Editorial der Ausgabe 123 vom 18. Mai 2012
Titelbilder 2012
In dieser Ausgabe ziert die Überbauung «Pünten» das Titelbild. Eigentlich ist die offizielle Adresse «Thurtalstrasse», aber durch die Flurbezeichnung «Pünten» wurde beim Bau dieser Name verwendet und ist den Einheimischen geläufig. Das Strassenschild existiert selbstverständlich nicht und soll auch kein Anreiz sein, bei der Gemeinde ein solches zu beantragen. ebu
Redaktionsschluss nächste Ausgabe:
Mittwoch, 27. Juni 2012
Liebe Leserinnen und Leser
Wie sie wahrscheinlich bereits wissen, haben wir seit diesem Jahr ein neues Dorfposcht-Redaktionsteam. Auch der Gemeinderat darf in diesem Jahr aktiv einen Beitrag zur Erhaltung der Dorfposcht leisten. Wir dürfen das Editorial schreiben. Je länger ich überlege, umso weniger weiss ich aber, mit was für Weisheiten ich Sie unterhalten soll. Doch jetzt. Da gibt es etwas, dass ich bei dieser Gelegenheit einmal sagen möchte.
In unserer Gemeinde arbeitet eine Person, die meiner Meinung nach grossen Respekt verdient! Die Arbeiten, die diese Berufsgattung ausführt, sind nämlich von so grosser Bedeutung und Wichtigkeit, dass so mancher Bürger meint zu glauben, er wisse besser, wie, wann und wo einige Arbeiten zu erledigen sind. Auch die Gemeinderäte, ich inklusive, haben manchmal das Gefühl, «dies und das» und «au o säb» könnte man doch auch noch machen. Am besten gerade noch gestern!
Ich glaube, Sie wissen, welchen Beruf ich meine. Hand aufs Herz. Der Gemeindearbeiter verdient in meinen Augen, den Respekt der Dorfbewohner! Meinen hat er auf jeden Fall.
Ich muss immer wieder staunen, wenn mir bewusst wird, was alles zur Aufgabe des Gemeindearbeiters gehört. Zum Beispiel der Winterdienst. So manche Nacht- oder frühe Morgenstunde ist er mit Schneepflug und Salzstreuer unterwegs, während die Einwohner vom Bett aus mitbekommen, dass da Einer am arbeiten ist.
An Stelle eines Dankeschöns fürs Salzen, damit jedermann am Morgen heil zur Arbeit kommt, muss er manchmal auch Kritik einstecken. Der Eine findet es wäre noch lange nicht nötig dem Schnee und Eis zu trotzen. Der Andere empört sich, man hätte viel eher reagieren sollen und lässt es den Gemeindearbeiter bei jeder Gelegenheit spüren, dass es doch anders viel besser gewesen wäre. Winterdienst heisst Krieg der Dorfquartiere. Man könnte glauben es ginge um Leben und Tod. Und mitten drin der Gemeindearbeiter, der «nur» versucht seine Arbeit, nach bestem Wissen und Gewissen, zu erledigen!
Die Umgebungspflege der Gemeindeliegenschaften gehört ebenso zu seiner Arbeit, wie der Unterhalt von Hydranten, Böschungen, Bächen, Strassen, Drainagen und Robidogs, Einsammeln von überfahrenen Haustieren, Hecken zurückschneiden, überwachen der Wasserversorgung, Brunnenreinigung usw.
Kurz und bündig gesagt, der Gemeindearbeiter ist die Seele der Kommune. Er ist die Nervenbahn der Gemeinde und erledigt für das Gemeinwohl eine grosse Menge von nicht immer nur angenehmen Arbeiten!
Darum benutze ich jetzt die Gelegenheit und bedanke mich bei unserem Gemeindearbeiter Hugo Ehrensberger – «Ich find, Du machsch en guete Job»
Guido Roggensinger