist im Sommer und Winter unterschiedlich. Im Sommer ist die Fellfärbung gelblich bis rötlichbraun und im Winter hingegen eher weiss-grau.

Lebensraum, Nahrung und Verhalten der Saiga

Heutzutage findet man die Saigas vor allem in der Mongolei und in Kasachstan.

Saigas leben vor allem in Steppen und halbwüsten, sie meiden regelrecht felsiges Gelände und dichte Vegetationen. Im Sommer dringen sie doch auch mal bis in Waldsteppen vor. Die nahrung der Saigaantilopen besteht vor allem aus Gräsern, Kräutern, Flechten und Sträuchen. Erstaunlich ist, dass sie im Frühjahr sogar gänzlich ohne Wasser auskommen können. In dieser Zeit decken sie ihren Wasserbedarf nur mit der Feuchtigkeit aus den Pflanzen auf ihrem Speiseplan. Im Sommer hingegen müssen die Saiga lange Wanderungen in Kauf nehmen um Wasserstellen zu erreichen, dabei können sie aber auch mehrere Tage auf Wasser verzichten. Am Tag können die Saigas zwischen 80 und 120 Kilometer zurücklegen. Die Wanderungen der Saigas ist nicht zeitlich bedingt, sondern richtet sich vielmehr nach der Nahrungsverfügbarkeit. Im Jahr 2015 begann ein rätselhaftes Massensterben nachdem sich die Population der Tiere die Jahre zuvor erfreulich erholt hatte. Der Bestand reduzierte sich durch das Massensterben, das Annahmen zur Folge einem Bakterium zuzuschreiben ist, um die Hälfte. Dadurch, dass die Wanderrouten der Tiere stark Nahrungsabhängig sind, sind Schutzkonzepte zur Artenerhaltung nur schwierig zu realisieren.

Karakal – der Wüstenluchs

Der Name Karakal kommt von dem türkischen Wort karakulak, was so viel bedeutet wie «Schwarzohr». Diese Namensgebung weist schon auf seine charakteristische Fellfärbung hin. Die Karakal haben beiges Fell mit schwarzen luchsartigen Ohren. Um die Nase und die Ohren haben sie eine weisse Fellfärbung.

Verbreitung und Lebensraum

Der Karakal kommt sowohl in Südostasien als auch in Teilen Afrikas vor. Der Lebensraum des Karakals sind Halbwüsten, Steppen und Trockenwälder. Karakale bevorzugen grundsätzlich offeneres Gelände, als die meisten anderen Katzen. Sie bevorzugen aber Gelände, das ihnen durch Bäume, Büsche oder Felsen Schutz bietet.

Verhalten

Karakale jagen meist in der Nacht, wenn sie am Tag unterwegs sind und Deckung suchen, legen sie sich meist flach auf den Boden. Durch ihr sandfarbenes Fell sind sie dabei kaum auszumachen.

Auf dem Speiseplan stehen Mäuse, Vögel und Antilopen. In Teilen des Verbreitungsgebietes der Karakale leben auch Löwen, Leoparden und Hyänen, welche auch mal gerne einen Karakal zu ihrer Beute machen.

Der Karakal und Menschen

Bis in das 20. Jahrhundert hinein wurden zahme Karakale in Indien und im Iran als Haustiere gehalten. Sie waren vor allem dazu da, Hasen und Kleinwild zu jagen. Sie werden aber auch dazu benutzt Krähen zu jagen und somit die Ernte zu schützen.

Auch Wetten bei Tierkämpfen waren nicht unüblich. Dabei ging es darum, welcher Karakal am meisten auf dem Boden sitzende Tauben erlegen konnte, bevor diese weggeflogen sind. Ein geschickter Karakal konnte dabei schon mal zwölf Tauben erschlagen.

rs

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