Natur: Igel

Ich besuchte die Igelstation in Winterthur. Frau Heller führt schon seit 35 Jahren diese Igelstation. Sie pflegt kranke und verletzte Igel bis sie gesund sind und setzt sie wieder am Fundort aus.

Während meines Besuches kam eine Frau mit einem Igel, den sie bei sich Zuhause pflegt vorbei um ihm die Krallen schneiden zu lassen. Frau Heller betäubte den Igel ein wenig denn sonst kann sie den Igeln die Krallen nicht schneiden. Jetzt lag der Igel betäubt auf dem Rücken auf dem Tisch und Frau Heller konnte ihm die Krallen schneiden. Sie sagt sie müsse schnell machen, denn die Betäubung wirkt nur ganz kurz. Als sie fertig war durfte ich ihn noch streicheln und da wachte er gerade wieder auf und rollte sich schnell wieder zu einer Kugel zusammen.

Jetzt wird es langsam Frühling und man sollte den Garten noch nicht aufräumen weil die Igel noch Winterschlaf halten und sich unter Laubbergen und Gartenabfall ein Nest gemacht haben. Ab April muss man schauen, dass man keine Nester kapput macht, denn dann paaren sie sich und bekommen Junge. Wenn man ein Nest findet mit Jungen ohne Mutter sollte man sie in Ruhe lassen, denn die Igelin lässt die Jungen manchmal Stunden allein. Nur wenn man ein noch blindes und taubes Igelchen ausserhalb des Nestes sieht, kann es sein dass die Igelin verletzt oder überfahren worden ist. Man kann sie in ein Igelzenrum bringen oder Zuhause aufziehen und sich Tipps bei der Igelstation holen. Mit der Motorsense und dem Freischneidegerät können sie problemlos unter jedes Gebüsch fahren. Aber Vorsicht, dort halten sich oft tagsüber Igel auf. Sie fügen ihnen mit diesen Geräten schwere Schnittverletzungen zu. Der grösste Teil dieser Tiere verendet oder muss eingeschläfert werden: Schauen sie beim Mähen zuerst unter jedes Gebüsch oder mähen sie nur bis zum Rand des Gebüschs.

rr

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