«Aus dem Gemeindehaus»

Bauwesen

Unter Bedingungen und Auflagen wurde ein Bauvorhaben bewilligt.

Im Anzeigeverfahren wurden drei Bauprojekte genehmigt.

Finanzen und Steuern

Das Gesetz über die Zürcher Kantonalbank vom 28. September 1997 sieht vor, dass neben dem Kanton neu auch die politischen Gemeinden am Reingewinn der Bank partizipieren. Den Gemeinden steht ein Drittel der Gesamtausschüttung im Verhältnis zur Einwohnerzahl zu.

Gemäss Mitteilung des Statistischen Amtes umfasste die Wohnbevölkerung des Kantons Zürich Ende des letzten Jahres 1 184 002 Personen, wovon 613 in der Gemeinde Thalheim an der Thur.

Der Bankrat hat nun beschlossen, insgesamt 32 Millionen Franken, davon ein Drittel an die Gemeinden auszuschütten. Somit ergibt sich für die Gemeinde Thalheim ein äusserst erfreulicher Gewinnanteil von 5522.50 Franken.

Seit der letzten Berichterstattung konnten durch das Gemeindesteueramt Grundstückgewinnsteuern im Gesamtbetrag von 71 125 Franken veranlagt werden.

Seit der letzten Berichterstattung wurden Kanalisationsanschlussgebühren im Betrag von 19 414 Franken veranlagt.

Der Gemeinderat genehmigte folgende Abrechnungen:

  • Für den Strassenunterhalt 1998 den Betrag von 29 063 Franken.
  • Für Anpassungsarbeiten im Schlachthaus Thalheim im Gesamtbetrag von 6106 Franken.
  • Für die Verkabelung des Klärpumpschachtes der Kläranlage Gütighausen im Gesamtbetrag von 13 729 Franken.
  • Für die Druckkosten des Ortsplanes Thalheim und Gütighausen den Betrag von 5716 Franken

Dem Lawinenkatastrophen-Fonds wurde ein einmaliger Gemeindebeitrag von 500 Franken ausgerichtet.

Für die Umgestaltung der beiden neuen Bushaltestellen in Thalheim und Gütighausen wurde ein Kredit über 4500 Franken zu Lasten der laufenden Rechnung bewilligt.

Der Gemeinderat bewilligte einen Kredit über 11 200 Franken für die Kontrolle und Ergänzung der Topographie zu Lasten der Laufenden Rechnung.

Der Gemeinderat genehmigte den Voranschlag 1999 der Gruppenwasserversorgung Thurtal-Feldi.

Die Interessengemeinschaft EDV Zürcher Gemeinden konnte mit der Kantonalen Finanzdirektion günstige Konditionen aushandeln, damit die Gemeinden sich beim KZH-Netz anschliessen können. Vor allem das Steueramt ist auf diesen neuen Anschluss immer mehr angewiesen. So wird z. B. auch die Liegenschaftenbewertung zentralisiert. Das heisst, dass sowohl Programm und Daten auf einem kantonseigenen Server vorhanden sein werden. Den Gemeinden bleibt aber nach wie vor die Nachführung und Pflege dieser Daten. Der Gemeinderat hat die Rahmenvereinbarung über Informatik- und Kommunikationsdienstleistungen mit der Finanzdirektion des Kantons Zürich genehmigt.

Mit Verfügung vom 15. April 1999 kürzte die Abteilung Gemeindefinanzen der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich erneut den Überschuss von 23 541 Franken der Primarschulpflege aus dem Rechnungsjahr 1997. Da die Politische Gemeinde im selben Rechnungsjahr ein Defizit über 225 350 Franken erwirtschaftete und die beiden Ergebnisse nicht konsolidiert wurden, hat der Gemeinderat beschlossen, Rekurs zu erheben. Der Rekurs wurde rechtzeitig der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich eingereicht.

