Primarschule: Lager auf dem Schiff

Die fünfte und sechste Klasse verbrachte vom 11. bis zum 15. Juni das Klassenlager auf dem Lagerschiff MS Yellow.

Montag, 11.6.07 – Nicola / Dario / Nico

Um 8.30 Uhr ging es mit dem Zug via Winterthur und Zürich nach Baar. Nach einstündigem Marsch erreichten wir «pflüdinass» die Höllgrotten, die wir besichtigen durften. Nach dem Zmittag-Picknick gingen wir weiter Richtung Zugersee, wo wir unser Hausboot schon winken sahen.

Nach dem Bezug der Betten ging es zur nächsten
Aufgabe, einem Foto-OL durch die Stadt Zug. Natürlich kamen Michèle W., Leonie und Andrea erst um neun Uhr abends nach Hause und mussten gleich ins Bett, während wir noch spielen durften und um elf Uhr ebenfalls langsam zu Bett gehen mussten 😉 !

Gut, ganz so arg verspätet kamen die drei auch nicht an und ins Bett mussten sie auch nicht früher als wir anderen…

Dienstag, 12.6.07 – Meret / Steffi

Heute ist der zweite Tag. Nach dem Frühstück gingen wir in das Museum für Urgeschichte.


Es war eine tolle Ausstellung und zum Schluss durften wir mit Pfeil und Bogen und der Speerschleuder schiessen!


Mittags besuchten wir den Tierpark Arth-Goldau. Dort assen wir den Mittagslunch.


Anschliessend schauten wir uns alle gemeinsam den Tierpark an. Auch die Fütterung der Bären verpassten wir nicht!


Vom Tierpark mussten wir eine Stunde nach Arth an den Zugersee marschieren. Als wir dort ankamen, sahen wir am Horizont bereits die Yellow kommen. Die Rückfahrt nach Zug unterbrachen wir an der tiefsten Stelle des Zugersees (200 m) um ein Bad zu nehmen.

Mittwoch, 13.6.07 – Michèle T. / Dominique

Die heutige Wanderung von Zug, über den Zugerberg nach Unterägeri war sehr anstrengend! Wir mussten lange den Berg hoch gehen. Zum Zmittag brätelten wir Würste. Zum «Dessert» spielten wir im Wald «Telefonmasten sprengen».


Nach unserer Rückkehr nach Zug durften wir in Gruppen die Stadt unsicher machen. Leider begann es dann noch sehr heftig zu regnen. Das war nicht sehr angenehm. Am Abend das Tagebuch schreiben war langweilig.

Donnerstag, 14.6.07 – Manuel / Noah

Heute gingen wir ins Verkehrshaus Luzern. Da bekamen wir Aufgaben. Wir mussten gelbe Westen anziehen. Daran hing ein Schlüssel, den steckte man in eine Box. Dann bekam man eine Aufgabe. Dort drauf stand etwas über das Objekt, das man suchen musste. Die Lösung findet man in gelben Boxen. Als wir fertig waren, durften wir noch selbständig herum laufen.


Mein Partner und ich gingen zu einem Ruder- und Flugsimulator.


Nach dem Museumsbesuch spazierten wir an den Vierwaldstättersee. Wir fuhren per Schiff nach Küssnacht a.R. Auf dem Weg zurück an den Zugersee passierten wir die Hohle Gasse und hörten uns die Geschichte von Wilhelm Tell an. In der Gasse spielten wir eine Art Versteckis. Wem gelingt es «Gessler» Charly zu «erschiessen»?


Vom Chiemen, einer Halbinsel bei Immensee holte uns später dann die Yellow ab. Zum Abendessen gab es Älpler Makronen. Während des Abschlussabends veranstalteten wir dann auch noch ein Nachtschwimmen!

Freitag, 15.6.07 – Michèle W. / Leonie / Andrea

Nach dem Zmorgen wurde gepackt und geputzt. Als das ganze Schiff vor Glanz fast auseinander fiel, fuhren wir mit dem Zug nach Rotkreuz. In der Badi Rotkreuz besuchten wir einen Tauchkurs. Zuerst erklärte der Instruktor die Tauchausrüstung und anschliessend gingen wir mit der Ausrüstung ins Wasser. Als alle wegen dem «gruusige» Wetter völlig durchfroren waren, beschloss unser Lehrer, dass wir mit dem Zug zurück nach Zug ins Coop-Restaurant fahren. Dort bekamen wir Pommes-Frites à discretion und noch etwas freie Zeit. Danach trafen wir uns alle wieder am Bahnhof um den Heimweg anzutreten.


Unsere lieben Mütter holten uns mit Freudentränen am Bahnhof Thalheim ab.


Unsere Rückmeldung: Das Klassenlager war genial! Wir hoffen, die zukünftigen Fünft- und Sechstklässler haben auch so viel Spass!

Schlusswort des Lehrers

Es war eine tolle Woche, diese Juniwoche auf «unserem» Schiff auf dem Zugersee!


Für uns Leiter war sie aber auch äusserst anstrengend. Das Leben auf und am Wasser mit 18 Kindern verlangt beinahe vierundzwanigstündige, grosse Aufmerksamkeit. Wie schnell verschwindet da jemand in der Tiefe… Und dennoch: Sollte man aus Angst, Übervorsicht solche Ausflüge und Klassenlager nicht mehr durchführen und auf Nummer «todsicher» gehen? Ich denke nicht. Nichtalltägliche Erfahrungen ermöglichen aussergewöhnliche Erlebnisse, welche einem ein Leben lang begleiten. Auf einem Schiff zu wohnen- ganz eng, aufeinander, schlafen, essen, leben, wohnen – neue Facetten längst bekannter Menschen kennen lernen – das ist spannend und bereichernd.


Ich danke den Kindern der fünften und sechsten Klasse für ihre Disziplin und ihr Verantwortungsbewusstsein. Dies erst machte es für mich möglich, ein solches Lager durchzuführen.


Ganz herzlich danke ich auch meinen Mitleitern Claudia Jakob und Charly Brügger. Ohne ihr Engagement und die Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen sind solche Unternehmungen ganz einfach undenkbar.


Auch den Eltern meiner Fünft- und Sechstklasskindern danke ich für ihr Vertrauen und ihre Bereitschaft die Kinder loszulassen um diesen so Unvergessliches zu ermöglichen.

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