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Das Schloss Schwandegg liegt oberhalb von Waltalingen, es ist kein Museum und kann also nicht in diesem Sinn besichtigt werden. Dennoch ist es für die Öffentlichkeit zugänglich. Im Jahre 1974 verkaufte es der letzte Schlossherr dem Kanton Zürich. In den alten Mauern wurde ein Speiserestaurant eingerichtet. 1990 wurde das ganze Schloss gründlich renoviert und auch eine neue Küche eingebaut. Die schönen, altehrwürdigen Räume, darunter auch der Rittersaal mit 60 Plätzen, der sich für Hochzeiten und andere festliche Anlässe eignet, stehen nun jedermann zur Verfügung. Im Sommer lädt auch eine Terrasse zum Verweilen ein. In der Küche wird vor allem mit saisonalen, regionalen Produkten gearbeitet. Auch Weine aus der Region können empfohlen werden. Im Schloss gibt es auch Gästezimmer (6 Zimmer mit 32 insgesamt Schlafplätzen), anfangs waren die Gästezimmer als Jugendherberge geführt. Im Verzeichnis der Jugendherbergen ist das Schloss Schwandegg nicht mehr aufgeführt, die Zimmer werden aber weiterhin im selben Stil vermietet, vor allem auch für Lager mit Kindern und Jugendlichen.

Nun noch etwas zur Vergangenheit des Schlosses: Der älteste Teil, der Turm ist aus dem 13. Jahrhundert, 1640 wurde die düstere Burg in ein wohnliches Schloss umgebaut. Die Ritter von Schwandegg waren bis 1422 Schlossherren. Die Besitzer wechselten oft, einmal wurde das Schloss sogar abgebrochen und eine Mühle aus dem Baumaterial erbaut. Von einem späteren Eigentümer wurde dann das Schloss wieder hergestellt. 1933 fiel ein grosser Teil des Gebäudes einem Grossbrand zum Opfer, 1935 wurde der zerstörte Teil wieder aufgebaut.

Der letzte Schlossherr, Caspar Oswald hat in den Schlossräumen Flüchtlinge und Behinderte beherbergt. Altershalber verkaufte er das Schloss 1974 dem Kanton Zürich.

Mir gefällt besonders der Schlosshof, der Teil des Schlosses in dem sich die Jugendherberge und der Rittersaal befinden. Die alten Mauern sind dort Efeu umrankt, unter den mächtigen Bäumen, mit Blick auf Waltalingen mit dem ebenfalls sehr alten sehenswerten Kirchlein, lässt sich von Rittern und Burgfräulein träumen.

Wer nicht ins Restaurant will, der kann auch einfach zum Schloss spazieren und im Schlosshof auf eine Bank sitzen, bei diesen sommerlich heissen Temperaturen ist es dort angenehm kühl.

cjo

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