Natur 3: Schmetterlinge

Neben dem Jahr des Trinkwassers und dem Jahr der Bibel ist das Jahr 2003 auch das Jahr des Schwalbenschwanzes. Die Pro Natura hat diesen grössten einheimischen Schmetterling zum Tier des Jahres erklärt.

Haben Sie schon einmal einen Schwalbenschwanz aus einer Puppe schlüpfen sehen? Es ist wirklich ein besonderes Erlebnis, das jeder gut selber beobachten kann. Sammeln Sie einfach einmal eine Rüebliraupe (die gerne auch Fenchelkraut, Dill oder Peterli frisst). Geben Sie ihr einige Tage von dem Kraut auf dem sie gefunden wurde, am besten in einem grossen Configlas, das mit einer Klarsichtfolie verschlossen wird. Nicht vergessen, kleine Luftlöcher zu machen. Sobald die Raupe vollgefressen ist, verpuppt sie sich. Jetzt kann man die Klarsichtfolie wegnehmen und warten, bis der Schmetterling aus der Puppe schlüpft.

Schwalbenschwänze haben in der Regel zwei Generationen pro Jahr, die ersten Schmetterlinge legen ihre Eier im Mai/Juni, normalerweise schlüpfen die Schmetterlinge dann etwa im August aus den Puppen. Die Raupen, die sich dann verpuppen, überwintern in den Puppen und schlüpfen wieder im Mai. Wenn Sie also Puppen haben, die überwintern, können Sie diese gut irgendwo draussen lassen, sie überstehen die kalte Jahreszeit bestens.

Dieses Jahr sind die Schmetterlinge statt im August schon Ende Juni ausgeflogen. Ich bin gespannt, ob es vielleicht dieses Jahr sogar drei Generationen gibt? Jedenfalls sind es wunderschöne Insekten, die in der Schweiz bis in die Bergregionen zu finden sind.

cjo

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