Beratungsstelle bas

In einigen Discos, auf Technopartys und in anderen Clubs der Schweiz werden neuerdings «Drink Sprays Wodka-Feige» angeboten, die man auch via Internet findet. Die Tanzenden sprayen die schaumige Flüssigkeit in den Mund ihrer Partner und Partnerinnen oder bedienen sich auch selber. Die Spraydose hat einen Inhalt von 50 ml mit einer 20%igen Alkoholmixtur. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) in Lausanne ist beunruhigt über die Markteinführung derartiger Alko-Gadgets, die nur zur Banalisierung des Alkoholkonsums beitragen können.


Die schaumigen und sehr süssen Mixturen werden auf unkonventionelle Art und Weise angeboten. Die kleinen Spraydosen können dabei vergessen lassen, dass es sich beim Inhalt um etwas Alkoholisches handelt. Gewiss, die Menge ist nicht überwältigend, aber sie reicht, um auf den alkoholischen Geschmack zu kommen. Derartige Produkte führen zu einer Banalisierung des Alkoholkonsums: sich einen Drink Spray zu applizieren, hat nichts zu tun mit dem Ritual einer unter Freunden geteilten Flasche. Sich Alkoholisches zu sprayen, findet seine Parallele in den neuesten Umfragen zum Trinkverhalten in der Schweiz. Am Wochenende wollen eine zunehmende Zahl von Jugendlichen vor allem eines: sich betrinken.


Die Spray Drinks, die im Wesentlichen aus Spirituosen, Zucker und Zitronensäue bestehen, fallen unter das Alkoholgesetz. In der Schweiz dürfen sie nur an Personen über 18 Jahre verkauft werden. Die Werbung für Drink Sprays ist bei sportlichen Ereignissen, oder wenn sie sich speziell an Jugendliche richtet, verboten. Der Alkoholschaum darf in keinem Falle kostenlos oder zum Probieren abgegeben werden.


Die SFA ist überzeugt, dass derartige Alko-Gadgets durch ihren spielerischen Charakter auch Kinder anziehen könnten: Sich gegenseitig mit diesem zuckerigen Spray zu bespritzen, ist gar zu verführerisch. Gerade der süsse Geschmack dürfte die lieben Kleinen reizen. Daran dürfte leider auch die winzige Warnung auf der Dose «Nicht in die Hände von Kindern gelangen lassen» nichts ändern.

Information der Schweizerischen Fachstelle für Alkoholprobleme (SFA), Lausanne

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