Eingesandt: Das Gemüse wird verpackt

Jeweils am Donnerstagmorgen wird das Gemüse in die Abo Körbe gepackt. Dieses Jahr werde ich mit meiner Mitarbeit mein Jahresgemüseabo abarbeiten. Also mache ich mich auf den Weg, mit guten Schuhen und einer warmen Jacke bewaffnet treffe ich um 9 Uhr. im Rüstraum bei den Treibhäusern ein.

Da wird schon emsig gearbeitet. Ich bin froh dass ich warm angezogen bin, denn hier drinnen ist es etwas frisch und feucht. Bin gespannt wie das Ganze abläuft, kann ja nicht so schwer sein etwas Gemüse abzupacken. Als erstes soll ich Spinat in Säcke abpacken. Auf dem Zettel der über dem Rüsttisch hängt kann ich ablesen wie viel von welchem Gemüse in die jeweiligen Körbe muss.

Also beginne ich den gewaschenen Spinat in Säcke abzufüllen, schnell habe ich etwas klamme Hände, nur nichts anmerken lassen. Ich wiege und packe ab und merke bald dass man «dä Grind bi dä Sach mue ha». Fragt mich jemand: «Wie viel hast du schon abgepackt.» Keine Ahnung! Also darauf hätte ich auch noch achten müssen? Die abgepackten Säcke werden wieder in Kisten gelegt, natürlich immer gleichviel in jede Kiste, muss ja am Ende noch gezählt werden ob es schon reicht ,immerhin sind es inzwischen schon über hundert Körbe die gefüllt werden müssen. Dann kommt noch Schnittsalat dazu, wieder muss ich nachschauen, wie viel in den Sack kommt.

Danach müssen noch Rüebli, Kartoffeln, Pastinaken und Randen abgewogen werden, diese werden direkt in die Körbe verteilt. Es werden immer cà. 30 Körbe miteinander abgefüllt, dann wird nochmals, anhand der angeschriebenen Nummern kontrolliert, damit auch keiner fehlt. Die Körbe haben unterschiedliche Farben je nach Grösse des Abos, ob klein Mittel oder Gross und die farbigen Zettel, die dranhängen geben an, in welches Depot sie gebracht werden müssen.

So langsam raucht mir der Kopf, aber dank den netten Mitarbeitern komme ich dann doch noch klar. Das Zweite Mal ging es dann schon besser, aber wie schon gesagt wenn man nicht aufpasst, gibt es schon mal ein Durcheinander. Die Zeit vergeht schnell, als ich das erste Mal auf die Uhr schaue ist es schon elf. Zwischendurch schaue ich ins Gewächshaus und freue mich, wie es da wächst und gedeiht-

Ich kann nicht erkennen was da alles wächst, aber die Tomatensetzlinge erkenne ich und freue mich sehr darauf, die feinen frischen Tomaten zu geniessen.

Um halb eins sind wir fertig, ich auch. Ich gehe jetzt nach Hause mit meinem Gemüsekorb unter dem Arm und freue mich auf einen frischen Salat. Inzwischen war ich jetzt schon mehrmals da und es macht mir Freude mit dem frischen Gemüse zu arbeiten. Auch die Tatsache dass das Gemüse wirklich frisch ist (ausser dem Lagergemüse, aber auch da weiss ich woher es kommt, nämlich aus der Region). Um immer genug Gemüse zum richtigen Zeitpunkt ernten zu können braucht es nebst viel Erfahrung auch Flexibilität und die Liebe zur Natur. Auch der Wille zum hart arbeiten darf nicht fehlen.

pr

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