Die Thur auf Abwegen

Der Winter war schneereich und der Frühling fand nicht wirklich statt. Die Böden sind seit Monaten durchnässt und es braucht nicht viel und die Felder und Wiesen stehen unter Wasser.

Die Ernte ist schnell zerstört und die Bauern sind gefordert. Das schlechte Wetter anfangs Juni trug sein weiteres dazu bei.

Der Regen, welcher innert wenigen Stunden fiel, überforderte die Bäche und Flüsse und führte an vielen Orten zu Hangrutschen und Überschwemmungen. Wir können froh sein, dass es uns nicht so stark erwischt hat, wie Deutschland, Österreich oder Tschechien. Dort wird man noch lange mit den Folgen der Hochwasser zu kämpfen haben. Viele Existenzen sind zum wiederholten Mal gefordert, vielfach sogar zerstört.

In vielen Gebieten in der Schweiz hat man von früheren Hochwasserschäden gelernt und Gegenmassnahmen ergriffen, so dass die Schäden gering blieben.

Eines der beispielhaften Projekte war die Thurrenaturierung. Das Projekt ermöglicht, durch gezielte Umbauten, dass die Thur bei Hochwasser sich gezielt verbreitern kann. Es wird wohl noch Land überflutet, aber mehrheitlich ist dieses Gebiet Schwemmland. Im Gegensatz zu früher, als ganze Felder mit Wohnhäusern unter oder im Wasser standen.

Am besten sieht man das Ergebnis auf dem Foto auf der gegenüberliegenden Seite. Das Fährhaus wäre früher wohl nicht so gut davon gekommen.

Am Sonntag, 2. Juni, konnte man die Thur abfahren und auf jeder Brücke, sofern sie nicht gesperrt war, fand man dutzende Schaulustige. Leider waren nicht immer alle diszipliniert und die Feuerwehr hatte mehr mit den unvernünftigen Gaffern zu tun, als nötig gewesen wäre.

All den Feuerwehrleuten, welche ihre Freizeit geopfert haben und sich, sei es bei der Verkehrsregelung, beim Sandsack stapeln oder beim Keller leer pumpen, das ganze Wochenende für unseren Schutz eingesetzt haben, möchte ich im Namen der Bevölkerung danken!

ebu

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