Leserbrief: Vernunft ist keine Kindersache

In der letzten Dorfpostausgabe und auch im Landboten wurde der Beschluss einen Radweg von Gütighausen nach Andelfingen zu bauen begrüsst.

Heute bin ich wieder einmal von Andelfingen nach Gütighausen gefahren. Es war am späten Nachmittag, die Kinder und Jugendlichen waren gerade auf dem Heimweg. Vorbildlich mit Helm ausgestattet, fahren sie zu fünft nebeneinander, sich an den Armen haltend auf der langen Geraden und versuchten so, die Strasse zu «sperren». Solche Szenen spielen sich tagtäglich auf diesem Weg ab.

Da nützt auch der Helm nichts, wenn’s darunter nicht denkt!

Gefährlich!

Diese Strecke ist gefährlich, weil sie kurvenreich durch den Wald führt und für den Autofahrer unübersichtlich ist. Ein Radweg ist durchaus zu begrüssen, jedoch nicht der ultimative Weg zum sicheren Schulweg. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass man in diesem Alter noch keinen grossen Respekt vor Autos hat, und da man selbst nicht Auto fahren kann, die Probleme nicht sieht.

Die Eltern sollten sie jedoch sehen. Ich hoffe, das beim Lesen dieses Leserbriefes einige Eltern das Gespräch mit ihren Kindern suchen und nicht durch Verbieten, sondern durch geschickte Argumentation ihre Söhne und Töchter dazu bringen, sich an die Mindestregeln im Strassenverkehr zu halten. Ich hoffe nicht, dass die meisten Eltern denken, dieses Thema ginge sie nichts an.

Denn es wäre doch schlimm, wenn zuerst wieder etwas passieren müsste, um das Verantwortungsbewusstsein der Leute zu wecken. Denken Sie daran, dass es Ihr Kind sein könnte.

Rahel Zürcher

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