Behördenwahlen 2006

Bereits sind wieder dreieinhalb Jahre der laufenden Amtsperiode für Behördenmitglieder vorbei, und auf allen Stufen laufen die ersten Abklärungen für die nächsten Wahlen im Frühjahr 2006. Wie immer werden als erstes alle amtierenden Behördenmitglieder um ihre Stellungnahme gebeten, ob sie für die nächsten Amtsperiode von 2006 bis 2010 ein weiteres Mal kandidieren.

Die Anfrage zeigte, dass auch dieses Mal Rücktritte zu verzeichnen sind und somit verschiedene Posten neu besetzt werden sollten. Sollten, weil dies am Beispiel der Kirchenpflege 2002 bis 2006 nicht immer möglich ist. Soweit mir bekannt, war dies in Thalheim das erste Mal der Fall. Ich hoffe jedoch, dass sich dies im nächsten Frühling nicht wiederholt und genügend «Aktivisten« gefunden werden können.

Mit der neuen Verfassung des Kantons Zürich, angenommen an der Abstimmung vom 27. Februar 2005 und in Kraft tretend am 1. Januar 2006, wurde die Stellung der Gemeinden «gestärkt». Dies, nachdem im Verfassungsrat noch verschiedene neue «Gebietsmodelle» für den Kanton Zürich diskutiert worden waren.

Mit Regierungsratbeschluss vom 4. Januar 2005 hat nun die Regierung beschlossen, dass die Direktion der Justiz und des Innern ein Vorprojekt für die Reform der Bezirks- und Gemeindestrukturen durchführen soll. Nicht zuletzt haben finanzielle Überlegungen dazu geführt, aber auch die Feststellung, dass die Besetzung von Behördenstellen immer mehr Probleme bereiten, Tendenz zunehmend.

So wie ich meine Kollegen einschätze, haben die Absichten der Regierung nicht bei allen Freude ausgelöst.

Persönlich bin ich der Meinung, dass der momentane Weg nicht der schlechteste ist.

Mit der gemeinsamen Erledigung von kommunalen Aufgaben in Zweckverbänden und der Abgabe von komplexen und laufend sich verändernden Verwaltungsakten an spezialisierte Stellen hat sich schon einiges verändert und auch Kosten reduziert. Wobei beachtet werden sollte, dass nicht zu viele Auslagerungen unsere Verwaltung in Frage stellen.

Die Diskussion hat aber auch eine «politische» Seite. Denn es ist kaum anzunehmen, dass in einer grösseren Gemeinde die Entscheide immer zu unseren Gunsten ausfallen würden.

Auch unter der Annahme, dass die momentanen gesetzlichen Auflagen achtzig bis neunzig Prozent Gemeindefinanzen «verwerten», bleibt doch noch was übrig, womit wir unser persönliches Umfeld in irgend einer Form mitgestalten können.

Vielleicht ist ihnen mittlerweile klar geworden, wohin ich ziele. Für die frei werdenden Ämter sind aktive Leute gesucht, die das Thalheimer und Gütighauser Klima im Rahmen des Möglichen beeinflussen möchten.

Interessieren sie sich schon heute dafür und fragen sie bei Amtierenden oder bei der Gemeindeverwaltung um Informationen nach.

Gemeindepräsident
Peter Wettstein

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