Auf den Spuren des Bibers

Die erste Folge dieses Beitrags

Die jungen Biber werden etwa drei Monate gesäugt.

Von der Wohnhöhle aus, machen sie unterirdisch ihre ersten Schwimmversuche, aber tauchen können sie noch nicht

Der Bibervater beteiligt sich auch an der Säuglingspflege und die jüngeren Geschwister müssen auch mal « Babysitten».

Wenn sie den Bau nach etwa zwei Wochen das erste Mal verlassen, müssen sie sehr viel lernen.

Die Orientierung im Wasser, Pflanzenkunde, Revierverteidigung, Holzverarbeitung und den Bau von Biberburgen. Nach zwei Jahren Ausbildung sind die Jungbiber erwachsen und geschlechtsreif. Wenn sie jetzt den Bau nicht verlassen um sich ein eigenes Zuhause zu suchen, werden sie rausgeschmissen. Die Biber verteidigen ihr Revier vehement gegen Fremdlinge. Sie markieren ihr Revier mit dem so genannten «Bibergeil» oder «Castoreum».

Nähert sich ein fremder Biber, wird er verjagt, dabei kommt es oft auch zu massiven Kämpfen, bei denen es nicht selten zu tödlichen Verletzungen kommt.

Dass man die Biber schützen soll, ist keine Neuzeiterscheinung. Im Jahre 1706 wurde schon vermerkt: «Dass die Biberbaue in Seen und Teichen, Brüchen, Ausrissen an Dämmen und Flüssen nicht eingerissen; Eisen nicht gelegt; auch nicht Fischersäcke oder andere Garne in der Nähe gestellt werden. Auch sollen die Gesträuche nicht weggehauen und auch nicht auf dem Gewässer danach gefahren oder geschossen werden bei zwanzig Taler Strafe.» (Zitat)

Doch der Biber wurde nicht nur wegen seinem bekannterweise sehr warmen Fell gejagt. Das Salzylathaltige Bibergeil war als Arzneimittel sehr begehrt.

Noch im 18. Jahrhundert schrieb ein Jesuitenpater, dass Biber bezüglich seinen Schwanzes ein Fisch sei, also auch in der Fastenzeit gegessen werden darf.

pr

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