Asylwesen: Gemeinde sucht Wohnraum

Im Bezirk Andelfingen besteht immer noch ein grosser Mangel an Unterkünften für Asylsuchende. Bis Mitte März hätten zusätzliche 75 Plätze bereitgestellt werden müssen. Wie die Asylkoordination des Bezirks mitteilt, fehlen derzeit immer noch siebzig Plätze. Da private Anbieter grosse Bedenken hätten, ihre Wohnungen den Gemeinden zur Unterbringung von Asylsuchenden zur Verfügung zu stellen, seien die Bemühungen der Asylkoordination, auf dem freien Wohnungsmarkt die benötigen Unterkünfte zu finden, wenig erfolgreich verlaufen. (Auf die Ausschreibung in der letzten Dorfposcht ist keine einzige Meldung eingegangen.) Zudem seien günstige Wohnungen und gemeindeeigene Unterkünfte rar, heisst es in einer Medienmitteilung. Für rund 35 Plätze sind laut der Asylkoordination derzeit Verhandlungen im Gang. Zudem wird an der Realisierung eines kleinen Durchgangszentrums mit 28 Plätzen gearbeitet. Ende März waren in den Gemeinden, welche sich an der Bezirkslösung beteiligen, 125 Asylbewerber untergebracht.

Aus diesen Gründen gelangt der Gemeinderat erneut mit der Bitte an die Bevölkerung, geeignete Wohnungseinheiten für Asylbewerber zu prüfen und allfällige Leerwohnungen auf der Gemeindeverwaltung zu melden.

Dorfrestaurant / Gemeindehaus

Die Situation mit den Fahrrad-Abstellplätzen für die Gäste des Restaurants sowie für die Kundschaft der Gemeindekanzlei ist schon seit längerer Zeit unbefriedigend. Deshalb hat der Gemeinderat beschlossen, Veloständer anzuschaffen. Für das Restaurant stehen inskünftig zwei Veloständer zu acht Plätzen zur Verfügung. Für die Gemeindekanzlei wird ein Veloständer mit vier Plätzen angeschafft.

Kommunales Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte

Der Gemeinderat hat das Kommunale Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte genehmigt. Im Inventar wurden 48 Objekte aufgenommen. Zählt man die fünf überregionalen Objekte hinzu sind in unserer Gemeinde 53 Objekte schützenswert. Das Inventar ist behördenverbindlich.

Für die Kontrolle der Objekte hat der Gemeinderat einen Naturschutzbeauftragten in der Person von Marc Edelmann, Thalheim gewählt.

Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner haben die Möglichkeit das Inventar auf der Gemeindekanzlei während der Schalteröffnungszeiten einzusehen.

An der Waldumgang Veranstaltung vom 29. Mai 1999 werden der interessierten Bevölkerung die geschützten Waldgebiete sowie weitere Objekte aus dem Inventar näher vorgestellt.

Liegenschaften

Der bisherige Mieter vom Baslerhaus hat das Mietobjekt per 30. April 1999 gekündigt. Das Baslerhaus wurde nun per 1. Mai 1999 an die Familie Brügger mit einem befristeten Mietvertrag vermietet.

Neue nebenamtliche Aufsichtsperson für das Gemeindegebiet

In den vergangenen Jahren wurden immer wieder Abfall- und Verkehrsdelikte auf unserem Gemeindegebiet festgestellt. Um einen Anstieg dieser Delikte im Rahmen halten zu können, hat der Gemeinderat beschlossen, eine Aufsichtsperson zu bestimmen, die für das ganze Gemeindegebiet Kontrollaufgaben übernimmt. Marc Edelmann aus Thalheim wurde die Aufgabe übertragen als Aufsichtsperson zu wirken.

Folgende Aufgaben werden der Aufsichtsperson übertragen:

  • Kontrolle der Park- und Fahrverbote
  • Kontrolle des Campierverbotes
  • Kontrolle von Abfallvergehen, mit der Kompetenz die nötigen Verzeigungen vorzunehmen.

Polizeiwesen

Die Kantonspolizei Zürich führte am 26. März 1999 zwischen 6.20 bis 8 Uhr an der Thurtalstrasse eine Geschwindigkeitskontrolle durch. Insgesamt wurden 255 Fahrzeuge kontrolliert, wobei 51 Verzeigungen erfolgten, d.h. zwanzig Prozent der Fahrzeuge fuhren zu schnell! Bei einer signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h betrug die gemessene Höchstgeschwindigkeit 81 km/h.

