Das Kreuz mit der Orange-Antenne

Wie hoffentlich alle Gemeindeeinwohner in der Zwischenzeit wissen, ist eine UMTS-Antenne von Orange im Oberdorf von Thalheim geplant. Eine Gemeinschaft gegen dieses Vorhaben hat sich zur Wehr gesetzt und die Bevölkerung an der Haustüre informiert und dazu angehalten sich zu wehren, was auch geschehen ist. Ich war auch eine, die sich eingesetzt hat. Die Folgerung daraus ist ein Vorschlag, dass man Orange anbietet, die Antenne aufs Schützenhüsli zu montieren, da dann viel weniger Personen direkt betroffen sind als ursprünglich, was ja auch stimmt. Davon habe ich jedoch nichts gewusst und dummerweise bin ich jetzt eine von denjenigen, die am nächsten betroffen sind und dürfte dann diese Antenne jeden Tag von meinem Haus aus anschauen. Netterweise heisst es dann, dass ich ja etwas weiter entfernt bin als vorher, was ziemlich höhnisch für mich klingt, und das andere bereits Sichtkontakt mit einer Antenne haben, heisst doch noch lange nicht, dass ich das auch haben muss. Wie wäre es denn gewesen, wenn man uns, die Neubetroffenen, miteinbezogen hätte in der Lösungssuche, indem man uns auch gefragt hätte, ob diese Alternative in Ordnung wäre für uns? Stattdessen hat man das zweite Mal über die Köpfe von anderen hinweg entschieden, dabei war es doch genau das, worüber sich die Oberdörfler am meisten ärgerten, da sie ja auch nicht informiert wurden über das Vorhaben der Erstellung dieser Antenne. Und wie sich schliesslich die Orange zu den Alternativen geäussert hat wäre für unsereins auch sehr interessant zu erfahren, aber leider wurden uns auch diese Informationen vorenthalten. Ich frage mich ganz ehrlich wo da die Solidarität bleibt!

Wir haben unser Haus bereits gegen Wasseradern und Erdverwerfungen abgeschirmt und wir versuchen den Elektrosmog so gering wie möglich zu halten! Wenn ich in die Zukunft blicke, dann müsste ich wiederum Einiges investieren in dieser Hinsicht, was nicht sehr billig ist. Ganz zu schweigen von der Wertverminderung des Hauses mit Blick auf Antenne und Neubau nebenan, den wir zusätzlich verkraften müssen, falls wir unser Haus verkaufen müssen oder wollen. Wann lernen wir Menschen endlich mal für unsere Gesundheit und unsere Tiere wie unsere Erde, auf der wir es doch eigentlich ganz schön haben könnten, einzustehen und Sorge zu tragen. Es reicht nicht immer, nur bis vor die eigene Haustüre zu schauen. Wäre es nicht viel nützlicher als Gemeinde, ein Zeichen zu setzen und dafür einzustehen, dass es keine weiteren Strahlenbelastungen mehr gibt und so wenigstens die jetzige Lebensqualität erhalten bleibt? Wir sehen doch was mit unserer Welt los ist! Die vielen Umweltkatastrophen sollten uns doch endlich wachrütteln und dazu beitragen, dass wir endlich unsere Selbstverantwortung uns und der Mutter Erde sowie auch unseren Kindern gegenüber wahrnehmen müssen. Wer sagt uns, dass nicht ein weiterer Anbieter kommt und die nächste oder noch bessere Antenne plant? Es hat ja bereits eine Swisscom-Antenne die UMTS anbietet, für diejenigen die es dringend nötig haben.


Eine Grundsatzfrage lautet doch: Wieso leben wir auf dem Land? Vielleicht um dem täglichen Stadtlärm, dem Elektrosmog, dem Verkehr und vielem anderem unangenehmen zu entgehen? Um abschalten zu können? Um Ruhe und Gemeinschaft zu erfahren? Wollen wir das alles aufs Spiel setzten, nur weil uns so ein grosser Orangekonzern mit Profitgier und Geld Macht demonstrieren will? Geld allein macht nicht glücklich und gibt uns nur Sicherheit, wenn wir uns selber in uns sicher fühlen. Jeder sollte anfangen in seiner eigenen Macht zu stehen und nicht immer alles an Andere abgeben, auch wenn das vieles einfacher macht!


Wir sollten dafür kämpfen, keine Antenne zu haben und nicht noch nach Alternativen suchen. Schliesslich leben wir hier und haben unsere Eigenheime auf diesem Boden, also haben wir doch auch das Recht zu entscheiden was uns gut tut und was wir wollen oder nicht! Mit Sprüchen wie: da haben wir sowieso keine Chance und das haben schon andere probiert usw. kommen wir auch nicht weiter! Wäre es vielleicht auch mal Sache des Gemeinderates die Bevölkerung zu informieren und mit einzubeziehen, denn das Interesse hat sich ja bestätigt, da offensichtlich so viele den Baurechtsentscheid angefordert haben. Gemeinsam würde man sicher eher eine Lösung finden! Ich habe ein Natel gemeldet bei Orange mit gutem Empfang und brauche nicht noch besseren. Gerne wäre ich bereit darauf zu verzichten, wenn dadurch die Antenne nicht gebaut werden müsste.


Meine Meinung: eine strahlungsarme Gegend fördert die Gesundheit, die Lebensqualität, das Wohlbefinden und das Wohneigentum!


In diesem Sinne
Angelika Stadler-Reinle

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