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Wieviele Arten gibt es auf der Welt?

Laut einer neuen Analysetechnik von amerikanischen und britischen Forschern, die im Wissenschaftsmagazin PLoS Biology erschienen ist, schätzen Biologen die Zahl der Spezies auf dem Planeten Erde auf etwa 8,7 Millionen. Bei dieser Analyse zählten die Forscher nur jene Lebewesen auf der Erde die einen Zellkern haben, jene ohne Zellkern wie zum Beispiel Bakterien, wurden nicht mit in die Zählung aufgenommen. Der mit Abstand grösste Teil der auf der Welt lebenden Arten sind Tiere (knapp 7,8 Mio) gefolgt von Pilzen (0,6 Mio) und Pflanzen (0,3 Mio). Rund ein Viertel aller Arten lebe in den Ozeanen. 86 Prozent aller an Land und 91 Prozent aller in den Ozeanen lebenden Arten seien laut dieser Schätzung noch unentdeckt und lassen noch viel Spielraum für Überraschungen, zeigt aber auch wie unsicher solche Schätzungen sein können.

Wozu braucht es Biodiversität?

Wenn wir von Biodiversität sprechen, sprechen wir von Leben. Es gibt viele unterschiedliche Lebensformen auf der Erde, aber alle haben eines gemeinsam: Sie sind voneinander abhängig. Wenn eine Art ausstirbt, reisst sie die andere mit sich. Sterben also Krillschwärme aufgrund der übermässigen UV-Strahlung da ihnen das nötige Plankton im Wasser fehlt, reissen sie weitere Tierarten wie Wale, Pinguine, Fische, Robben etc. mit sich . Oder noch klarer, sterben die Darmbakterien eines Menschen ab, überlebt er nicht lange, er kann sich dann nicht mehr ernähren.

In der modernen Medizin sind pflanzliche Heilmittel unentbehrlich. Doch die Heilkraft der vielfältigen Flora ist noch lange nicht erforscht und die Pharmabranche investiert viele Mittel auf die Suche, Erforschung und Entwicklung von neuen Wirkstoffen und um solche in der Natur zu finden. Mit jeder Pflanze die ausstirbt verschwindet auch ein mögliches Heilmittel für immer von diesem Planeten. Wissenschafter kamen gar zum Schluss, dass ein Rückgang der Biodiversität – der Artenvielfalt- auch zu einer Zunahme von Krankheitserregern führen kann. Eine Untersuchung in Amerika hat zum Beispiel gezeigt – je mehr Säugetiere ein Gebiet beherbergt, desto weniger Zecken sind mit dem Erreger der Borreliose infiziert. In wie weit wir das auf unser hochrisikogebiet Weinland und die Artenvielfalt in den umliegenden Landschaften herunterbrechen müssen, muss ich, da selber nicht Wissenschafterin, so stehen lassen.

Gemäss einer der neuesten OECD Studie hat die Schweiz einen Nachholbedarf bei der Erhaltung der Biodiversität, sie hat einen besonders hohen Anteil an seltenen und gefährdeten Tier- und Pflanzenarten und einen geringen Anteil an geschützten Lebensräumen.

cs

(Quellen: Die Zeit Online, Argumentarium Biodiversität Pro Natura)

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