Nachgedacht: «Was der Juli nicht kocht…»

Wenn es eine Umfrage gäbe, welches Thema im Laufe eines Jahres am meisten Gesprächsstoff liefert, was wäre das wohl? Die Politik, die Gesundheit, das Wetter? Ich denke, dass mindestens im laufenden Jahr das Wetter das Hauptthema ausmachen würde.

Wobei, wenn man genauer hinschaut, bei diesen drei Themen eines das andere beeinflusst. Mindestens, wenn man vom Wetter ausgeht. Dass wissen vor allem Leute, die unter dem Föhn zu leiden haben, oder jene, die den Wetterwechsel in den Gliedern spüren. Dass das Wetter vieles beeinflusst, haben wir dieses Jahr schon etliche Male erfahren. Grosser Schneefall mit Lawinenniedergang. Kalter Frühling, dann eine kurze Hitzeperiode im Mai mit Temperaturen wie im Hochsommer. Man fühlte sich entsprechend schlapp und müde.

Wolkenbrüche, Hochwasser, Erdrutsche, Schafskälte sorgten weitere dafür, dass das Thema «Wetter» aktuell blieb. Überschwemmungen katastrophaler Art auch wenn es an den meisten Orten bei Sachschaden blieb.

Auch der Juli beschert und weitere Wechselbäder, alles, was man sich nur denken kann. Wir zitieren Wetterregeln wie: «Was der Juli nicht kocht, kann der September nicht braten». Wenn wir etwas Besonderes vorhaben, eine Reise, Ferien, Erntearbeiten, dann wollen wir die Wettervorhersage am Radio oder Fernsehen ja nicht verpassen. In der Zeitung ist eine ganze Seite dem Wetter gewidmet, mit Satellitenbildern, mit Temperaturangaben aus allen Erdteilen.

Vom Wetter kann man immer reden,
denn Wetter wird es immer geben.
Sei’s nass, sei’s trocken, heiter oder trüb.
Tut dir der Kopf, tun dir die Füsse weh,
besonders der verflixte kleine Zeh‘
dies alles und noch mehr trag mit Geduld,
bestimmt ist daran das Wetter schuld.

Els Morf

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