Radweg Andelfingen–Gütighausen

Wie Sie sicher bereits aus der Presse erfahren haben, hat der Kantonale Baudirektor, Regierungsrat Hans Hofmann, den Radweg Andelfingen bis Gütighausen ins Bauprogramm 1999–2001 aufgenommen und die zuständigen Mitarbeiter des Tiefbauamtes gebeten, den Radweg baldmöglichst zu realisieren. Die Projektierungsarbeiten sind bereits im Gange. Somit kann – sofern im Festsetzungs- und Landerwerbsverfahren keine aussergewöhnlichen Vorkommnisse auftreten – mit der Erstellung des Radweges ab dem Jahre 2001 gerechnet werden.

Der Gemeinderat Thalheim möchte sich vor allem bei den Schülern herzlich bedanken, die sich für die Realisation dieses Projekt engagiert haben.

Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen

Wie Sie sicher bereits aus der Presse erfahren haben, hat sich die Politische Gemeinde Thalheim entschlossen, dem Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen Zürich (SBFZ) beizutreten. Als Delegierte der Gemeinde Thalheim an der Thur wurden Peter Wettstein, Gemeindepräsident und Erich Oberholzer, Thalheim bestimmt. Zweck des Verbandes ist erstens der Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm und anderen durch Flugbetrieb verursachten Immissionen; zweitens die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen; und drittens die Wahrung der Interessen und Rechte der Betroffenen.

Die nun plötzlich entfachte Diskussion um den Flughafen, respektive die mit dem Ausbau des Flughafens neu entstehenden Immissionen ist für unsere Gemeinde ein neues Thema. Anlässlich der am 22. März 1999 stattgefundenen Informationsveranstaltung in Buch am Irchel wurde plötzlich klar, dass mit dem Ausbau der fünfte Bauetappe des Flughafens Zürich auch unsere Gemeinde betroffen ist. Nach diesem Ausbau (etwa ab 2010) wird unsere Gemeinde jährlich von 8500 Flugzeugen überflogen, wovon 2500 Starts in der Zeit zwischen 22 bis 6 Uhr erfolgen werden. Gemäss einer Studie der EMPA wird für unsere Gemeinde nach dem Ausbau der fünften Bauetappe im Gebiet der ESII mit PW-Überschreitung zu liegen kommen. Dies bedeutet, dass für den Grossteil unserer Gemeinde keine neuen Bauzonen mehr ausgeschieden werden dürfen.

Da der Gemeinderat feststellen musste, dass Informationen bezüglich des Flughafens nicht bis zu den Gemeinden gelangen (es erfolgte lediglich eine Ausschreibung im Kantonalen Amtsblatt) ist ein sicherer Informationsfluss sehr wichtig. Der Schutzverband bietet Informationen aus erster Hand und betreibt eine Geschäftsstelle, wo sich Private und Gemeinden Informationen einholen können. Der jährliche Beitrag an den Schutzverband beträgt 60 Rappen pro Einwohner.

Vormundschaft

In der Berichtsperiode genehmigte der Gemeinderat in seiner Eigenschaft als Vormundschaftsbehörde ein Vormundschaftsinventar.

Wahlen und Abstimmungen vom 13. Juni 1999

Am 13. Juni 1999 findet die eidgenössische Volksabstimmung über folgende Vorlagen statt:

  1. Asylgesetz
  2. Dringliche Massnahmen im Asyl- und Ausländerbereich
  3. Ärztliche Verschreibung von Heroin
  4. Invalidenversicherung
  5. Mutterschaftsversicherung

Im weiteren hat der Regierungsrat die kantonale Volksabstimmung über sieben Vorlagen auf Sonntag, 13. Juni 1999 angesetzt. Wahlen finden an diesem Datum für die evangelisch-reformierte Kirchensynode und für die römisch-katholische Synode statt.

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