Dorfposcht
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Editorial der Ausgabe 160 vom 20. Juli 2018

Liebe Leserin, Lieber Leser

Beim Schreiben dieses Textes befinde ich mich auf der Alp Fischegg im Appenzellerland, mit Blick auf den Säntis und runter ins Tal Richtung Urnäsch. Wunderbares Wetter, Kuhglocken klingen in den Hängen und lassen nur vermuten das hier und da ein Tier ihren ganz eigenen Ort für sich gefunden hat, eine Geissenherde zieht an unserem Alpbeizli vorbei und suchen die feinen Chrütli oberhalb der Alp gleich unter den Felsen in den steilen Hängen wo sich die Kühe nicht mehr hinwagen. Alles in allem ein Idyllisches Plätzli – dem klassisch schweizerischen Bild von Heimat entsprechend.

So lasse ich die Gedanken schweifen – einerseits nach Russland wo noch die letzten Spiele der Fussball - WM ausgetragen werden, dann aber auch zurück ins nahe Thalheim – Gütighausen, wo für viele das laufende Schuljahr zu Ende gehen wird. Bei einigen von Ihnen stehen grosse Veränderungen an, ich denke an den Eintritt in ein neues Schuljahr, an den Übergang in eine andere Schule, in eine Berufslehre oder ein Studium, einem Berufswechsel oder gar demnächst den Weg in die Rekrutenschule, und nicht zuletzt wie es einigen hier in Thalheim geht, den Einstieg in ein Behördenamt.

Allen gemeinsam ist die Veränderung von gewohntem – eingespieltem – vertrautem – übersichtlichem und geliebtem zu - Ungewissheit wie es wohl kommen wird, neues erfahren, sich einlassen auf das Unbekannte und Verunsicherung, dass man heraustreten muss aus dem gewohnten Umfeld und sich behaupten soll wo niemand dich wirklich kennt. All jenen die diesen Weg vor sich haben wünsche ich an dieser Stelle viel Kraft, Mut und den nötigen Durchhaltewillen sich auf die neue Situation einzulassen, denn bei allem Ungemach und aller Anstrengung ist es etwas vom Spannendsten neue Welten, Wissen, Worte und Vertrautheit zu entdecken.

So wünsche ich ihnen allen, eine Genussvolle Stunde beim Lesen dieser Dorfposcht, schöne Ferien falls sie diese noch vor sich haben – oder gar bereits angetreten sind, einen spannenden Start in ihre nächsten Projekte und den Behördenmitgliedern und meinen Kolleginnen einen sanften Start in ihre Behördentätigkeit – ob Gemeinderat, Schulpflege, RPK oder sonstigen Kommissionen – ihnen allen gemein ist die Arbeit für unsere Gemeinde, die beiden Dörfer und für Sie die Bevölkerung. Ich hoffe auf spannende Begegnungen und freue mich auf dieses nächste Jahr in meinen beiden Gremien.

Cornelia Schumacher,
Gemeinderätin/Schulpflegepräsidentin

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