Jägerlatein

Das Egli kommt bei uns in vielen Gewässern vor und ist bei Fischerinnen und Fischern eine beliebte Beute. Im Thurgau nennt man diesen wohlschmeckenden Fisch Kretzer, Daneben wird er häufig auch als Flussbarsch bezeichnet. Damit ist auch klar, dass es sich hier um einen Barsch handelt. Da das Egli nicht all zu grosse Ansprüche an die Wasserqualität stellt, war es in der Vergangenheit niemals gefährdet und wird es auch in Zukunft kaum sein. Bis vor kurzem war diese Art in verschiedenen Seen vom Hechtbandwurm befallen. Durch intensive Befischung konnte dieses Problem gelöst werden.

Wir haben es hier mit einem ausgesprochenen Räuber zu tun, der sich am liebsten über Jungfischschwärme hermacht. Ist das Egli beisslustig, dann greift es gierig an und frisst sich satt. An seinen fünf bis neun dunkelgrünen Querbändern erkennt man das Egli sehr gut. Die Flossen sind orangefarbig bis auf die markante Rückenflosse, welche an den Enden Stacheln aufweist. Verletzungen durch diese Stacheln sind schmerzhaft und sie übeln gerne.

Als Standfisch hält er sich meist in bestimmten Seeregionen auf. Das Egli ist aber auch in Flüssen zu finden. Auch in der Thur gibt es einige Bestände von Egli. In der Jugend kommt es in Schwärmen vor, ist aber im Alter oft ein Einzelgänger. Die Bestände im Kanton Zürich pflanzen sich durch natürliche Verlaichung fort. Sie bedürfen keiner Unterstützung durch Fischzuchtanlagen.

Gefangen wird das Egli am besten mit Jungfischen. Auch mit Würmern kann man zum Teil recht guten Erfolg haben. Zum Teil kann auch der sogenannte «Nuggi» ein Gummischlüüchli, welches über den Angel gezogen wird erfolgreich sein. Ebenso erfolgreich kann das Fischen mit dem «Spinner» sein. Das ist ein Blechplättchen, das so geformt ist, dass es sich dreht, wenn es durchs Wasser gezogen wird. Trifft der Fischer einen beissfreudigen Schwarm, kann er in kurzer Zeit gute Beute machen.

jr

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