Der Chor reist ins Berner Oberland

Die diesjährige Chor-Reise führte uns in die herrliche Bergwelt des Berner Oberlandes. Eine fröhliche Reiseschar versammelte sich am Samstag Morgen beim Bahnhof, um die zweitägige Reise anzutreten. Um 6.31 begann unsere Fahrt mit der SBB Richtung Winterthur – Zürich – Luzern, dann über den Brünig bis nach Meiringen. Weiter führte uns die abwechslungsreiche Reise dem Brienzersee entlang nach Inter­laken, um von dort zu unserem ersten Ziel, dem Hotel Silber­horn in Lauterbrunnen, zu gelangen. Dort wartete nämlich ein feines Mittagessen, das wir nach der langen Zugfahrt sehr genossen.

Das gewünschte sonnige Reisewetter hatte sich längst eingestellt und nach dem Essen marschierten wir auf einem gemütlichen Wanderweg zu den berühmten Trümmelbachfällen. Mit einem Tunnellift gelangten wir zu diesem imposanten Naturschauspiel. Auf Treppenstufen, durch beleuchtete Felsen-höhlen erreichten wir die tosenden Wasserfälle. Insgesamt gibt es zehn Gletscherwasserfälle im Berginnern. Der Trümmelbach entwässert allein die riesigen Gletscherwände von Eiger, Mönch und Jungfrau. Dieses Erlebnis ist schwer zu beschreiben; diese Wassermassen muss man gesehen, gehört und gespürt haben:

Unter schattigen Bäumen liessen wir uns dann Getränke und andere gute Sachen servieren, um später mit dem Postauto zurück nach Lauterbrunnen zu fahren. Die Marschtüchtigen kehrten selbstverständlich zu Fuss zurück!

Dann stiegen alle in die Wengenalpbahn, um nach Wengen, unserem Uebernachtungsort, zu gelangen. Im Hotel Edelweiss fühlten wir uns sofort wohl und wie zu Hause. Ein gutes Nachtessen wurde uns aufgetischt und nach dem Dessert wollte noch lange niemand aufstehen. Wir plauderten, schwatzten und erzählten; nur das Singen vergassen wir, Heiri mit seiner Handorgel fehlte uns.

Nach einer Gewitternacht empfing uns am nächsten Morgen wieder strahlender Sonnenschein. Wir begannen den neuen Tag mit einem ausgiebigen Frühstück, dann fuhren wir mit der Bahn zur Kleinen Scheidegg. Auf 2061 m Höhe bewunderten wir die berühmten Viertausender: Jungfrau, Mönch, Eiger und Schreckhorn. Natürlich waren auch Japaner zugegen, um die schöne Schweiz zu bewundern; schliesslich sind dort oben die Informationen überall auch Japanisch geschrieben!

Die Bahn fährt von der Kleinen Scheidegg weiter nach Grindelwald. Doch bei diesem wunderschönen Wanderwetter wollten fast alle den leichten Abstieg nach Alpiglen zu Fuss geniessen. Diese Wanderung war wirklich ein Genuss. Noch selten hatten wir eine solch bunte Alpenflora gesehen. Tiefblaue Enziane, Alpenrosen, Storchenschnabel und viele andere blühten in Hülle und Fülle und erfreuten uns am Weg­rand. Nach dem 1½ stündigen Marsch erreichten wir das gemütliche Bergrestaurant in Alpiglen, wo wir ein Mittagessen nach eigener Wahl bestellen konnten.

Wir hatten genügend Zeit, so dass die Unermüdlichen noch ein weiteres Teilstück bis Brandegg zu Fuss gehen wollten. Von dort fuhren alle gemeinsam nach Grindelwald, um dann über Interlaken – Bern – Zürich in unser vertrautes Weinland zurück zu fahren.

Wohlbehalten und gesund erreichten wir schliesslich Thalheim, um ein schönes, beglückendes Erlebnis reicher.

Dank der guten Reisevorbereitung von Hermann Mettler und Heiri Friedrich hatten wir nirgends eine Panne, alles klappte bestens, vielen Dank!

Christine Schleuss

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