Projektnacht der Mittelstufe Thalheim

In der letzten Schulwoche im Dezember 1998 wurde das Thema «Nacht» projektartig behandelt. Niemand oder fast niemand wollte auf die Schulsilvesternacht verzichten. Deshalb wurde der Höhepunkt dieser Woche, Besuch nachtarbeitender Personen, auf Wunsch der Kinder verschoben. Die Schüler konnten unter vier verschiedenen Angeboten auswählen. Vorgesehen war der 10. Februar 1999. Aber nur das Radio und die Bäckerei konnten an diesem Datum besucht werden. Der Besuch der Sternwarte musste wegen zuviel Schnee, des Zelgli wegen Erkrankung eines Schülers auf den 19. Februar 1999 verschoben werden.

Einige Streiflichter aus den Aufsätzen

Sternwarte

Am 19.2.99, 19.00 Uhr beim Volg. Als alle 11 Kinder, Ramona, Brigitte, Sandra, Marina, Sharon, Alexandra, Nina, Iris, Rudina und zwei Melanies zusammen waren, fuhren wir mit Frau Brugger und Frau Epprecht auf den Eschenberg.

Herr Mächler und Frau Graf zeigten uns Dias mit Musik.

Mit dem Linsenteleskop kann man Sterne anschauen, mit dem Spiegelteleskop andere Erscheinungen.

Danach konnten wir Fragen stellen, doch ich fand meinen Zettel nicht mehr und war sowieso schon halb erfroren.

Es war wahnsinnig kalt. Und als wir halb erfroren waren, gingen wir.

Nach der Heimfahrt gingen wir noch in die Brückenwaage und tranken eine heisse Schoggi und assen Pommes.

Um 23.00 Uhr war ich zu Hause und schlief sofort ein.

Ich würde jederzeit wieder in die Sternwarte Eschenberg gehen. Der Besuch dort hat mich sehr beeindruckt.

Bäckerei Gnädinger

Alvaro, Carlos und ich (Christopher) haben uns für die Bäckerei entschieden. Um 3.45 Uhr trafen wir uns beim Schulhaus Gütighausen.

Man muss auf die Finger aufpassen, weil es nicht so gut wäre, wenn die Finger in die Maschine kämen.

Ich musste Schenkeli und Berliner fritieren und ab und zu kehren.

Mit einem langen Stock mit einer Platte vorne habe ich etwa 60 Brote aus dem Ofen genommen. Ich konnte es ganz gut und es hat mir auch Spass gemacht.

Es hat mir sehr gefallen, wir durften noch «Zmorgen» essen. Es schmeckte fein.

Etwa um 7.50 Uhr hat uns Herr Gnädinger nach Hause gebracht. Ich war dann sehr müde.

Zelgli

Am Freitag, 19.2.99 um 20.00 Uhr, mussten Roger, Michael, Benjamin, Herr Harb und ich (Ueli) beim Schulhaus sein.

Das Zelgli ist die zweitgrösste Bahn von der Ostschweiz.

Herr Morf zeigte uns die drei Putzmaschinen. Eine ist 9, eine 16 und eine schon 37 Jahre alt, aber sie wird nur bei Notfällen gebraucht, wenn die anderen zwei defekt sind.

Durch die Neonröhren fliesst Ammoniak, damit das Eis nicht schmilzt. Es stank.

Das Ammoniak zieht die Wärme nach unten.

Am Schluss bekamen wir eine Puck, dann gingen wir nach Hause.

Im Radiostudio

Für den Besuch im Radiostudio Zürich hat Frau Ursy Trösch die Kinder an einem Nachmittag nach der Schule vorbereitet. Sie zeigte verschiedene Aufnahmetechniken und die Bedienung der Tonbandgeräte, die Mikrofone und zum Schluss wurde noch je eine Aufnahme für das Kinderabendprogramm mit einem «Wunsch in der Nacht» gemacht.

Am 10.2.99 um 03.30 Uhr fuhren wir (Xenia, Andi, Debbi, Martina, Manuela) mit Frau Jehle nach Zürich.

Im Radiostudio Zürich sind 250 Leute beschäftigt, aber als wir um 4.30 Uhr ankamen, arbeiteten erst vier Leute. Herr Kälin, der Chef, kam extra für uns so früh.

In der Nacht wird das Radioprogramm aus Bern gefahren (man lässt das Radio nicht laufen; es wird gefahren). Das sind rund zwei Personen die Nachrichten und Musik bringen.

Wer meint, am Radio ginge es so ruhig zu, wie wenn man es hört, der ist schief gewickelt. Man gibt sich immer Handzeichen, wenn ein Beitrag oder Musik gestartet wird. Die letzten zehn Minuten vor einer Sendung sind grauenhaft hektisch.

An diesem Morgen arbeiteten Ivana Pribakowic, die das Regionaljournal macht, Christoph Sterchi, der für den Sport verantwortlich ist, Roland Duss, der die Technik macht, Patrick Senn, der Moderator. Schon um 4.30 Uhr durften wir ihnen zusehen und zuhören.

Zum Schluss durften wir in der Kantine etwas essen gehen. Lecker!

Wenn euch jemand dazu einlädt, sagt zu, sofort. Es war einfach toll. Ich würde sofort wieder hingehen.

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