Seniorenferien: Kreuz und quer durch die Appenzeller Dörfer

Dieses Jahr verbrachte die Seniorengruppe ihre Ferienwoche in Heiden, (wie immer perfekt vorbereitet von Frieda Mathis und Brigitte Wettstein) im Hotel «Pension Nord». Mit im Begleitteam waren wie gewohnt Myrta Rohner und Christine Jordi.

In der «Pension Nord» waren wir bestens aufgehoben. Das schöne alte Hotel steht an einem wunderschönen Ort mit weitem Blick auf den Bodensee. Diese Aussicht wurde immer wieder bewundert, gerne setzten sich die Leute in verschiedenen Gruppierungen auf die vielen Stühle und Bänke im schönen Garten. Es wurde gespielt, gelesen und geplaudert, einige Frauen hatten sogar die «Lismete» mit im Gepäck.

Auch die abwechslungsreiche Küche wurde von allen geschätzt und sehr genossen, ebenso die aufmerksame Bedienung vom Hotelpersonal.


Höhepunkte der Woche waren die drei Ausflüge. Mit dem Car kreuz und quer durch die Appenzeller Dörfer zur Kapelle St. Anton mit Blick auf die Berge, das Rheintal und das Appenzellerland. Die Zugfahrt mit der Appenzellerbahn nach Rorschach und dann die Schifffahrt auf dem Bodensee (Trotz sehr niedrigem Wasserstand war dies mit einem kleinen 32-plätzigen Schiff möglich). Und natürlich die Fahrt zur Handmaschinenstickerin Lina Bischofberger in Reute, (dazu untenstehend etwas mehr). Der Heimweg wurde dank des kundigen Car-Chauffeurs wieder ein besonderes Erlebnis.

Nicht so bald vergessen wird sicher auch der Apenzellerabend im schönen Biedermeiersaal im Hotel Linde.


In der Umgebung wurden kürzere und längere Spaziergänge gemacht, in Heiden fand man auch noch viele schöne Geschäfte, man konnte also auch «lädele», oder sich mit dem Hotel-Bus ins Heilbad Unterrechstein chauffieren lassen und das wohltuend warme Wasser geniessen.


Ich denke, alle die dabei waren denken gerne an die erlebnisreiche Woche zurück und sie bleibt hoffentlich noch lange in angenehmer Erinnerung.


Im Anschluss eine Zusammenfassung aus einem Bericht der Dorfzeitung«Rüütiger Feeschter» 1/97, den uns Frau Lina Bischofberger bei unserm Besuch mitgegeben hat.


«Lina Bischofberger, geb. am 24. Juli 1924, betreibt die Handmaschinenstickerei seit ihrer Heirat 1948, zuerst zusammen mit ihrem Mann, später halfen auch die Kinder mit. Als ihr Mann 1977 einen Schlaganfall erlitt und dann 1988 starb, arbeitete Lina Bischofberger allein weiter. Gerne erinnert sie sich an Zeiten als die Stickerei florierte. 1964 war das Ehepaar Bischofberger einen Monat lang an der Expo in Lausanne und zeigte dort mit der heute über hundertjährigen Maschine die Kunstfertigkeit der Handmaschinenstickerei.»


Heute ist Frau Bischofberger die Einzige, die noch mit der Handstickmaschine arbeitet. Als die Produktion immer mehr zurückging, übernahm sie das gesamte Stickmaterial der letzten Firma und arbeitet damit bis heute weiter. Sie stehe nicht mehr jeden Tag vom Morgen bis am Abend an der Maschine, aber sie arbeite immer noch mit Freude, hat sie uns bei unserem Besuch erzählt. Besucher die sich telefonisch anmelden, sind willkommen. Es ist eindrücklich wie lebhaft und interessant Frau Bischofberger erzählt und ihre grosse, gut gepflegte alte Maschine vorführt und bedient. Natürlich kann man auch die schönen Tüechli, die sie herstellt, bewundern und kaufen.


cjo

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