Winterzeit ist Kohl und Rübenzeit

Die Natur bereitet sich auf den Winter vor. Die Bäume lassen ihr Blätterkleid fallen. Die Gärten und Felder werden abgeräumt und die Erde wird umgegraben. Die Ernte ist vorbei, man macht sich an das Einmachen, Einfrieren oder sonstige Verarbeitung. Die Äpfel verarbeitet man zu Mus oder zu Most, oder lagert sie im Keller. Den Kohl kann man zu Sauerkraut verarbeiten.

Gerade Kohlgemüse sind in der kalten Jahreszeit wichtige Vitaminlieferanten. Schon bei den Römern und im antiken Griechenland galt der Kohl als wertvolle Pflanze, sie wurde auch als Heilpflanze sehr geschätzt. Auch in Klostergärten hatte die Pflanze einen festen Platz. Grosse Heilkundige wie zum Beispiel Hildegard von Bingen, Albert Magnus, Sebastian Kneipp beschäftigten sich mit dem Kohl. Auch bei uns war der Kohl lange Zeit ein sehr wichtiges Grundnahrungsmittel.

Der Kohlanbau erlebte in den Kriegsjahren einen Aufschwung, denn für viele Menschen war der Kohl sogar ein Nahrungsmittel zum Überleben.

Nun bietet uns der Herbst aber auch noch andere gute wertvolle Gemüse, wie Randen, Pastinaken, Sellerie und Kartoffeln, um nur einige zu nennen.

Wenn wir in den Gärten und auf einigen Feldern orange, grüne oder gelbe grössere oder kleinere Farbtupfer sehen ist das ebenfalls ein Zeichen, dass der Sommer vorbei ist – Es ist Kürbiszeit!

Um den Kürbis gibt es unzählige Geschichten und Legenden. Doch schon in der Antike war der Kürbis mehr als nur ein Nahrungsmittel. Das Kürbisfleisch und auch die Kerne wurden als Heilmittel verwendet. Auch heute machen wir nicht nur Kürbisuppe, man kann damit auch Kuchen backen oder als Gemüse auf verschiedene Arten zubereiten. Die Kürbiskerne kann man rösten und auf Salate oder zur Suppe geniessen. Das Kürbiskernöl ist auch ein sehr wertvolles, schmackhaftes Öl.

Wie der Brauch von Halloween entstanden ist, da gibt es diverse Geschichten. Ursprünglich ein Keltischer Brauch, Samhain genannt, wurde er mit der Zeit sicher viele Male verändert. Wir feiern in der heutigen Zeit das Kürbisfest oder Halloween. Das Wort Halloween ist vom Wort All Hallows`Eve abgeleitet und bedeutet so viel wie Tag vor Allerheiligen, so wie auch im Englischen Christmas Eve, Heiligabend.

Auch gibt es die Sage von Jack Oldfield, der wegen seiner Untaten weder in den Himmel, noch in die Hölle kam. Da bekam er vom Teufel eine Rübe und ein Stück Kohle, damit er durch die Dunkelheit wandern konnte.

Also wäre der Ursprung eigentlich eine Rübe gewesen. Doch in den USA gab es Kürbisse in grossen Mengen. Also höhlte man diese aus und schnitzte Gesichter rein, um böse Geister zu vertreiben. Die nannten Sie dann Jack O’Lantern.

Aber ich denke, ob wir einen Kürbis beleuchten oder einfach nur eine Kerze anzünden spielt keine so grosse Rolle. Wenn die Tage wieder kürzer werden und mehr Dunkelheit herrscht, ist es doch etwas wunderbares in der warmen Stube zu sein und das Kerzenlicht zu geniessen.

Der Herbst mit dem Erntedank und der Winter mit Eis und Schnee, gehören zum Jahreskreislauf, wie auch die anderen Jahreszeiten.

pr

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